Die Toten vom Bodensee: Kommissar ermittelt im Koma
Jubiläum am Bodensee. Zum 25. Mal klärt Matthias Koeberlin als Kommissar ein Verbrechen auf – unter erschwerten Bedingungen.
Kommissar Micha Oberländer (Matthias Koeberlin, 52) wird bei einer rasanten Verfolgungsjagd so schwer verletzt, dass er ins Spital eingeliefert werden muss, wo er ins Koma fällt. Ob er überleben wird, ist unklar.

Seine Kollegin Mara Eisler (Anna Werner Friedmann, 34) und Chefinspektor Thomas Komlatschek (Hary Prinz, 61) entdecken in der Nähe der Stelle, an der Oberländer gefunden wurde, die Leiche eines Touristen. Die beiden sind davon überzeugt, dass Oberländer eine heiße Spur im aktuellen Fall des toten Priesters Simon Kämmerer verfolgt hat.

Die letzten Aufzeichnungen ihres Kollegen sowie die Vergangenheit des Mordopfers führen Eisler und Komlatschek zu einem Heim für schwererziehbare Kinder, das aufgrund von Misshandlungs-Anschuldigungen vor 20 Jahren geschlossen wurde. Eine Welt voller Angst, Unterdrückung und Einsamkeit offenbart sich. Was ist hier damals Tragisches geschehen und wie hängt es mit den rätselhaften Notizen zu einem Schachspiel zusammen, die an den Wänden des verlassenen Gebäudes hinterlassen wurden?

Während Eisler und Komlatschek um Oberländers Überleben bangen, ermittelt dieser in der traumartigen Schattenwelt des Komas. Doch je näher er der Identität des Täters kommt, umso weiter wird er hinab in die Dunkelheit gezogen. Ob er rechtzeitig erwacht, um durch seine Hinweise eine lange geplante Racheserie zu verhindern, ist fraglich.

In Deutschland wird „Im Schattenreich“ noch vor der Ausstrahlung von Auskennern als „eine der fesselndsten Folgen“ der Bodensee-Krimis gelobt. Es ist der 25. Film der Reihe, und Matthias Koeberlin ist als Kommissar von Beginn an die Galionsfigur des Kampfes gegen die Bösewichte. „Die Rolle ist für mich auch nach zwölf Jahren immer noch spannend und erfüllend“, erklärt er. „Das ist nicht selbstverständlich. Wir finden immer wieder neue Wege, die Figur weiterzuentwickeln.“

Ein Ausstieg war für ihn bisher nie ein Thema. „Solange ich das Gefühl habe, dass die Figur des Micha Oberländer nicht zu Ende erzählt ist, gibt es für mich auch keinen Grund, aufzuhören“, betont er.

Zur Frage, was die Topquoten und die Beliebtheit der Reihe ausmachen, meint Koeberlin: „Einen solchen Erfolg zu erklären, ist immer schwierig. Denn wenn man es planen könnte, würden es ja alle machen. Ich kann nur vermuten, dass wir mit unseren Figuren und Fällen einen Nerv bei den Zuschauern treffen, der sie neugierig bleiben lässt. Dazu kommt der attraktive Schauplatz.“

Der gefällt Koeberlin auch privat, er wohnt auf der österreichischen Seite des Bodensees.