Freddy Quinn feiert 95. Geburtstag: Der Seemann aus dem Weinviertel
Er ist trotz seines Alters gut in Schuss. Dennoch wird es zu seinem 95er keine großen Feierlichkeiten geben. Freddy Quinn hat‘s lieber ruhig.
Auf die Welt kam Manfred Nidl am 27. September 1931 in Niederfladnitz im niederösterreichischen Weinviertel als unehelicher Sohn einer Journalistin. Die Alleinerzieherin zog mit dem Buben nach Wien, wo er aufwuchs und in die Schule ging. Die Mama heiratete, danach hieß der Sohn Manfred von Petz. Seinen Stiefvater konnte er allerdings nicht ausstehen, seinen leiblichen Vater lernte er laut seiner Autobiografie „Wie es wirklich war“ niemals kennen.
Als 16jähriger pfiff der junge Mann auf die Schule und schloss sich einem Zirkus an, wo er Saxophon spielen durfte und als Seiltänzer ausgebildet wurde. In den fünfziger Jahren landete er schließlich mit einer Gitarre bewaffnet in der deutschen Hansestadt Hamburg, wo er in der „Washington Bar“ rührselige Seemannslieder sang, von „La Paloma“ abwärts.
Einem Musikmanager gefiel die Stimme, Manfred von Petz wurde in Freddy Quinn umbenannt und auf seiner ersten Single sang er „Heimweh“, eine deutsche Version des Welthits „Memories Are Made Of This“ von Dean Martin (1917–1995).
Der Amerikaner verkaufte davon zwei Millionen Platten, was Quinn allein schon im deutschen Sprachraum glückte. Weltweit brachte er es auf einen Verkauf von acht Millionen. Es folgten weitere Hits wie etwa „Heimatlos“, „Die Gitarre und das Meer“ und „Junge, komm bald wieder“. Er spielte auch Filmhauptrollen, darunter in „Freddy unter fremden Sternen“, die alle seinen Ruf des einsamen Seemannes untermauerten. In Wirklichkeit war er seit 1956 mit Lilli Blessmann liiert, die er als seine Managerin ausgab. Die beiden blieben ein Paar bis zu ihrem Tod im Jahr 2008.
Singen und Schauspielen waren Freddy Quinn nicht genug. Er bewährte sich auch als Theaterdarsteller, Musicalsänger und – vor allem – als Zirkusakrobat. „Wer einmal Zirkusluft geschnuppert hat, kommt davon nicht los“, meinte er. „Das Wichtigste, was ich damals gelernt habe, war Disziplin – und Respekt vor dem Publikum und ehrlicher Arbeit zu haben.“
Quinn moderierte die Sendungen „Zirkus, Zirkus“ sowie „Manegen der Welt“ und trat selbst – ohne Sicherung – auf dem Hochseil als Seiltänzer auf. Von Monacos Fürst Rainier erhielt er dafür einen „Zirkus-Oscar“.
Nach dem Tod seiner Lebensgefährtin zog sich Quinn nahezu ganz aus der Öffentlichkeit zurück. Bis 2023. Damals beschlossen er und seine Freundin Rosi, 67, die er schon jahrelang kannte, zu heiraten. Bei der Zeremonie bewies er Humor und sagte zum Standesbeamten: „Sprechen Sie bitte laut, ich habe mein Hörgerät nicht drin. Aber keine Sorge: Ich habe schon mitbekommen, worum es hier geht.“
Heute wohnt Freddy Quinn mit seiner Frau auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein (D). Eine große Feier wird es zu seinem 95. Geburtstag nicht geben. Ein gutes Essen und seine Rosi reichen ihm.
Als 16jähriger pfiff der junge Mann auf die Schule und schloss sich einem Zirkus an, wo er Saxophon spielen durfte und als Seiltänzer ausgebildet wurde. In den fünfziger Jahren landete er schließlich mit einer Gitarre bewaffnet in der deutschen Hansestadt Hamburg, wo er in der „Washington Bar“ rührselige Seemannslieder sang, von „La Paloma“ abwärts.
Einem Musikmanager gefiel die Stimme, Manfred von Petz wurde in Freddy Quinn umbenannt und auf seiner ersten Single sang er „Heimweh“, eine deutsche Version des Welthits „Memories Are Made Of This“ von Dean Martin (1917–1995).
Der Amerikaner verkaufte davon zwei Millionen Platten, was Quinn allein schon im deutschen Sprachraum glückte. Weltweit brachte er es auf einen Verkauf von acht Millionen. Es folgten weitere Hits wie etwa „Heimatlos“, „Die Gitarre und das Meer“ und „Junge, komm bald wieder“. Er spielte auch Filmhauptrollen, darunter in „Freddy unter fremden Sternen“, die alle seinen Ruf des einsamen Seemannes untermauerten. In Wirklichkeit war er seit 1956 mit Lilli Blessmann liiert, die er als seine Managerin ausgab. Die beiden blieben ein Paar bis zu ihrem Tod im Jahr 2008.
Singen und Schauspielen waren Freddy Quinn nicht genug. Er bewährte sich auch als Theaterdarsteller, Musicalsänger und – vor allem – als Zirkusakrobat. „Wer einmal Zirkusluft geschnuppert hat, kommt davon nicht los“, meinte er. „Das Wichtigste, was ich damals gelernt habe, war Disziplin – und Respekt vor dem Publikum und ehrlicher Arbeit zu haben.“
Quinn moderierte die Sendungen „Zirkus, Zirkus“ sowie „Manegen der Welt“ und trat selbst – ohne Sicherung – auf dem Hochseil als Seiltänzer auf. Von Monacos Fürst Rainier erhielt er dafür einen „Zirkus-Oscar“.
Nach dem Tod seiner Lebensgefährtin zog sich Quinn nahezu ganz aus der Öffentlichkeit zurück. Bis 2023. Damals beschlossen er und seine Freundin Rosi, 67, die er schon jahrelang kannte, zu heiraten. Bei der Zeremonie bewies er Humor und sagte zum Standesbeamten: „Sprechen Sie bitte laut, ich habe mein Hörgerät nicht drin. Aber keine Sorge: Ich habe schon mitbekommen, worum es hier geht.“
Heute wohnt Freddy Quinn mit seiner Frau auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein (D). Eine große Feier wird es zu seinem 95. Geburtstag nicht geben. Ein gutes Essen und seine Rosi reichen ihm.








