Jetzt anmelden
„Tatort“-Kommissarin Ulrike Folkerts, 58, spricht offen über ihr privates Liebesglück mit einer Frau
Die deutsche Schauspielerin Ulrike Folkerts ist vor allem als Kommissarin Lena Odenthal aus der Krimiserie „Tatort“ bekannt. Im Interview spricht die fesche 58jährige ganz offen über ihre Liebe zu einer Frau.
Sie leben seit 20 Jahren mit einer Frau. Wie empfanden Sie die Zeit nach Ihrer „Offenbarung“?
Ich musste völlig neu denken, wie die Welt um mich herum jetzt funktioniert. Wie bringe ich das meiner Umwelt bei? Wie möchte ich selbst damit leben? Das war auf jeden Fall ein großer Umbruch für mich.

Haben Sie ihn gemeistert?
Ich bin daraus ganz gut hervorgegangen. Ich fühle mich jetzt wohl und das hat großen Wert.

Ihr Geständnis geschah aber nicht ganz freiwillig …
Es war ein Geheimnis, das ich damals gerne für mich behalten hätte. Einfach, weil es im Filmgeschäft nicht besonders wichtig und vor allem nicht zuträglich für weitere Rollenangebote ist. Aber es kam halt heraus.

Sie sind in dieser Zeit Ihren Weg dennoch aufrecht gegangen?
Ja, um unglücklich zu werden, hatte ich glücklicherweise ein viel zu gutes Umfeld.

Sie leben seit mittlerweile 16 Jahren mit Ihrer Partnerin Katharina Schnitzler in Berlin (D). Ist eine Ehe für Sie eine Überlegung wert?
Eine Heirat mit allem Drum und Dran könnte ich mir schon vorstellen. Es gäbe aber auch die Möglichkeit, still und heimlich zum Notar zu gehen.

Worüber kann Ihre Freundin mit Ihnen in Streit geraten?
Wenn es um das Füttern der Katze geht. Bei uns führt das tatsächlich oft zu unterschiedlichen Vorgehensweisen, was unserem Liebling dann sogar zwei volle Fressnäpfe beschert.

Und wie sieht dann die Versöhnung bei Ihnen aus?
Ich kann generell nicht lange stur sein und suche daher auch schnell wieder das Gespräch.

Wirkt sich Streit bei Künstlern nicht stark auf die Arbeit aus?
Absolut richtig. Wenn ich emotional neben der Spur bin, dann habe ich zwar trotzdem die Disziplin, stundenlang vor der Kamera zu stehen. Es kann aber gut sein, dass ich danach ein bisschen zusammenklappe.

Sie spielen neben dem „Tatort“ auch noch Theater und halten Lesungen. Muten Sie sich damit nicht zu viel zu?
Nein. Ich vermeide es zum Beispiel, Projekte parallel zu machen. Denn das würde mich kräftemäßig wirklich schnell überfordern.

Und wie gehen Sie mit beruflichen „Lücken“ um?
Zeit ohne Arbeit macht mich nervös. Da werde ich unruhig und würde am liebsten so schnell wie möglich verreisen.

Aber?
Ich traue mich nicht, denn genau dann könnte ja das nächste interessante Angebot für mich kommen (lacht).