Geschäfte mit Geschichte Teil 3 – Immer schön sauber
In Innsbruck (Tirol) wird auf unsere Hygiene geachtet. Das Familienunternehmen Walde erzeugt seit mehr als 240 Jahren Seifen und ist damit die älteste derartige Fabrik unseres Landes. Das Sortiment wurde stets verbessert und erweitert. Bio-Seifen sind heute der Renner, ebenso wie Cremen, Haarshampoos und Kerzen.
Sauber und rein zu sein, das ist gerade in Zeiten wie diesen wichtig. Hygiene schützt unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen. Leider wird sie allzu oft vernachlässigt. Sogar nach dem Gang auf die Toilette.
Eine Umfrage aus dem Jahr 2015 ergab, dass sich hierzulande nur etwa 60 Prozent der Menschen nach der Toilette die Hände mit Wasser und Seife gewaschen haben. In den Niederlanden hat dies gar nur jeder Zweite getan. Am reinlichsten gaben sich die Serben mit 96 Prozent. Zwar haben sich die Werte während der Corona-Pandemie verbessert, Luft nach oben ist aber immer noch. Und die Firma Walde in Innsbruck (T) liefert dazu die angenehmsten Möglichkeiten. Unter anderem mit Bio-Seifen.

Ihre Werbung dafür klingt schon fast verführerisch, wenn es heißt: „Natur mit Mandelöl – für alle, die das Pure lieben“ oder „Zitrone mit Mandelöl – heiter erfrischend“ oder „Rose mit Mandelöl – sinnlich verwöhnend“. Ein Stück davon kostet 5,40 Euro und ist über das Internet bestellbar (www.walde.at).
„Bei unseren Seifen werden nur ausgesuchte, hochwertige Inhaltsstoffe verwendet und sie können individuell vom Kunden zusammengestellt werden. Zur Zeit werden mehr als 200 verschiedene Seifen mit individuellen Düften, Farben und Formen von uns produziert“, erklärt der Firmenchef Peter Walde, 64, der einen der geschichtsträchtigsten Betriebe unseres Landes führt.

Die Gründung des Unternehmes geht auf das Jahr 1777 zurück. Es entstand an der Innstraße in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. An einer Stelle mit regem Warenumschlag. Die „Carl Alois Walde KG“ ist die älteste Seifenfabrik unseres Landes und wird heute von der siebenten und achten Generation der Familie geleitet. Denn wenn es um feine und hochwertige Hygieneprodukte geht, wird Peter Walde von seinen Kindern Lisa und Lukas unterstützt (gr. Bild). „Wir haben unser Warensortiment immer wieder erweitert. Neben den klassischen Seifenprodukten produzieren wir derzeit auch hochwertige Kosmetik, Reinigungsmittel, Speisefette und -öle vor allem für die Gastronomie sowie handgemachte Kerzen“, erklärt der Juniorchef, der in den gut ausgebildeten 50 Mitarbeitern die Basis der Firma sieht. „Gemeinsam entwickeln wir uns weiter.“

Freilich hat es ein Familienunternehmen gegen Großkonzerne nicht leicht, so machte etwa in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Produktion von synthetischer flüssiger Seife der Familie Walde zu schaffen. Doch durch neue Ideen und Fleiß konnte die Konkurrenz ausgebremst werden und der Betrieb florieren. Vor allem auch, weil erfolgreich auf die Tradition zurückgegriffen wird. „Unsere handgeschöpften Seifen werden nach altem Familienrezept hergestellt“, sagt Lukas Walde. „Wir verwenden dazu hochwertige Öle und Duftstoffe. Bei dieser schonenden Erzeugung bleibt das natürliche Glyzerin, das bei der Verseifung entsteht, erhalten. Unsere kaltgerührte Seife zeichnet sich dagegen durch die sanfte und hautschonende Pflege mit einem milden und pflegenden Seifenschaum aus und ist frei von Konservierungsstoffen.“

Dass der Mensch für die Familie Walde im Mittelpunkt steht, zeigt sich nicht nur in ihrer Arbeit. „Für uns ist soziale Verantwortung wichtig. Wir leben danach in unseren Aktivitäten als Arbeitgeber für behinderte Menschen, als Unterstützer des Sozial-Marktes, durch Sachspenden an Opfer von Umweltkatastrophen oder etwa als Sponsor der Special Olympics“, erzählt der 64jährige Chef Peter Walde.
Und die Umwelt wird ebenfalls geschützt. Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt seit dem Vorjahr die für das Unternehmen benötigte Energie.