„Ella Schön“: Ein Besäufnis mit Folgen
Wenn zwei Busenfreundinnen einmal zu tief ins Glas schauen, kann das zu einer Verwirrung ihrer Gefühle führen. Außerdem zu einer gewaltigen Aufregung im Dorf und sogar im Internet. Zu sehen in zwei neuen Filmen mit Annette Frier als Juristin Ella Schön und Julia Richter in der Rolle ihrer Freundin Christina.
Nach einer feuchtfröhlichen Party wachen die Juristin Ella Schön (Annette Frier, 48) und ihre Freundin Christina (Julia Richter, 51) nebeneinanderliegend in einem Bett auf.
Beide sind nackt und können sich an nichts erinnern. Während es in der Gerüchteküche im Dorf bereits brodelt und ein auf dem Höhepunkt des Festes geschossenes Foto von einem leidenschaftlichen Kuss zwischen den beiden Frauen bereits im Internet kursiert, versuchen die Frauen mit allen Mitteln und Tricks, ihrem Gedächtnis wieder auf die Sprünge zu helfen.

Bei Christina überwiegt die Überzeugung, dass sie in Ella tatsächlich verliebt ist, wogegen sich diese in einem völligen Gefühlschaos befindet. Liebt sie Christina? Oder fühlt sie sich nach wie vor zu ihrem Ex-Freund und werdenden Vater Jannis (Josef Heynert, 45) hingezogen, in dessen neuer Beziehung es schon kriselt? Oder beruht ihre Unruhe schlicht und ergreifend darauf, dass sie sich viel ernsthafter in ihren Kung-Fu-Trainer Arndt (Oliver Stein, 51) verliebt hat, als es ihr selbst bewusst ist? Ella und Christina sind freilich nicht die Einzigen, die durch das allgemeine Besäufnis auf der Party in emotionale Turbulenzen geraten. Den Hotelbesitzer Teetz (Reiner Schöne, 80) etwa könnte ein Eifersuchtsausbruch nebst Sachbeschädigung noch teuer zu stehen kommen …

„Für Ella ist es außergewöhnlich schwer, Liebe und die dazugehörenden Gefühle zu sortieren. Was bei ihr regelmäßig zu großer Verwirrung führt“, meint Annette Frier. „Ich habe Ähnliches in meinem echten Leben zwar noch nie in dieser Intensität erlebt, aber leise Ansätze dazu reichten, damit ich mich in diese Rolle hineindenken konnte. Eine schauspielerische Herausforderung, die nicht immer leicht zu bewältigen war, blieb es dennoch.“

Schwer fiel es der verheirateten Mutter zweier Kinder wohl nicht, den leidenschaftlichen Kuss mit ihrer Film-Freundin darzustellen. „Das war einfach, denn ich mag meine Partnerin auch privat. Und da ist körperliche Nähe nicht unangenehm.“

Genauso ging es Julia Richter, die ebenfalls verheiratet ist und zwei Kinder hat. „Da waren mir manchmal Liebesszenen mit Männern weitaus unangenehmer“, verrät sie. „Frauen spüren ganz einfach besser als viele Männer, wie weit sie vor einer Kamera gehen wollen.“

Privat erlebt Julia Richter zur Zeit ihre erste Pubertät. „Allerdings nur bei meinen beiden Söhnen“, sagt sie lachend. „Zunächst schmerzt es, wenn sich die Kinder abnabeln und plötzlich alles besser wissen. Aber das ist normal und geht vorbei.“

„Ella Schön: Freischwimmer“
Sonntag, 1.5., 20.15 Uhr, ZDF

„Ella Schön: Seitensprünge“
Sonntag, 8.5, 20.15 Uhr, ZDF