Hurra, wir lernen schwimmen
Weil immer weniger Kinder schwimmen können, gibt es mehr Badeunfälle. Welchen Spaß es macht, im kühlen Nass zu planschen, erfahren Kinder beim Schwimmkurs.
Ein Sprung, eine große Wasserfontäne – dann taucht der kleine Kopf wieder auf. Noch ein paar Bewegungen, und die Hände erreichen den Beckenrand.
Was einfach aussieht, ist für Schwimmanfänger ein großer Erfolg. Sie sollen noch keine perfekten Bahnen ziehen, sondern lernen, sich im Wasser sicher zu fühlen.
Wie wichtig Anfängerkurse sind, zeigt die aktuelle Schwimmstudie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Rund 137.000 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 19 Jahren können in unserem Land nicht schwimmen. Weitere 76.000 in dieser Altersgruppe gelten als unsichere Schwimmer.
„Schwimmen zu lernen ist lebensnotwendig“, sagt Martine Pritz (49, Bild). Sie bringt seit 15 Jahren Kindern das Schwimmen bei. Mit „Happy Swim“ geben sie und ihr Team vier- und fünfjährigen Kindern Kurse in Freibädern und Hotelbecken in Unterkärnten – von Hermagor über Wolfsberg bis St. Kanzian am Klopeiner See.
Dort, im Seehotel Mori, unterrichtet sie derzeit die auf diesen Seiten gezeigten sechs Kinder. Am Anfang stehen Blubbern, Springen, Tauchen und Treiben. „Kinder müssen lernen, sich nach einem Sprung unter Wasser zu orientieren, aufzutauchen und selbstständig zum Beckenrand zu kommen“, erklärt Pritz. Diese Selbstrettung sei wichtiger als eine schöne Schwimmtechnik.
Im Kurs wird jede Übung zum Abenteuer. Beim „Seestern“ lassen sich die Kinder mit ausgestreckten Armen und Beinen auf dem Rücken treiben. Sie üben Wassertreten, springen vom Beckenrand, tauchen nach Gegenständen oder schwimmen unter einer Matte hindurch. Später folgen Brust-, Rücken- und erste Kraulbewegungen.
Pritz arbeitet häufig mit Schwimmgurten. „Er bringt Beine und Füße näher an die Wasseroberfläche. Da-
durch finden die Kinder leichter das Gleichgewicht und eine stabile Wasserlage.“ Schritt für Schritt wird die Unterstützung dann verringert.
Das Programm ist in mehrere Stufen gegliedert. Beim „Bär“ geht es um Wassergewöhnung und Selbstrettung. Beim „Wal“ werden Brust- und Rückenschwimmen verbessert, auch Wassertreten und Tauchen stehen am Programm. Später folgen längere Strecken und Überlebensübungen. Für jede gemeisterte Aufgabe dürfen die Kinder einen Stempel auf ihre persönliche Karte setzen.
Der Anfängerkurs kostet 140 Euro und umfasst zehn Einheiten zu je 45 Minuten. Bis ein Kind schwimmen kann, brauche es meist 20 bis 30 Übungsstunden, erklärt Pritz. „Wichtig ist, regelmäßig zu üben.“
Wir haben gute Fortschritte gemacht:
„Ich mache unter Wasser Blubberbläschen“
Marie Juch, 4
Ich mache den Schwimmkurs, weil ich endlich richtig schwimmen lernen möchte. Im Wasser fühle ich mich schon ziemlich wohl und habe überhaupt keine Angst. Am lustigsten finde ich es, wenn wir mit dem
Gesicht unters Wasser gehen und ganz viele Blubberblasen machen.
Ich übe auch, mich auf den Rücken zu legen und ruhig im Wasser treiben zu lassen. Das klappt schon ein bisschen, aber manchmal wackle ich noch mit den Armen.
Schwer finde ich beim Kurs eigentlich nichts, weil mir
das Schwimmen großen Spaß macht.“
„Ich brauche jetzt keine Schwimmflügerl mehr“
Elina Hrast, 5
Inzwischen brauche ich keine Schwimmflügerl mehr und kann mich schon allein über Wasser halten.
Besonders lustig finde ich das
Wassertreten. Dabei strample ich kräftig mit den Beinen und versuche, möglichst lange mit dem
Kopf oben zu bleiben.
Spannend ist auch, unter einer Matte durchzuschwimmen. Ich tauche auf der einen Seite ab und komme auf der anderen wieder hervor. Angst habe ich dabei nicht.
Zu Hause haben wir einen Pool, und dort probiere ich gerne aus, was ich im Schwimmkurs gelernt habe.“
„Ich kann schon tauchen“
Amy Sturm, 4
Ich liebe den Schwimmkurs. Am besten gefällt mir das Schwimmen mit der Schwimmnudel. Wir üben auch den Seestern, dabei strecke ich Arme und Beine aus und lasse mich ganz ruhig auf dem Rücken treiben. Tauchen kann ich schon, und mit dem Schwimmgurt schwimme ich sogar ohne Nudel.
Nur vom Beckenrand ohne Schwimmnudel ins Wasser zu hüpfen, kostet mich noch ein bisschen Überwindung. Im Kurs bin ich aber schon viel mutiger geworden.
Als Nächstes möchte ich ganz ohne Hilfe schwimmen
und auch kraulen lernen.“
„Ich lasse mich vom Wasser treiben“
Felix Wiesenbauer, 5
Es ist super, dass mein bester Freund Paul den Schwimmkurs gemeinsam mit mir macht. Zu zweit macht das Üben gleich noch mehr Spaß. Ich kann schon ins Wasser springen, tauchen und wie ein Frosch schwimmen.
Auch den Seestern habe ich gelernt – dabei liege ich ganz ruhig auf dem Wasser und lasse mich treiben. Nur das Rückenschwimmen ist für mich noch ein bisschen schwierig, weil ich dabei manchmal nicht gerade bleibe. Angst vor dem Wasser habe ich überhaupt nicht. Ich liebe das Wasser. Wir haben ein Schwimmbecken, da bin ich am liebsten drin.“
„Auch ohne Schwimmgurt halte ich mich schon über Wasser“
Paul Stückler, 4
Am liebsten bin ich gemeinsam mit den anderen Kindern im Wasser. Ohne Schwimmgurt kann ich mich schon kurze Zeit allein über Wasser halten – darauf bin ich richtig stolz.
Beim Tauchen klappt es noch nicht ganz so gut, besonders wenn wir unter Wasser ein Stück schwimmen oder etwas vom Beckenboden heraufholen. Das möchte ich bis zum Ende des Kurses unbedingt schaffen. Danach will ich auch immer länger ohne Gurt schwimmen können. Seit ich hier übe, habe ich im Wasser keine Angst mehr.“
„Am liebsten hüpfe ich vom Beckenrand ins Wasser“
Viktor Gruyjicio, 5
Am liebsten hüpfe ich vom Beckenrand ins Wasser. Das traue ich mich schon ganz allein. Nach dem Sprung übe ich, wieder selbstständig zum Beckenrand zu kommen. Mit einer Schwimmhilfe probiere ich außerdem die richtigen Bewegungen mit den Armen und Beinen aus.
Mir gefällt beim Kurs eigentlich alles, und bisher finde ich auch nichts besonders schwierig. Am meisten freue ich mich darauf, wenn ich keine Hilfe mehr brauche und ganz allein durch das Wasser schwimmen kann. Das möchte ich bis zum Ende des Kurses schaffen.“
Was einfach aussieht, ist für Schwimmanfänger ein großer Erfolg. Sie sollen noch keine perfekten Bahnen ziehen, sondern lernen, sich im Wasser sicher zu fühlen.
Wie wichtig Anfängerkurse sind, zeigt die aktuelle Schwimmstudie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Rund 137.000 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 19 Jahren können in unserem Land nicht schwimmen. Weitere 76.000 in dieser Altersgruppe gelten als unsichere Schwimmer.
„Schwimmen zu lernen ist lebensnotwendig“, sagt Martine Pritz (49, Bild). Sie bringt seit 15 Jahren Kindern das Schwimmen bei. Mit „Happy Swim“ geben sie und ihr Team vier- und fünfjährigen Kindern Kurse in Freibädern und Hotelbecken in Unterkärnten – von Hermagor über Wolfsberg bis St. Kanzian am Klopeiner See.
Dort, im Seehotel Mori, unterrichtet sie derzeit die auf diesen Seiten gezeigten sechs Kinder. Am Anfang stehen Blubbern, Springen, Tauchen und Treiben. „Kinder müssen lernen, sich nach einem Sprung unter Wasser zu orientieren, aufzutauchen und selbstständig zum Beckenrand zu kommen“, erklärt Pritz. Diese Selbstrettung sei wichtiger als eine schöne Schwimmtechnik.
Im Kurs wird jede Übung zum Abenteuer. Beim „Seestern“ lassen sich die Kinder mit ausgestreckten Armen und Beinen auf dem Rücken treiben. Sie üben Wassertreten, springen vom Beckenrand, tauchen nach Gegenständen oder schwimmen unter einer Matte hindurch. Später folgen Brust-, Rücken- und erste Kraulbewegungen.
Pritz arbeitet häufig mit Schwimmgurten. „Er bringt Beine und Füße näher an die Wasseroberfläche. Da-
durch finden die Kinder leichter das Gleichgewicht und eine stabile Wasserlage.“ Schritt für Schritt wird die Unterstützung dann verringert.
Das Programm ist in mehrere Stufen gegliedert. Beim „Bär“ geht es um Wassergewöhnung und Selbstrettung. Beim „Wal“ werden Brust- und Rückenschwimmen verbessert, auch Wassertreten und Tauchen stehen am Programm. Später folgen längere Strecken und Überlebensübungen. Für jede gemeisterte Aufgabe dürfen die Kinder einen Stempel auf ihre persönliche Karte setzen.
Der Anfängerkurs kostet 140 Euro und umfasst zehn Einheiten zu je 45 Minuten. Bis ein Kind schwimmen kann, brauche es meist 20 bis 30 Übungsstunden, erklärt Pritz. „Wichtig ist, regelmäßig zu üben.“
Wir haben gute Fortschritte gemacht:
„Ich mache unter Wasser Blubberbläschen“
Marie Juch, 4
Ich mache den Schwimmkurs, weil ich endlich richtig schwimmen lernen möchte. Im Wasser fühle ich mich schon ziemlich wohl und habe überhaupt keine Angst. Am lustigsten finde ich es, wenn wir mit dem
Gesicht unters Wasser gehen und ganz viele Blubberblasen machen.
Ich übe auch, mich auf den Rücken zu legen und ruhig im Wasser treiben zu lassen. Das klappt schon ein bisschen, aber manchmal wackle ich noch mit den Armen.
Schwer finde ich beim Kurs eigentlich nichts, weil mir
das Schwimmen großen Spaß macht.“
„Ich brauche jetzt keine Schwimmflügerl mehr“
Elina Hrast, 5
Inzwischen brauche ich keine Schwimmflügerl mehr und kann mich schon allein über Wasser halten.
Besonders lustig finde ich das
Wassertreten. Dabei strample ich kräftig mit den Beinen und versuche, möglichst lange mit dem
Kopf oben zu bleiben.
Spannend ist auch, unter einer Matte durchzuschwimmen. Ich tauche auf der einen Seite ab und komme auf der anderen wieder hervor. Angst habe ich dabei nicht.
Zu Hause haben wir einen Pool, und dort probiere ich gerne aus, was ich im Schwimmkurs gelernt habe.“
„Ich kann schon tauchen“
Amy Sturm, 4
Ich liebe den Schwimmkurs. Am besten gefällt mir das Schwimmen mit der Schwimmnudel. Wir üben auch den Seestern, dabei strecke ich Arme und Beine aus und lasse mich ganz ruhig auf dem Rücken treiben. Tauchen kann ich schon, und mit dem Schwimmgurt schwimme ich sogar ohne Nudel.
Nur vom Beckenrand ohne Schwimmnudel ins Wasser zu hüpfen, kostet mich noch ein bisschen Überwindung. Im Kurs bin ich aber schon viel mutiger geworden.
Als Nächstes möchte ich ganz ohne Hilfe schwimmen
und auch kraulen lernen.“
„Ich lasse mich vom Wasser treiben“
Felix Wiesenbauer, 5
Es ist super, dass mein bester Freund Paul den Schwimmkurs gemeinsam mit mir macht. Zu zweit macht das Üben gleich noch mehr Spaß. Ich kann schon ins Wasser springen, tauchen und wie ein Frosch schwimmen.
Auch den Seestern habe ich gelernt – dabei liege ich ganz ruhig auf dem Wasser und lasse mich treiben. Nur das Rückenschwimmen ist für mich noch ein bisschen schwierig, weil ich dabei manchmal nicht gerade bleibe. Angst vor dem Wasser habe ich überhaupt nicht. Ich liebe das Wasser. Wir haben ein Schwimmbecken, da bin ich am liebsten drin.“
„Auch ohne Schwimmgurt halte ich mich schon über Wasser“
Paul Stückler, 4
Am liebsten bin ich gemeinsam mit den anderen Kindern im Wasser. Ohne Schwimmgurt kann ich mich schon kurze Zeit allein über Wasser halten – darauf bin ich richtig stolz.
Beim Tauchen klappt es noch nicht ganz so gut, besonders wenn wir unter Wasser ein Stück schwimmen oder etwas vom Beckenboden heraufholen. Das möchte ich bis zum Ende des Kurses unbedingt schaffen. Danach will ich auch immer länger ohne Gurt schwimmen können. Seit ich hier übe, habe ich im Wasser keine Angst mehr.“
„Am liebsten hüpfe ich vom Beckenrand ins Wasser“
Viktor Gruyjicio, 5
Am liebsten hüpfe ich vom Beckenrand ins Wasser. Das traue ich mich schon ganz allein. Nach dem Sprung übe ich, wieder selbstständig zum Beckenrand zu kommen. Mit einer Schwimmhilfe probiere ich außerdem die richtigen Bewegungen mit den Armen und Beinen aus.
Mir gefällt beim Kurs eigentlich alles, und bisher finde ich auch nichts besonders schwierig. Am meisten freue ich mich darauf, wenn ich keine Hilfe mehr brauche und ganz allein durch das Wasser schwimmen kann. Das möchte ich bis zum Ende des Kurses schaffen.“








