Paraderolle für Jan Josef Liefers: Der getriebene Tollpatsch
Ein Mann wird als Typ „von gestern“ verdächtigt. Jan Josef Liefers kennt sich mit solchen Situationen aus.
Die Zeiten sind heikel. Das muss der Familienvater Heinz Hellmich (Jan Josef Liefers, 62) schmerzhaft feststellen, als ihm nach einigen ungeschickten Handlungen in der Firma der Arbeitsverlust droht. Ein „alter weißer Mann“ soll er sein. Um das Gegenteil zu beweisen, lädt er seinen Chef und eine Handvoll weiterer Gäste zu einer Party mit seiner Familie ein. Gemeinsam mit seinen Lieben will er sich von der besten und modernsten Seite präsentieren.
Doch wie das eben so ist, wenn man den „perfekten“ Abend vorbereiten will: Der Zwang führt zu Anspannung, und Heinz Hellmich tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Dabei stellt er fest, dass auch seine Frau Carla (Nadja Uhl, 54), seine Kinder und Opa Georg (Friedrich von Thun, 84) nicht gerade pure Harmonie ausstrahlen.
Als nach vielen Turbulenzen endlich alle an einem Tisch sitzen, beginnt die politisch korrekte Fassade schnell zu bröckeln. Alte Streitigkeiten brechen auf, überraschende Gäste sorgen für immer neue Wendungen, und die Runde pflügt chaotisch durch das Minenfeld der brisantesten Themen unserer Zeit. Bis am Ende die Frage steht, wie es möglich ist, trotz aller Streitereien Brücken zu bauen – in der Familie Hellmich wie in der gesamten Gesellschaft …
„Als mich der Regisseur Simon Verhoeven anrief und mir die Rolle anbot, fragte ich mich zuerst, wieso kommt er bei ,alter weißer Mann‘ ausgerechnet auf mich“, erzählt Jan Josef Liefers lachend. „Aber dann las ich das Drehbuch und wusste, das ist für mich wirklich eine Traumrolle.“
Der Grund dafür liegt auf der Hand. „Dieser Heinz, den ich spiele, ist gar nicht der typische ,alte weiße Mann‘“, so Liefers. „Er will sich weiterentwickeln, dazulernen, die neue Zeit verstehen und alles richtig machen. Aber er steht im Zentrum eines Kreuzfeuers aus verschiedenen, manchmal extremen Meinungen, zu denen er sich richtig verhalten soll. Das fand ich insofern interessant, weil es mir auch im echten Leben manchmal so geht.
Da habe ich dann das Gefühl, als würden mich hundert unsichtbare Hände beim Kragen packen, in ihre Richtung ziehen und verlangen: ,Du musst jetzt unbedingt sofort das Richtige sagen, machen, musst dich entscheiden, auf welcher Seite du stehst.‘ Kaum beginne ich darüber nachzudenken, packt mich die nächste Hand und zerrt mich in die entgegengesetzte Richtung. Da hilft nur noch Humor.“
Doch wie das eben so ist, wenn man den „perfekten“ Abend vorbereiten will: Der Zwang führt zu Anspannung, und Heinz Hellmich tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Dabei stellt er fest, dass auch seine Frau Carla (Nadja Uhl, 54), seine Kinder und Opa Georg (Friedrich von Thun, 84) nicht gerade pure Harmonie ausstrahlen.
Als nach vielen Turbulenzen endlich alle an einem Tisch sitzen, beginnt die politisch korrekte Fassade schnell zu bröckeln. Alte Streitigkeiten brechen auf, überraschende Gäste sorgen für immer neue Wendungen, und die Runde pflügt chaotisch durch das Minenfeld der brisantesten Themen unserer Zeit. Bis am Ende die Frage steht, wie es möglich ist, trotz aller Streitereien Brücken zu bauen – in der Familie Hellmich wie in der gesamten Gesellschaft …
„Als mich der Regisseur Simon Verhoeven anrief und mir die Rolle anbot, fragte ich mich zuerst, wieso kommt er bei ,alter weißer Mann‘ ausgerechnet auf mich“, erzählt Jan Josef Liefers lachend. „Aber dann las ich das Drehbuch und wusste, das ist für mich wirklich eine Traumrolle.“
Der Grund dafür liegt auf der Hand. „Dieser Heinz, den ich spiele, ist gar nicht der typische ,alte weiße Mann‘“, so Liefers. „Er will sich weiterentwickeln, dazulernen, die neue Zeit verstehen und alles richtig machen. Aber er steht im Zentrum eines Kreuzfeuers aus verschiedenen, manchmal extremen Meinungen, zu denen er sich richtig verhalten soll. Das fand ich insofern interessant, weil es mir auch im echten Leben manchmal so geht.
Da habe ich dann das Gefühl, als würden mich hundert unsichtbare Hände beim Kragen packen, in ihre Richtung ziehen und verlangen: ,Du musst jetzt unbedingt sofort das Richtige sagen, machen, musst dich entscheiden, auf welcher Seite du stehst.‘ Kaum beginne ich darüber nachzudenken, packt mich die nächste Hand und zerrt mich in die entgegengesetzte Richtung. Da hilft nur noch Humor.“








