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Wo die Macht mit dir ist
Ein galaktisches Abenteuer sind die beiden Themenparks „Star Wars: Galaxy‘s Edge“ in Anaheim und Orlando in den USA. Sie gehören beide zum Disneyland und beschäftigen sich mit dem Universum der Filmreihe „Krieg der Sterne“, auch bekannt als „Star Wars“. Dort dürfen Besucher den „Millennium Falken“ fliegen, sich Lichtschwerter basteln und mit Schmugglern zu Tisch sitzen. Die Gäste treffen auch auf bekannte Figuren aus den Filmen.
Dort drüben ist Chewbacca“, ruft ein Mann und eilt zu einem zotteligen Wesen. Die Kreatur ist zwei Meter groß, hat ein braunes Fell und ist Zusehern der Filme „Star Wars“, zu Deutsch „Krieg der Sterne“, bestens bekannt.

„Chewie“, wie er von seinen Freunden genannt wird, ist Teil von zwei neuen identischen Themenparks des Disney-Konzernes. Im „Star Wars: Galaxy‘s Edge“ tauchen Besucher ein in das Universum der „Star Wars“-Filme“ und treffen dabei auf Figuren, die sie von der Leinwand kennen. Ein Themenpark wurde im Mai in der kalifornischen Stadt Anaheim (USA) eröffnet. Der andere empfängt seit Ende August in Orlando (Florida) die Gäste.

Han Solo, Kylo Ren und andere Weltraumlegenden tummeln sich auf dem Areal. Sie sind ständig in Bewegung, auf wichtiger Mission. Der Kult um „Star Wars“ begann im Jahr 1977, als der Regisseur George Lucas den Film „Krieg der Sterne“ ins Kino brachte. In dieser Geschichte geht es um Gut gegen Böse. Ein dunkler Herrscher mit seinen hörigen „Sturmtrupplern“ strebt nach der Macht. Ihm gegenüber stehen die Jedi-Ritter und die Rebellen, die um das Wohlergehen der Galaxie kämpfen.

Im Themenpark wird der Film nun zur Wirklichkeit. Knapp zwei Milliarden Euro ließ sich Disney beide Parks kosten. Die Besucher betreten den fiktiven Planeten Batuu. „Die Gäste fühlen sich, als wären sie selbst Teil des Filmes. Die gesamte Kulisse, jedes Getränk und die Figuren sind dem ,Star Wars‘-Imperium nachempfunden. Ich bin mir sicher, dass viele Erwachsene darauf ebenso sehnsüchtig gewartet haben wie einige Kinder“, erzählt Bob Chapek, Vorsitzender der Vergnügungswelt.

Die größte Attraktion ist der „Millennium Falke“. Das Raumschiff wurde im originalen Maßstab nachgebaut. Die Gäste betreten wie Han Solo und Chewbacca das Fluggerät über eine absenkbare Einstiegsrampe. Einmal an Bord, erkunden sie das Interieur des Raumschiffes, ehe sie zum Flugsimulator vorgelassen werden.

Sechs Personen finden darin Platz. Sie müssen bei einer interaktiven Mission den Millennium Falken sicher ans Ziel bringen. Zwei Mitspieler fungieren als Piloten, zwei sind für das Abfeuern der Waffen zuständig und die anderen beiden müssen das Schiff reparieren, sobald es Schaden nimmt.

„Das Spiel läuft immer anders ab, je nachdem, wie geschickt sich die Besucher anstellen. Werden sie von gegnerischen Raumschiffen getroffen und der Schaden wird nicht repariert, wirkt sich das auf die Steuerung aus. Wichtig ist, dass die Mitspieler auf die richtigen Knöpfe drücken“, erklärt Chapek.

Ein zweiter Simulator der „Star Wars: Rise of the Resistance“ wird im Laufe dieses Jahres in Betrieb gehen. Dabei werden acht Gäste in Raumschiffen durch verschiedene Szenerien der finalen Trilogie manövriert.

Der Themenpark ist nicht nur eine Spielwiese, die Besucher können auch Geschäfte und Lokale betreten, die in den Filmen vorkommen. Eines davon ist „Oga‘s Cantina“. Hier brechen die Parkbetreiber sogar mit einer Tradition. „Erstmals seit Gründung von Disneyland wird innerhalb des Vergnügungsparkes Alkohol ausgeschenkt“, erzählt Chapek.

Vermutlich wirkt es befremdlich, wenn sich Schmuggler bei Zitronenlimonade und Himbeerkracherl über illegale Geschäfte unterhalten. Die intergalaktischen Getränke sind alle bunt. Im Lokal wird auch blaue Milch serviert, die schon Luke Skywalker schlürfte. Die eigenwillige Kreation steht als „Blue Bantha“ auf der Speisekarte.

Anhänger des Jedi-Ritters können sich auch ein Lichtschwert nach ihren eigenen Wünschen entwerfen lassen. Dabei haben die Besucher die Qual der Wahl. Es gibt 120.000 verschiedene Möglichkeiten, sich die Waffe der Jedi zusammenzustellen. Disney lässt sich das etwas kosten. Für ein selbst entworfenes Lichtschwert sind 200 Dollar (178 Euro) zu berappen. Modelle von der Stange sind günstiger. Als perfekter Abschluss findet ein Ausflug in den Themenpark im „Star Wars“-Hotel statt, das in den nächsten Monaten eröffnet werden soll. „Das Hotel wird ein Raumschiff im Weltall darstellen. Monitore vermitteln den Besuchern das Gefühl von den unendlichen Weiten der Galaxie“, erzählt Chapek. widlak