Annette Frier und Christoph Maria Herbst: Fast vereint
Dass das Leben auch nach einer glücklichen Scheidung weitergeht, hätten die Hauptfiguren der Reihe „Merz gegen Merz“ fast ignoriert. Aber nur fast. Jetzt geht der Spaß weiter.
Erik (Christoph Maria Herbst, 60) muss sich eingestehen, dass sein Leben vor der Scheidung besser war als das danach. Auch Anne (Annette Frier, 52), seine Ex, ist durch die Selbstständigkeit und ihre neue Beziehung zu Jonas nicht so glücklich geworden wie erhofft. Steht also eine Rückkehr der Merzens bevor?

Inzwischen denkt Sohn Leon ernsthaft darüber nach, seine Frau zu verlassen. Jonas hingegen will Anne nicht kampflos aufgeben und plant, ihr einen Antrag zu machen – ausgerechnet auf Marias Feier für ihre neue Lebensgefährtin Silvia. Als ihr dementer Mann Ludwig von der Feier hört, fühlt er sich endgültig überflüssig und beschließt, mit Renates Hilfe seine letzte Reise anzutreten – was alle Pläne der Familie über den Haufen wirft.

„Die Zuseher können sich erneut auf die Beobachtung dieser gestörten Familien freuen“, meint Christoph Maria Herbst. „Und sie können sich zu Hause in ihre Sitzgruppe lümmeln und froh sein, dass es bei anderen noch schlimmer ist als bei ihnen selbst.“

Die Reihe erinnert Herbst ein bisschen an die US-Serie „Dallas“ aus den 80er Jahren. „Danach war das Publikum immer geradezu glücklich, dass bei den Reichen und Schönen auch nicht alles Gold ist, was glänzt.“

In der Folge „Entscheidungen“ muss sich Herbst als Hobbykoch versuchen. Im wirklichen Leben sieht das so aus: „Ich gehöre nicht zu denen, die auf einer Nudelpackung erst einmal schauen müssen, worin und wie lange man sie kochen muss. Das sollte man in meinem Alter eigentlich wissen. Ich kann auch problemlos ein Spiegelei zubereiten, und ich kann Konserven öffnen. Also bin ich ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht.“

Für seine Partnerin Annette Frier ist die „Merz gegen Merz“-Geschichte noch lange nicht auserzählt. „Eigentlich waren wir ja fertig“, meint sie. „Wir waren die glücklichste Familie der Welt – und geschieden. Das war‘s. Was wir dabei ignorierten, war – das Leben der Familienmitglieder geht ja weiter, Scheidung hin oder her. Mittlerweile haben wir einen riesigen Spaß daran, uns mit dem Ex-Paar auseinanderzusetzen. Natürlich hat Anne mit den Jahren einiges gelernt, was sie aber nicht vor neuem Unfug schützt. Für eine frische Liebe gibt‘s keinen warnenden Beipackzettel.“