Olivia Colman, 52:
„Ich bin eine Einsiedlerin“
Als sie von Hollywood „entdeckt“ wurde, war Olivia Colman in ihrer Heimat England bereits eine namhafte Mimin. Ins Fernsehen kommt sie jetzt mit der mehrfach ausgezeichneten Komödie „Kleine schmutzige Briefe“.
Sie wollte Lehrerin werden. Doch Olivia Colman, geboren am 30. Jänner 1974, studierte nicht lange. An der Universität gab‘s eine Theatergruppe, bei der sie mitmachte. Dabei erkannte sie innerhalb kürzester Zeit, dass ihr die Bühnenbretter die Welt bedeuteten.

Die Britin wollte also Schauspielerin werden, und ihre Eltern, eine Krankenschwester und ein Vermessungstechniker, hatten nichts dagegen. Sie finanzierten der Tochter die Ausbildung an der renommierten „Bristol Old Vic Theatre School“. „Das war für meine Eltern nicht leicht. Wir waren nicht reich, und in dieser Schule lernen zu dürfen, kostete ein kleines Vermögen“, erinnert sich Colman. Nach ihrem Abschluss erhielt sie umgehend etliche Theater-Engagements.

Bekannt wurde sie allerdings durch Rollen in Fernsehserien wie „Broadchurch“. Dann gab ihr Kenneth Branagh (65, „Wallander“) eine Rolle in seiner Neuverfilmung von „Mord im Orient Express“. Zwei Jahre später, 2019, spielte sie in der Netflix-Serie „The Crown“ Königin Elisabeth II. und erhielt für ihre grandiose Darstellung der Queen Ann in „The Favourite“ den „Oscar“ als beste Hauptdarstellerin.

Zu diesem Zeitpunkt war Colman schon seit 18 Jahren mit dem Produzenten Ed Sinclair, 56, verheiratet und hatte mit ihm zwei Söhne und eine Tochter. „Wenn ich nicht arbeite, bin ich am liebsten zu Hause“, erklärt die Darstellerin. „Ich bin nicht der Typ fürs Rampenlicht, sondern eher eine Einsiedlerin. Von fremden Menschen, auch wenn sie es freundlich meinen, angestarrt zu werden, ist für mich nur schwer zu ertragen. Müsste man einen ,Star‘-Schein machen wie einen Führerschein, ich würde garantiert durchfallen.“