„Der König der Löwen“: In der Steppe rumort‘s
Der Zeichentrickfilm „Der König der Löwen“ zählt zu den Disney-Klassikern. Regisseur Jon Favreau erzählt dieselbe Geschichte, nur mit anderen Mitteln. Modernste computergesteuerte Animationstechnik lässt den Löwen-Prinzen „Simba“ und seine Freunde „Timon“ und „Pumbaa“ wie echte Tiere aussehen.
Aufregung im Tierreich. König „Mufa-sa“, der Herrscher der Löwen, stellt „Simba“ vor, seinen Sohn und künftigen Thronfolger. Seinen machtgierigen Bruder „Scar“ macht das wütend. Von einer hohen Felswand stößt er „Mufasa“ in den Tod. Verzweifelt flieht der kleine „Simba“ in die Wüste, wo er auf das freundliche Erdmännchen „Timon“ und das lustige Warzenschwein „Pumbaa“ trifft. Bei ihnen kann er unbekümmert aufwachsen. Bis eines Tages die junge Löwin „Nala“ auftaucht und „Simba“ anfleht, den Tyrannen „Scar“ zu verjagen.

Disney-Freunden ist die Handlung natürlich bestens bekannt. Die im Jahr 1994 in die Kinos gekommene Zeichentrick-Version der Geschichte ist der bis heute weltweit erfolgreichste klassische Zeichentrickfilm. Es gab zwei Fortsetzungen, 1998 und 2004.

Vor drei Jahren kehrte die liebe Löwen-Familie abermals zurück. Aber nun hatte die Zeichentricktechnik ausgedient, Regisseur Jon Favreau, 55, inszenierte ein Animations-Spektakel, bei dem die Tiere wirken, als wären sie echt. „Ich wollte herausfinden, wie weit ich diese neue Technologie ausreizen kann“, meint er. „Und ich kam drauf – sehr weit. Mit der unglaublichen Begeisterung des größten Teils der Kinobesucher habe ich nicht gerechnet, aber ich hatte darauf gehofft (lacht).“

Bei Elton John, 74, der 1994 mit seinem Welthit „Can You Feel the Love Tonight“ einen Löwenanteil am Erfolg der Zeichentrick-Variante hatte, schlich sich allerdings ein bisschen Enttäuschung in die Bewunderung der technischen Leistung. „Ich habe für den neuen Film auch ein bisschen Neues komponiert. Aber die Musik ist diesmal ein großes Durcheinander, es fehlt der rote Faden. Tut mir leid.“
Auch die Pop-Diva Beyoncé, 40, ist mit einem Lied dabei und synchronisierte – im englischen Original – die „Nala“.

„Der König der Löwen“
Samstag, 1.1., 20.15 Uhr, ORF1, SAT.1