Chiara Schoras macht andere glücklich: In die Kuppel-Falle getappt
Die „Herzkino“-Reihe ist wieder da. Und sie beginnt mit der Geschichte einer Frau, deren Beruf es ist, anderen zum Liebesglück zu verhelfen. Dabei verliebt sie sich selbst.
Der Begriff „Wingwoman“ stammt aus dem Englischen und wird im Deutschen mit „Flügelfrau“ übersetzt. Es handelt sich dabei um eine Frau, die anderen behilflich ist, Kontakt zu einem gewünschten Partner zu finden.

Caro (Chiara Schoras, 50) ist so eine Person, die wir hierzulande schlicht als Kupplerin bezeichnen würden. Auf professioneller Basis stand sie bereits vielen Männern und Frauen beim Kennenlernen zur Seite. Ihr Erfolgsgeheimnis dabei ist: Sie versucht niemanden zu ändern, sondern hat ein Auge für das Beste in ihr oder ihm.

Aber dann passiert, was einer Profi-„Wingwoman“ nie passieren sollte. Bei Caros neuer Klientin handelt es sich um die berühmte Pianistin Anya Urbanski (Sarah Bauerett, 42), eine nicht einfach zu behandelnde Persönlichkeit, deren Wunschpartner der attraktive Musiklehrer Marc Ahmadi (Tom Beck, 48) ist. Und just diesen Typ himmelt die nach einer gescheiterten Ehe verunsicherte Caro selbst seit einiger Zeit an.

Zunächst versucht sie, ihre Gefühle zu ignorieren – ein Profi verliebt sich nicht. Doch schon bald merkt sie, dass das nicht klappt. Zudem ist sie auch noch privat gefordert. Ihre 17jährige Tochter will die Schule abbrechen, und Caros Ex-Mann nimmt das gelassen zur Kenntnis. Anstatt sich als Vater zu engagieren, konzentriert er sich lieber darauf, seine Ex-Frau zurückzugewinnen …

„Zwei Dinge haben mich in unserer Geschichte besonders berührt“, gesteht Chiara Schoras. „Zum einen, dass Caro merkt, dass ihre Tochter erwachsen wird und sich von der Mama endgültig abnabelt. Zum anderen, dass sie sich als Kupplerin um jeden Preis professionell verhalten möchte, ehe ihr dann klar wird, dass sie selbst nicht das lebt, was sie anderen predigt.“

Auch Sarah Bauerett entdeckte in der von ihr gespielten Rolle der Anya große Höhen und Tiefen. „Als Pianistin ist sie einem gewaltigen Leistungsdruck ausgesetzt, und unter diesem Druck kann ihre Musik gar nicht mehr atmen. Sie sitzt am Flügel und merkt, dass alle anderen von ihrem Spiel tief berührt sind, nur sie selbst nicht mehr. Ähnliches kenne ich auch vom Schauspiel – optimiert sein zu müssen und trotzdem ganz durchlässig und transparent. Eine wirklich wahnsinnige Herausforderung, der man einfach nicht immer gerecht werden kann.“