Sienna Spiro:
„Mein neues Leben ist oft ziemlich seltsam“
„Mein neues Leben ist oft ziemlich seltsam“
Sie gehört zur gehobenen Schicht der Londoner (England) Gesellschaft. Ihr Vater ist ein angesehener Juwelier, bei dem sich der Adel die Klinke in die Hand gibt. Das Töchterchen Sienna Spiro, möchte dagegen ihr Gold in der Kehle vermarkten. Die 20jährige hat gerade ihr erstes Album „Visitor“ veröffentlicht. Sie gilt als grandiose Entdeckung, die mit Amy Winehouse und Adele verglichen wird. Der WOCHE-Reporter Steffen Rüth hat mit der leidenschaftlichen Sängerin, die daheim allen auf die Nerven gegangen ist, gesprochen.
Frau Spiro, wann haben Sie gemerkt, dass Sie eine Stimme haben, mit der Sie Sängerin werden können?
Ich singe schon mein ganzes Leben lang. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich nicht gesungen habe. Allerdings war ich die meiste Zeit davon nicht besonders gut.
Haben Ihre Eltern, Ihre Familie, Ihre Freunde es genossen oder haben sie gesagt: „Sienna, bitte hör auf“?
Eher Letzteres, definitiv. Ich habe zu viel gesungen, ich habe alle im Haus genervt, und sie haben mich tatsächlich gebeten, leiser zu sein.
Und – haben Sie aufgehört?
Nein, ganz sicher nicht.
Welche Lieder haben Sie als Kind gesungen?
Meine eigenen, denn ich habe immer geschrieben. Ich schreibe schon seit meinem zehnten Lebensjahr, also schreibe ich jetzt seit zehn Jahren eigene Lieder. Aber ich habe auch Coverversionen gesungen, vor allem Klassiker wie „Moon River“.
Was war Ihr erstes Instrument? Haben Sie am Klavier geübt?
In meinem Leben ist damals viel passiert, womit ich nicht umgehen konnte. Das habe ich verarbeitet. Ich hatte ein kleines elektrisches Klavier in meinem Zimmer und bin einfach dortgesessen und habe geschaut, was ich daraus machen kann. Als ich älter wurde, habe ich mir auf YouTube „Beats“ herausgesucht und darüber gesungen.
Wurde aus allem, was Sie als Kind gefühlt haben, ein Lied?
Ja. Ich glaube, das ist das Schöne an der Musik: Du kannst schlechte Situationen in etwas Positives verwandeln.
Ihre bisher erfolgreichste Single „Die on This Hill“ ist ein
gelungenes Lied, das wie ein junger, zeitloser Klassiker klingt. Wie ist es entstanden?
Ich habe es an einem Klavier in Los Angeles (USA) geschrieben, im April vorigen Jahres. Die Inspiration war ein bisschen schräg: Ich habe jemandem zugesehen, wie er „Bohemian Rhapsody“ gespielt hat, und dachte, das müsse ich auch lernen. Ich habe das Lied natürlich falsch gespielt, und daraus sind irgendwie die Akkorde für „Die on This Hill“ entstanden. Danach hat das Lied viele verschiedene Versionen durchlaufen – einmal mit mehr, dann mit weniger Schlagzeug, mit Trompeten und Hörnern. Es war ungefähr sechs Monate lang ein völlig anderes Lied, und dann ist es schließlich wieder zur Ballade zurückgekehrt.
Beschreibt „Die on This Hill“, das von einer schwer
zu verwirklichenden Liebe handelt, Sie selbst ganz gut?
Es ist ein Lied darüber, stur, leidenschaftlich, und auch fürsorglich zu sein und durch alle Widerstände hindurch dranzubleiben. Es ist irgendwie die Geschichte meines Lebens.
Was ist Ihnen neben der Musik wichtig?
Ich bin unglaublich leidenschaftlich, wenn es um Tiere und Tierrechte geht. Ich finde, wie die Welt Tiere als „weniger wert“ behandelt, ist verachtenswert. Ich bin auch leidenschaftlich, wenn es um Frauen und Mädchen geht und darum, wie Frauen in bestimmten Situationen behandelt werden. Meine Hauptleidenschaft ist natürlich die Musik, aber auch für meine Freunde und für gutes Essen gebe ich alles (lacht).
Möchten Sie mit Ihrer Musik auch ein Vorbild sein,
besonders für junge Frauen?
Es fällt mir schwer, mich selbst als Vorbild zu sehen, aber was ich gerne erreichen würde, ist, dass Menschen das Gefühl haben, sie könnten selbst auch eines sein. Eben, dass ihnen bewusst wird, wie wichtig es ist, den Mund aufzumachen, für etwas einzustehen, auch angreifbare Meinungen zu haben und sich um andere zu kümmern.
Sie schicken sich gerade an, berühmt zu werden. Sie sind aber noch jung. Fällt es Ihnen leicht, das gelassen zu sehen?
Ich habe gute Menschen um mich herum, die für eine gewisse Normalität sorgen. Ich finde, dieses neue Leben ist oft ziemlich seltsam, aber es macht auch Spaß. Ich fühle mich glücklich, das alles zu erleben.
Ich singe schon mein ganzes Leben lang. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich nicht gesungen habe. Allerdings war ich die meiste Zeit davon nicht besonders gut.
Haben Ihre Eltern, Ihre Familie, Ihre Freunde es genossen oder haben sie gesagt: „Sienna, bitte hör auf“?
Eher Letzteres, definitiv. Ich habe zu viel gesungen, ich habe alle im Haus genervt, und sie haben mich tatsächlich gebeten, leiser zu sein.
Und – haben Sie aufgehört?
Nein, ganz sicher nicht.
Welche Lieder haben Sie als Kind gesungen?
Meine eigenen, denn ich habe immer geschrieben. Ich schreibe schon seit meinem zehnten Lebensjahr, also schreibe ich jetzt seit zehn Jahren eigene Lieder. Aber ich habe auch Coverversionen gesungen, vor allem Klassiker wie „Moon River“.
Was war Ihr erstes Instrument? Haben Sie am Klavier geübt?
In meinem Leben ist damals viel passiert, womit ich nicht umgehen konnte. Das habe ich verarbeitet. Ich hatte ein kleines elektrisches Klavier in meinem Zimmer und bin einfach dortgesessen und habe geschaut, was ich daraus machen kann. Als ich älter wurde, habe ich mir auf YouTube „Beats“ herausgesucht und darüber gesungen.
Wurde aus allem, was Sie als Kind gefühlt haben, ein Lied?
Ja. Ich glaube, das ist das Schöne an der Musik: Du kannst schlechte Situationen in etwas Positives verwandeln.
Ihre bisher erfolgreichste Single „Die on This Hill“ ist ein
gelungenes Lied, das wie ein junger, zeitloser Klassiker klingt. Wie ist es entstanden?
Ich habe es an einem Klavier in Los Angeles (USA) geschrieben, im April vorigen Jahres. Die Inspiration war ein bisschen schräg: Ich habe jemandem zugesehen, wie er „Bohemian Rhapsody“ gespielt hat, und dachte, das müsse ich auch lernen. Ich habe das Lied natürlich falsch gespielt, und daraus sind irgendwie die Akkorde für „Die on This Hill“ entstanden. Danach hat das Lied viele verschiedene Versionen durchlaufen – einmal mit mehr, dann mit weniger Schlagzeug, mit Trompeten und Hörnern. Es war ungefähr sechs Monate lang ein völlig anderes Lied, und dann ist es schließlich wieder zur Ballade zurückgekehrt.
Beschreibt „Die on This Hill“, das von einer schwer
zu verwirklichenden Liebe handelt, Sie selbst ganz gut?
Es ist ein Lied darüber, stur, leidenschaftlich, und auch fürsorglich zu sein und durch alle Widerstände hindurch dranzubleiben. Es ist irgendwie die Geschichte meines Lebens.
Was ist Ihnen neben der Musik wichtig?
Ich bin unglaublich leidenschaftlich, wenn es um Tiere und Tierrechte geht. Ich finde, wie die Welt Tiere als „weniger wert“ behandelt, ist verachtenswert. Ich bin auch leidenschaftlich, wenn es um Frauen und Mädchen geht und darum, wie Frauen in bestimmten Situationen behandelt werden. Meine Hauptleidenschaft ist natürlich die Musik, aber auch für meine Freunde und für gutes Essen gebe ich alles (lacht).
Möchten Sie mit Ihrer Musik auch ein Vorbild sein,
besonders für junge Frauen?
Es fällt mir schwer, mich selbst als Vorbild zu sehen, aber was ich gerne erreichen würde, ist, dass Menschen das Gefühl haben, sie könnten selbst auch eines sein. Eben, dass ihnen bewusst wird, wie wichtig es ist, den Mund aufzumachen, für etwas einzustehen, auch angreifbare Meinungen zu haben und sich um andere zu kümmern.
Sie schicken sich gerade an, berühmt zu werden. Sie sind aber noch jung. Fällt es Ihnen leicht, das gelassen zu sehen?
Ich habe gute Menschen um mich herum, die für eine gewisse Normalität sorgen. Ich finde, dieses neue Leben ist oft ziemlich seltsam, aber es macht auch Spaß. Ich fühle mich glücklich, das alles zu erleben.








