Brustkrebs-Patientin appelliert: „Es gibt kein Warten auf den idealen Moment“
Die Britin Amanda Barnes, 49, leidet an unheilbarem Brustkrebs.
Mit dieser düsteren Prognose konfrontiert, beschloss sie, ihren Traum nicht länger aufzuschieben. Sie wollte unbedingt einmal im Leben eine Braut sein.
Mit dieser düsteren Prognose konfrontiert, beschloss sie, ihren Traum nicht länger aufzuschieben. Sie wollte unbedingt einmal im Leben eine Braut sein.
Amanda Barnes schlüpfte in das Brautkleid, von dem sie so lange geträumt hatte: weiße Spitze, ein figurbetontes Oberteil mit herzförmigem Ausschnitt und ein langer Schlitz im Rock. Für einen Augenblick konnte die 49jährige alle Sorgen ausblenden.
Familie und Freunde waren zusammengekommen, um diesen großen Tag mit ihr zu feiern. Was fehlte, war ein Bräutigam – und Zeit. Denn die Britin leidet an unheilbarem Brustkrebs, der sich bereits auf andere Körperteile ausgebreitet hat. Jeder Tag könnte ihr letzter sein.
Am 16. August 2026 sollte der Krebs ausnahmsweise nicht die Hauptrolle spielen. Barnes feierte ihre Solo-Hochzeit und erfüllte sich damit einen lang ersehnten Traum. Dafür hatte sie ein Hotel in der englischen Grafschaft Devon gemietet. „Es gab zwar keinen Bräutigam, aber das war mir völlig egal, denn an Liebe hat es nicht gefehlt“, sagt Barnes überglücklich.
Vier Jahre zuvor, im Oktober 2021, hatte Barnes erstmals unter ihrer linken Achsel einen Knoten entdeckt. „Ungefähr so groß wie zwei Weintrauben“, erinnert sie sich. Dazu kamen Hitzewallungen, Kälteschauer und eine Schwellung in der linken Brust. Sie fühlte sich krank und erschöpft. Anfang November folgte ein Ultraschall. Der Befund war unauffällig, doch das Gefühl, dass etwas nicht stimmte, blieb.
Im März 2022 ließ sie sich erneut untersuchen. Wieder hieß es, es sei nichts zu erkennen. Doch die Beschwerden verschwanden nicht. „Nachdem all diese Untersuchungen immer wieder als ‚unauffällig‘ eingestuft wurden, kam ich mir wie eine Hypochonderin vor, als würde ich mir all das nur einbilden“, erzählt sie. Erst eine Biopsie im Juni brachte die schreckliche Gewissheit. Ein Monat später erhielt sie die Diagnose „Brustkrebs im Stadium drei“.
„Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich habe nie geraucht, kaum Alkohol getrunken und auf eine gesunde Ernährung geachtet.“ Auch wurde keine bekannte BRCA-Genmutation festgestellt, die mit erblichem Brustkrebs in Verbindung steht. „Manchmal können wir alles richtig machen und trotzdem unglaubliches Pech haben.“
Im Oktober folgte der nächste Schock. Ein PET-Scan zeigte, dass sich der Krebs bereits auf ihre Wirbelsäule ausgebreitet hatte. Aus Stadium drei wurde schlagartig Stadium vier. Die Krankheit hatte metastasiert, die Prognose war düster.
„Die Ärzte meinten, möglicherweise würde ich den März nicht mehr erleben. Ich konnte es einfach nicht glauben“, sagt Barnes. „Es war schrecklich, einen Zeitpunkt genannt zu bekommen. Dieses Datum hat mich nie losgelassen. Aber ich bin immer noch hier.“
Sie unterzog sich einer Strahlentherapie, wodurch die Tumore an der Wirbelsäule wieder schrumpften. Barnes versuchte bestmöglich, sich ihr Leben nicht vollständig vom Krebs diktieren zu lassen. Sie ging wandern, reiste und verbrachte Urlaube mit ihren Kindern Connor, 20, und Ruby, 17. „Ich wollte draußen sein und etwas erleben. Ich wollte Mutter sein, nicht nur Patientin.“
Alle drei Monate wurde sie mit PET-Scans kontrolliert. Mit jeder Untersuchung kehrte die Angst zurück und es kostete sie „manchmal alle Kraft, einen einzigen Tag zu bewältigen“. Im März 2026 verschlechterte sich die Situation erneut. Der Krebs hatte sich mittlerweile auf ihre Hüften und Oberschenkelknochen ausgebreitet.
Während der Chemotherapie rückte eine Frage immer näher: „Was möchte ich noch erleben, solange ich es noch kann?“ Sie dachte an ihren langjährigen Traum, der
bereits Jahre vor der Diagnose existierte – einmal im
Leben eine Braut zu sein.
Amanda Barnes war Single. Sie hat nie den richtigen Partner gefunden, mit dem sie eine Hochzeit hätte feiern können. Doch die Vorstellung, in einem wunderschönen Brautkleid vor ihren Liebsten zu stehen, hat sie nie
losgelassen. „Warum sollte ich diesen Wunsch aufgeben, nur weil das Leben anders verlaufen ist als geplant?
Ich wollte mir selbst etwas schenken, das nicht von einer Diagnose, einer Partnerschaft oder dem
perfekten Zeitpunkt abhängt.“
Nur zehn Tage nach ihrem Entschluss erhielt sie die nächste Hiobsbotschaft. Nach fünf Chemotherapie-Zyklen wurde Barnes gesagt, dass der Krebs sich auf ihr Gehirn ausgebreitet hatte. Auch ihr rechtes Auge war betroffen, auf dem sie mittlerweile die Sehkraft verloren hat.
Mehr als 700.000 Pfund (etwa 825.000 Euro) hat die Unternehmensdirektorin in den vergangenen Jahren für private Behandlungen ausgegeben. „Der Krebs hat mir viel genommen“, sagt sie, „aber ich will nicht zulassen, dass er mir auch noch die Lebensfreude raubt. Ich bin noch hier und habe vor, weiterzuleben.“
Dabei macht sich die Britin keine Illusionen über die Schwere ihrer Erkrankung. Obwohl sie weiß, dass es keine Heilung gibt, ist sie noch nicht bereit, aufzugeben.
10,5 Millionen Aufrufe erzielten die Fotos und Videos ihrer Solo-Hochzeit, die in den sozialen Netzwerken
geteilt wurden. Damit sendet Amanda Barnes eine ebenso klare wie kraftvolle Botschaft an die Welt:
„Es gibt kein Warten auf den richtigen Moment. Macht die Reise. Tragt das Kleid. Verbringt Zeit mit euren Kindern. Sagt den Menschen, die ihr liebt, was sie euch bedeuten. Schafft Erinnerungen, solange ihr könnt.“
Familie und Freunde waren zusammengekommen, um diesen großen Tag mit ihr zu feiern. Was fehlte, war ein Bräutigam – und Zeit. Denn die Britin leidet an unheilbarem Brustkrebs, der sich bereits auf andere Körperteile ausgebreitet hat. Jeder Tag könnte ihr letzter sein.
Am 16. August 2026 sollte der Krebs ausnahmsweise nicht die Hauptrolle spielen. Barnes feierte ihre Solo-Hochzeit und erfüllte sich damit einen lang ersehnten Traum. Dafür hatte sie ein Hotel in der englischen Grafschaft Devon gemietet. „Es gab zwar keinen Bräutigam, aber das war mir völlig egal, denn an Liebe hat es nicht gefehlt“, sagt Barnes überglücklich.
Vier Jahre zuvor, im Oktober 2021, hatte Barnes erstmals unter ihrer linken Achsel einen Knoten entdeckt. „Ungefähr so groß wie zwei Weintrauben“, erinnert sie sich. Dazu kamen Hitzewallungen, Kälteschauer und eine Schwellung in der linken Brust. Sie fühlte sich krank und erschöpft. Anfang November folgte ein Ultraschall. Der Befund war unauffällig, doch das Gefühl, dass etwas nicht stimmte, blieb.
Im März 2022 ließ sie sich erneut untersuchen. Wieder hieß es, es sei nichts zu erkennen. Doch die Beschwerden verschwanden nicht. „Nachdem all diese Untersuchungen immer wieder als ‚unauffällig‘ eingestuft wurden, kam ich mir wie eine Hypochonderin vor, als würde ich mir all das nur einbilden“, erzählt sie. Erst eine Biopsie im Juni brachte die schreckliche Gewissheit. Ein Monat später erhielt sie die Diagnose „Brustkrebs im Stadium drei“.
„Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich habe nie geraucht, kaum Alkohol getrunken und auf eine gesunde Ernährung geachtet.“ Auch wurde keine bekannte BRCA-Genmutation festgestellt, die mit erblichem Brustkrebs in Verbindung steht. „Manchmal können wir alles richtig machen und trotzdem unglaubliches Pech haben.“
Im Oktober folgte der nächste Schock. Ein PET-Scan zeigte, dass sich der Krebs bereits auf ihre Wirbelsäule ausgebreitet hatte. Aus Stadium drei wurde schlagartig Stadium vier. Die Krankheit hatte metastasiert, die Prognose war düster.
„Die Ärzte meinten, möglicherweise würde ich den März nicht mehr erleben. Ich konnte es einfach nicht glauben“, sagt Barnes. „Es war schrecklich, einen Zeitpunkt genannt zu bekommen. Dieses Datum hat mich nie losgelassen. Aber ich bin immer noch hier.“
Sie unterzog sich einer Strahlentherapie, wodurch die Tumore an der Wirbelsäule wieder schrumpften. Barnes versuchte bestmöglich, sich ihr Leben nicht vollständig vom Krebs diktieren zu lassen. Sie ging wandern, reiste und verbrachte Urlaube mit ihren Kindern Connor, 20, und Ruby, 17. „Ich wollte draußen sein und etwas erleben. Ich wollte Mutter sein, nicht nur Patientin.“
Alle drei Monate wurde sie mit PET-Scans kontrolliert. Mit jeder Untersuchung kehrte die Angst zurück und es kostete sie „manchmal alle Kraft, einen einzigen Tag zu bewältigen“. Im März 2026 verschlechterte sich die Situation erneut. Der Krebs hatte sich mittlerweile auf ihre Hüften und Oberschenkelknochen ausgebreitet.
Während der Chemotherapie rückte eine Frage immer näher: „Was möchte ich noch erleben, solange ich es noch kann?“ Sie dachte an ihren langjährigen Traum, der
bereits Jahre vor der Diagnose existierte – einmal im
Leben eine Braut zu sein.
Amanda Barnes war Single. Sie hat nie den richtigen Partner gefunden, mit dem sie eine Hochzeit hätte feiern können. Doch die Vorstellung, in einem wunderschönen Brautkleid vor ihren Liebsten zu stehen, hat sie nie
losgelassen. „Warum sollte ich diesen Wunsch aufgeben, nur weil das Leben anders verlaufen ist als geplant?
Ich wollte mir selbst etwas schenken, das nicht von einer Diagnose, einer Partnerschaft oder dem
perfekten Zeitpunkt abhängt.“
Nur zehn Tage nach ihrem Entschluss erhielt sie die nächste Hiobsbotschaft. Nach fünf Chemotherapie-Zyklen wurde Barnes gesagt, dass der Krebs sich auf ihr Gehirn ausgebreitet hatte. Auch ihr rechtes Auge war betroffen, auf dem sie mittlerweile die Sehkraft verloren hat.
Mehr als 700.000 Pfund (etwa 825.000 Euro) hat die Unternehmensdirektorin in den vergangenen Jahren für private Behandlungen ausgegeben. „Der Krebs hat mir viel genommen“, sagt sie, „aber ich will nicht zulassen, dass er mir auch noch die Lebensfreude raubt. Ich bin noch hier und habe vor, weiterzuleben.“
Dabei macht sich die Britin keine Illusionen über die Schwere ihrer Erkrankung. Obwohl sie weiß, dass es keine Heilung gibt, ist sie noch nicht bereit, aufzugeben.
10,5 Millionen Aufrufe erzielten die Fotos und Videos ihrer Solo-Hochzeit, die in den sozialen Netzwerken
geteilt wurden. Damit sendet Amanda Barnes eine ebenso klare wie kraftvolle Botschaft an die Welt:
„Es gibt kein Warten auf den richtigen Moment. Macht die Reise. Tragt das Kleid. Verbringt Zeit mit euren Kindern. Sagt den Menschen, die ihr liebt, was sie euch bedeuten. Schafft Erinnerungen, solange ihr könnt.“
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