Mit Technik gegen Tinnitus
Es pfeift, es piepst oder klingelt ohne Unterlass im Ohr. Wer unter Tinnitus leidet, büßt seine Lebensqualität stark ein. Der Tinnitus-Experte Prof. Dr. Johannes Schobel hilft Betroffenen.
Niemand muss mit Tinnitus leben“, sagt der HNO-Arzt Prof. Dr. Johannes Schobel.
„Das wird Betroffenen zwar nach wie vor oft erklärt, sogar von Ärzten, doch es gibt Möglichkeiten, dem Dauergeräusch im Ohr Herr zu werden“, verspricht der Tinnitus-Spezialist, der im Tinnitus-Zentrum in 1190 Wien tätig ist (www.tinnituszentrum.at).
Prof. Dr. Schobel konnte bereits vielen alleingelassenen Patienten helfen, meist in einer für die Betroffenen überraschend kurzen Zeit.
„In den meisten Fällen geht ein störender Tinnitus mit einer gleichzeitig abnehmenden Hörschwäche einher. Das heißt, das Innenohr liefert aufgrund einer altersbedingten Hörminderung auf bestimmten, meist hohen Hörfrequenzen keine Informationen mehr an das Gehirn weiter. Einfach ausgedrückt, irgendwann beginnt die Region im Hörzentrum, die nun unterversorgt ist, selbst Geräusche zu produzieren.
Für manche Menschen ist das dermaßen störend, dass sie an Lebensqualität verlieren und emotional stark belastet sind. Von allen Tinnitus-Betroffenen ist das ein Prozent.“
Tatsächlich gibt es kaum einen Menschen, der nicht bei Stille ein inneres Ohrgeräusch vernimmt. Die meisten Menschen sind jedoch durch ihren Alltag und die Umgebung ausreichend davon abgelenkt.
Bei jenen Tinnitus-Patienten, die das Ohrgeräusch stört, gelingt es durch Verhaltenstraining, eine Distanz zu ihrem Tinnitus aufzubauen.
Sie lernen, ihn zu ignorieren. Das verringert das zuerst lästige Klingeln, Pfeifen oder Piepsen auf ein erträgliches Maß. Das Geräusch wird an den Rand der Wahrnehmbarkeit gedrückt.
All jenen Patienten, die psychisch stark leiden und deren Tinnitus-Ursache im Innenohr liegt, kann Prof. Dr. Schobel helfen. „Da eine verminderte Hörfähigkeit die Entwicklung des Tinnitus beeinflusst, bekommen Betroffene moderne Hörgeräte oder Hörgeräte, die mit einem Rauschgenerator, kurz Noiser, ausgestattet sind. Diese Geräte verdrängen den Tinnitus zur Überraschung der Patienten bereits wenige Sekunden nach dem Einsetzen.“
Durch die individuelle Anpassung und das regelmäßige Tragen der Geräte wird der quälende Tinnitus im Zeitverlauf schwächer und tritt immer weiter in den Hintergrund.
Der Leidensdruck der Betroffenen ebenso. „Wichtig ist, dass Menschen mit Tinnitus ihn so rasch wie möglich abklären lassen. Je früher die Therapie beginnt, desto wirkungsvoller ist sie.“
Neben der modernen Hörgeräte-Technik gibt es weitere unterstützende Geräte, die bei Tinnitus Erleichterung verschaffen.
Objektiver Tinnitus:
ist mit dem Stethoskop wahrnehmbar. Das Geräusch wird von Blutgefäßen, einer überaktiven Muskulatur, den äußeren Haarzellen im Innenohr verursacht. Hier helfen den Betroffenen Medikamente.
Subjektiver Tinnitus:
Er tritt akut auf und ist nur vom Betroffenen wahrnehmbar. Als chronisches Ohrgeräusch ist er nur durch Therapien behandelbar.
Sound Core Aeroclip – Hilfe bei stressbedingtem Tinnitus
Menschen, die unter Tinnitus leiden, ohne eine begleitende Hörminderung, kann mit diesen modischen Ohr-Clips geholfen werden. „Meist sind junge Menschen von dieser Form von Stress-Tinnitus betroffen. Die Clips geben ein sanftes Rausch-Geräusch ab, das den Tinnitus verdrängt. Da diese Modelle den Gehörgang freilassen, ist das Hören der Umgebung weiter gewährleistet”, sagt Prof. Dr. Schobel.
In der Ohrmuschel sitzt der kleine Teil des Clips, der große gibt den Halt hinter der Ohrmuschel. Gefällt das Rauschen nicht, können Benutzer über das Smartphone andere Geräuschkulissen herunterladen.
Preis: ca. € 130,– www.soundcore.com
SleepPhones – sanfte Beschallung über Kopfhörer für besseres Einschlafen
Tinnitus-Patienten beklagen häufig, dass ihr Ohrgeräusch das Einschlafen erschwert. Da mit Hörgeräten oder auch Noisern das Schlafen nicht möglich ist, bietet sich dieses Stirnband mit eingebauten, verschiebbaren Kopfhörern an.
Sein Material ist Schweiß-ableitend oder wärmendes
Fleece und enthält flache, herausnehmbare Lautsprecher. Es gibt keine harten Teile im Ohr, die drücken. Ideal ist es für Seitenschläfer, die beim Einschlafen Musik, Naturgeräusche oder „weißes“ Rauschen (ähnlich dem Meeresrauschen) hören möchten. Es gibt kabellose und -verbundene Modelle. Da die Bestandteile herausnehmbar sind, kann das Stirnband jederzeit in der Waschmaschine gewaschen werden.
Preis: ca. € 100,–, www.earplugs.at
Ortorex – Dezente Hintergrundgeräusche für Räume
Tinnitus-Betroffene, die in ruhigen Räumen vom Ohr-
geräusch geplagt sind, haben die Möglichkeit,
mit einem Gerät, das „weißes“ Rauschen (ähnlich dem Meeresrauschen) erzeugt, Entspannung zu finden (etwa im Schlafzimmer). Das gleichmäßige Rauschen drängt den Tinnitus in den Hintergrund.
Das Gerät wird etwas entfernt vom zum Beispiel Bett oder Sofa aufgestellt, damit der Schall gleichmäßig den Raum füllt. Das Ziel ist ein entspanntes Hören, bei dem beide Töne im Hintergrund verschmelzen.
Preis: ca. € 90,–, ortorex.at
„Das wird Betroffenen zwar nach wie vor oft erklärt, sogar von Ärzten, doch es gibt Möglichkeiten, dem Dauergeräusch im Ohr Herr zu werden“, verspricht der Tinnitus-Spezialist, der im Tinnitus-Zentrum in 1190 Wien tätig ist (www.tinnituszentrum.at).
Prof. Dr. Schobel konnte bereits vielen alleingelassenen Patienten helfen, meist in einer für die Betroffenen überraschend kurzen Zeit.
„In den meisten Fällen geht ein störender Tinnitus mit einer gleichzeitig abnehmenden Hörschwäche einher. Das heißt, das Innenohr liefert aufgrund einer altersbedingten Hörminderung auf bestimmten, meist hohen Hörfrequenzen keine Informationen mehr an das Gehirn weiter. Einfach ausgedrückt, irgendwann beginnt die Region im Hörzentrum, die nun unterversorgt ist, selbst Geräusche zu produzieren.
Für manche Menschen ist das dermaßen störend, dass sie an Lebensqualität verlieren und emotional stark belastet sind. Von allen Tinnitus-Betroffenen ist das ein Prozent.“
Tatsächlich gibt es kaum einen Menschen, der nicht bei Stille ein inneres Ohrgeräusch vernimmt. Die meisten Menschen sind jedoch durch ihren Alltag und die Umgebung ausreichend davon abgelenkt.
Bei jenen Tinnitus-Patienten, die das Ohrgeräusch stört, gelingt es durch Verhaltenstraining, eine Distanz zu ihrem Tinnitus aufzubauen.
Sie lernen, ihn zu ignorieren. Das verringert das zuerst lästige Klingeln, Pfeifen oder Piepsen auf ein erträgliches Maß. Das Geräusch wird an den Rand der Wahrnehmbarkeit gedrückt.
All jenen Patienten, die psychisch stark leiden und deren Tinnitus-Ursache im Innenohr liegt, kann Prof. Dr. Schobel helfen. „Da eine verminderte Hörfähigkeit die Entwicklung des Tinnitus beeinflusst, bekommen Betroffene moderne Hörgeräte oder Hörgeräte, die mit einem Rauschgenerator, kurz Noiser, ausgestattet sind. Diese Geräte verdrängen den Tinnitus zur Überraschung der Patienten bereits wenige Sekunden nach dem Einsetzen.“
Durch die individuelle Anpassung und das regelmäßige Tragen der Geräte wird der quälende Tinnitus im Zeitverlauf schwächer und tritt immer weiter in den Hintergrund.
Der Leidensdruck der Betroffenen ebenso. „Wichtig ist, dass Menschen mit Tinnitus ihn so rasch wie möglich abklären lassen. Je früher die Therapie beginnt, desto wirkungsvoller ist sie.“
Neben der modernen Hörgeräte-Technik gibt es weitere unterstützende Geräte, die bei Tinnitus Erleichterung verschaffen.
Objektiver Tinnitus:
ist mit dem Stethoskop wahrnehmbar. Das Geräusch wird von Blutgefäßen, einer überaktiven Muskulatur, den äußeren Haarzellen im Innenohr verursacht. Hier helfen den Betroffenen Medikamente.
Subjektiver Tinnitus:
Er tritt akut auf und ist nur vom Betroffenen wahrnehmbar. Als chronisches Ohrgeräusch ist er nur durch Therapien behandelbar.
Sound Core Aeroclip – Hilfe bei stressbedingtem Tinnitus
Menschen, die unter Tinnitus leiden, ohne eine begleitende Hörminderung, kann mit diesen modischen Ohr-Clips geholfen werden. „Meist sind junge Menschen von dieser Form von Stress-Tinnitus betroffen. Die Clips geben ein sanftes Rausch-Geräusch ab, das den Tinnitus verdrängt. Da diese Modelle den Gehörgang freilassen, ist das Hören der Umgebung weiter gewährleistet”, sagt Prof. Dr. Schobel.
In der Ohrmuschel sitzt der kleine Teil des Clips, der große gibt den Halt hinter der Ohrmuschel. Gefällt das Rauschen nicht, können Benutzer über das Smartphone andere Geräuschkulissen herunterladen.
Preis: ca. € 130,– www.soundcore.com
SleepPhones – sanfte Beschallung über Kopfhörer für besseres Einschlafen
Tinnitus-Patienten beklagen häufig, dass ihr Ohrgeräusch das Einschlafen erschwert. Da mit Hörgeräten oder auch Noisern das Schlafen nicht möglich ist, bietet sich dieses Stirnband mit eingebauten, verschiebbaren Kopfhörern an.
Sein Material ist Schweiß-ableitend oder wärmendes
Fleece und enthält flache, herausnehmbare Lautsprecher. Es gibt keine harten Teile im Ohr, die drücken. Ideal ist es für Seitenschläfer, die beim Einschlafen Musik, Naturgeräusche oder „weißes“ Rauschen (ähnlich dem Meeresrauschen) hören möchten. Es gibt kabellose und -verbundene Modelle. Da die Bestandteile herausnehmbar sind, kann das Stirnband jederzeit in der Waschmaschine gewaschen werden.
Preis: ca. € 100,–, www.earplugs.at
Ortorex – Dezente Hintergrundgeräusche für Räume
Tinnitus-Betroffene, die in ruhigen Räumen vom Ohr-
geräusch geplagt sind, haben die Möglichkeit,
mit einem Gerät, das „weißes“ Rauschen (ähnlich dem Meeresrauschen) erzeugt, Entspannung zu finden (etwa im Schlafzimmer). Das gleichmäßige Rauschen drängt den Tinnitus in den Hintergrund.
Das Gerät wird etwas entfernt vom zum Beispiel Bett oder Sofa aufgestellt, damit der Schall gleichmäßig den Raum füllt. Das Ziel ist ein entspanntes Hören, bei dem beide Töne im Hintergrund verschmelzen.
Preis: ca. € 90,–, ortorex.at








