Deutsche Tragikomödie mit Julia Koschitz: Freundschaft in Gefahr
Sieben Freunde wollen ein entspanntes Wochenende in Julianes Berghütte verbringen. Als sie ankommen, ist das Feriendomizil allerdings schon besetzt.
Eine Gruppe langjähriger Freunde will ein Wochenende in Julianes (Julia Koschitz, 51) Berghütte verbringen. Nach einem anstrengenden Aufstieg angekommen, wartet eine Überraschung.

Drei Fremde haben sich in der Hütte eingenistet und weigern sich zu verschwinden. Die Konfrontation mit der schwangeren Alma (Camille Dombrowsky, 29), dem dämonischen Vince (Slavko Popadic, 35) und dem Aktivisten Tomek (Simon Morzé, 30) stellt die Freundschaft der Gruppe auf eine harte Probe.

Das Trio scheint nichts zu schrecken, die drei laden sogar alle zum Essen ein. Im Laufe des Abends entwickeln die Freunde unterschiedliche Einstellungen gegenüber den Besetzern. Nach anfänglichen Berührungsängsten kommt es zu heftigen Diskussionen über Eigentum und Freiheit.

Doch dann brechen bei den Freunden Gefühle und alte Geschichten auf, die die Anwesenheit des Besetzer-Trios vergessen machen.

Die reiche Erbin Paula (Friederike Kempter, 46) allerdings möchte die Eindringlinge am liebsten mit Gewalt vertreiben. Als sie gesteht, dass sie mit Julianes Ex-Mann geschlafen hat, gerät der Abend endgültig zum Desaster.

Juliane fragt sich ernsthaft, ob das noch ihre Freunde sind. Zu allem Überfluss bandelt sie in der beengten Schlafsituation der Hütte nachts ausgerechnet mit dem Besetzer Vince an. Wer ist nun Freund, wer Feind? „Freundschaften sind ja wie Partnerschaften – Beziehungen, die etwas aushalten müssen“, meint Julia Koschitz.

„Für mich sind Freunde einer der wichtigsten Spiegel. Ich kann bei ihnen davon ausgehen, eine zwar liebevolle, aber ehrliche Meinung zu hören.

Ich mochte, dass in unserer Geschichte sieben Freunde in der Mitte ihres Lebens aufeinandertreffen, die alle ihre ganz eigenen Probleme mitbringen. Aus dem vermeintlich entspannten Wochenende wird dann jedoch eine Stresssituation, in der alle verborgenen Konflikte plötzlich zutagetreten.

Obwohl viele Gemeinheiten ausgeteilt werden, ist der Film für mich in erster Linie eine Liebeserklärung an das wertvolle Gut der Freundschaft.“

Friederike Kempter ist überzeugt: „Konflikte, vor allem in Freundschaften, können uns zeigen, wer wir wirklich sind. Und sie zeigen uns auch, wo wir in unserer Freundschaft gerade stehen.

Wenn wir diese Konflikte lösen können, entsteht eine größere Nähe und eine neue Qualität in der Freundschaft. Oder wir müssen uns eingestehen, dass die Freundschaft vielleicht an ihr Ende gekommen ist.“