Bob Dylan: „Ich wollte wildes Haar haben“
Er gilt längst als lebende Legende mit höchsten Ehren. So nannte ihn Leonard Cohen einst den „Picasso des Komponierens“. Zudem wurde der Amerikaner Bob Dylan, 85, als erster Musiker mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.
Nun ist er auf Tournee und gibt am 11. und 12. November ein Konzert in der Wiener Stadthalle. Am 14. November tritt er in der Salzburgarena in Salzburg auf.
Über den Mann, von dem gesagt wird, dass er Interviews zu einem Unterhaltungsvergnügen werden lässt, hat Heinrich Detering im Verlag Kampa Gespräche aus 60 Jahren im Buch „Bob Dylan, Ich bin nur ich selbst, wer immer das ist“ zusammengefasst und für alle
Dylan-Anhänger herausgegeben.
Aus einem Radiointerviewdes Jahres 1962:
Warum haben Sie dem Rock ‘n‘ Roll den Rücken gekehrt und sich der Folkmusik zugewandt?
Na ja, ich habe mich nichts zugewandt – das waren einfach nur … Ich weiß nicht, ich brauche keinen Namen dafür, ich habe eigentlich nicht Rock ‘n‘ Roll gesungen.
Ich habe Muddy-Waters-Songs gesungen, Lieder geschrieben und Woody-Guthrie-Songs gesungen und auch welche von Hank Williams, Johnny Cash …
Sie haben einen der rasantesten Aufstiege in der Folkmusik gehabt. Haben Sie das auch so empfunden?
Ja, aber ich mache eigentlich nicht das Folksänger-Ding … Ich spiele nicht im ganzen Land, ich bin nicht auf Tournee oder so, wie die anderen Folksänger. Ich spiele nur ab und zu Folkmusik, aber ich mag auch andere Sachen, und ich singe auch andere Sachen als Folk.
Könnten Sie ein wenig über eigene Lieder, die Sie singen, erzählen?
Das sind … Ich behaupte nicht, dass es Folklieder sind oder so was. Ich nenne sie einfach zeitgenössische Lieder. Manche Menschen malen, wenn sie etwas zu sagen haben, andere Menschen schreiben Bücher, und ich schreibe halt Lieder … das ist nichts anderes.
Auf einer Pressekonferenz
im Jahr 1965:
Ist es wahr, dass Sie Ihren Namen geändert haben?
Und wenn ja, was war Ihr wirklicher Name?
Mein wirklicher Name war Kunezevitch. Ich habe ihn
geändert, damit nicht immerzu die Verwandten ankommen, in verschiedenen Teilen des Landes, und Konzertkarten und all so was verlangen.
Kunezevitch?
Kunezevitch, ja.
War das Ihr Vor- oder Ihr Nachname?
Das war der Vorname. (Gelächter und Beifall.) Den Nachnamen will ich Ihnen wirklich nicht verraten. (Gelächter).
Aus einem Gespräch
im Jahr 1978:
Hat sich Ihre Einstellung zu Frauen in
Ihren Liedern verändert?
Ja. Am Anfang habe ich eher über Widersprüche, Obsessionen oder Ablehnung geschrieben. Und ich habe dabei meine Realität auf etwas projiziert, was keine eigene Realität zu haben schien.
Wodurch hat sich diese Einstellung verändert?
Durch Gleichgültigkeit.
Durch Gleichgültigkeit?
Wenn man älter wird, berühren einen bestimmte Dinge nicht mehr so wie in der Zeit, wenn man noch nach Standpunkten sucht.
Aus einem Gespräch, das im
Jahr 2017 stattgefunden hat:
In welchem Format hören Sie Musik?
Streamen Sie Musik?
Ich höre meistens CDs.
Im Jahr 1966 hatten Sie die wildesten Haare, die man
je gesehen hat. Wenn Sie sie glattgestrichen hätten –
hätten Sie aus dem Haus gehen können und
niemand hätte Sie erkannt?
Ja, aber das wollte ich nicht.
Ich wollte wie Little Richard aussehen. Ich wollte wildes Haar haben, ich wollte erkannt werden.
Über den Mann, von dem gesagt wird, dass er Interviews zu einem Unterhaltungsvergnügen werden lässt, hat Heinrich Detering im Verlag Kampa Gespräche aus 60 Jahren im Buch „Bob Dylan, Ich bin nur ich selbst, wer immer das ist“ zusammengefasst und für alle
Dylan-Anhänger herausgegeben.
Aus einem Radiointerviewdes Jahres 1962:
Warum haben Sie dem Rock ‘n‘ Roll den Rücken gekehrt und sich der Folkmusik zugewandt?
Na ja, ich habe mich nichts zugewandt – das waren einfach nur … Ich weiß nicht, ich brauche keinen Namen dafür, ich habe eigentlich nicht Rock ‘n‘ Roll gesungen.
Ich habe Muddy-Waters-Songs gesungen, Lieder geschrieben und Woody-Guthrie-Songs gesungen und auch welche von Hank Williams, Johnny Cash …
Sie haben einen der rasantesten Aufstiege in der Folkmusik gehabt. Haben Sie das auch so empfunden?
Ja, aber ich mache eigentlich nicht das Folksänger-Ding … Ich spiele nicht im ganzen Land, ich bin nicht auf Tournee oder so, wie die anderen Folksänger. Ich spiele nur ab und zu Folkmusik, aber ich mag auch andere Sachen, und ich singe auch andere Sachen als Folk.
Könnten Sie ein wenig über eigene Lieder, die Sie singen, erzählen?
Das sind … Ich behaupte nicht, dass es Folklieder sind oder so was. Ich nenne sie einfach zeitgenössische Lieder. Manche Menschen malen, wenn sie etwas zu sagen haben, andere Menschen schreiben Bücher, und ich schreibe halt Lieder … das ist nichts anderes.
Auf einer Pressekonferenz
im Jahr 1965:
Ist es wahr, dass Sie Ihren Namen geändert haben?
Und wenn ja, was war Ihr wirklicher Name?
Mein wirklicher Name war Kunezevitch. Ich habe ihn
geändert, damit nicht immerzu die Verwandten ankommen, in verschiedenen Teilen des Landes, und Konzertkarten und all so was verlangen.
Kunezevitch?
Kunezevitch, ja.
War das Ihr Vor- oder Ihr Nachname?
Das war der Vorname. (Gelächter und Beifall.) Den Nachnamen will ich Ihnen wirklich nicht verraten. (Gelächter).
Aus einem Gespräch
im Jahr 1978:
Hat sich Ihre Einstellung zu Frauen in
Ihren Liedern verändert?
Ja. Am Anfang habe ich eher über Widersprüche, Obsessionen oder Ablehnung geschrieben. Und ich habe dabei meine Realität auf etwas projiziert, was keine eigene Realität zu haben schien.
Wodurch hat sich diese Einstellung verändert?
Durch Gleichgültigkeit.
Durch Gleichgültigkeit?
Wenn man älter wird, berühren einen bestimmte Dinge nicht mehr so wie in der Zeit, wenn man noch nach Standpunkten sucht.
Aus einem Gespräch, das im
Jahr 2017 stattgefunden hat:
In welchem Format hören Sie Musik?
Streamen Sie Musik?
Ich höre meistens CDs.
Im Jahr 1966 hatten Sie die wildesten Haare, die man
je gesehen hat. Wenn Sie sie glattgestrichen hätten –
hätten Sie aus dem Haus gehen können und
niemand hätte Sie erkannt?
Ja, aber das wollte ich nicht.
Ich wollte wie Little Richard aussehen. Ich wollte wildes Haar haben, ich wollte erkannt werden.








