Jetzt anmelden
Auf den richtigen Platz kommt es an
Ein wichtiger Umstand, von dem die Pflanzengesundheit abhängt, ist zweifellos der richtige Standort der einzelnen Pflanzen. Er fördert nicht nur deren Gesundheit, er kann bei der Gestaltung Ihres grünen Refugiums eine wichtige Rolle spielen.


Schließlich ist es ja so – einzelne Gehölze an der richtigen Stelle gepflanzt, beinflussen das Erscheinungsbild des gesamten Gartens.
Ein geräumiger Garten, der auf den ersten Blick überschaubar ist, wirkt auf den Betrachter schnell langweilig. Teilen Sie hingegen die Fläche in kleinere Abschnitte, wird der Gartenbesucher neugierig und ist aufgefordert, den Garten zu durchwandern. Ein Raum, der nicht sofort einsehbar ist, lässt sich schon mit zwei, drei Sträuchern oder Stauden schaffen.

Ein sonniger, luftiger Platz

Beachten Sie jedoch, liebe Gartenfreunde, bei der Neupflanzung von Rosen, Blütenstauden und empfindlicheren Ziersträuchern, dass Sie einen sonnigen, eher luftigen Platz auswählen. Stehende und feuchte Luft begünstigen Rostkrankheiten, Grauschimmel und Mehltau. Zu dichter Bestand, also wenn Sie die Pflanzen zu dicht setzen, fördert ebenso diese Krankheiten. In diesem Fall können Sie bei bestehenden Pflanzungen durch regelmäßiges Schneiden und Auslichten den Befallsdruck mindern.

Da Rosen als sogenannte Tiefwurzler ihre „Fühler“ bis in sechs Meter Tiefe ausstrecken, muss der Boden mindestens zwei Spaten tief durchlässig sein. Stauende Nässe ist, wie für die meisten Gartenpflanzen, Gift. Ihre Wurzeln sind äußerst empfindlich gegen Wasser und beginnen rasch zu faulen.

Zur erfolgreichen Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten gehört natürlich das gewissenhafte Entfernen aller kranken und abgestorbenen Pflanzenteile. Am besten noch vor dem Austrieb oder nach der Vegetationszeit, aber auch während des Wachstumes ist eine gewisse Hygiene im Garten wichtig.

Pilzerkrankungen an Pflanzen, aber auch Schädlingsbefall können durch sogenannte Pflanzenstärkungsmittel vorbeugend lange Zeit, ja sogar völlig verhindert werden. Ein solches Mittel ist der Zinnkraut-Tee.

Ein hilfreicher Sud

Zinnkraut, auch Ackerschachtelhalm genannt, wird etwa zwei Stunden ausgekocht (1 kg Kraut in 10 Liter Wasser). Diesen Sud verdünnen Sie bitte und besprühen damit die Pflanzen ein Mal wöchentlich, vorzugsweise in der Früh, damit die Blätter tagsüber wieder abtrocknen können.

Die im Zinnkraut enthaltene Kieselsäure lagert sich in den Zellwänden ein und bewirkt auch ein gutes Ausreifen der Zellen. Auf diese Weise wird das Eindringen von Pilzsporen und Anstechen durch Insekten stark vermindert.

Meister-Gärtner Johannes Käfer
www.blumenkaefer.at