Maria Furtwängler: Kommissarin mit „coolen“ Falten
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Der neue „Tatort“ mit Maria Furtwängler handelt von Morden in einer Demenzklink. Als Ärztin konnte sie zahlreiche Fakten in die Handlung einbringen.
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Es ist ein wenig einsam im Leben von Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler, 59) geworden. Zwar bietet ihr ihre Position im Landeskriminalamt Niedersachsen (D) Stabilität, aber es ist wohl kein gutes Zeichen, wenn nicht einmal ihre Mutter Annemarie (Kathrin Ackermann, 88) Interesse an einem kurzen Gespräch mit der Tochter hat.
Eine Gefälligkeit für die unterbesetzte Polizei im Ort Kleinhude unterbricht ihr häusliches Fitnessprogramm vor dem Fernseher. Es geht darum, nur schnell einen Tatort zu begutachten. Eine Tote in einer Demenzklinik ist beim Spazierengehen ausgerutscht, ein Routinefall. Es gibt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Charlotte Lindholm macht sich daran, eine Akte anzulegen, der Fall scheint abgeschlossen.
Aber dann ist auf einmal alles doch viel schwieriger. Ein Kollege, Kommissar Matthias Vogel (Andreas Lust, 59), spricht vor und berichtet, dass die Spur eines siebenfachen Serienmörders direkt in die Demenzklinik führe. Es soll sich um einen Bewohner, den allseits beliebten Herrn König (Thomas Thieme, 77) handeln. Vogels Schilderungen sind überzeugend. Das Problem dabei ist, er leidet selbst an fortschreitender Demenz und wurde vom Dienst beurlaubt. Lindholm weiß nicht weiter. Es ist nicht ihre Art, Hinweise einfach so zu ignorieren. Dagegen hat sie schließlich immer angekämpft.
Wenn Kollegen ihr sagen, „Lass es, das bringt nichts“, dann forscht sie üblicherweise noch gründlicher nach. Doch wenn der Hauptanhaltspunkt ein Foto ist, an das sich Vogel zwar erinnert, es aber nicht finden kann, dann kommen auch ihr Zweifel. Obwohl sich Vogel zuweilen als scharfsinniger Ermittler erweist. Doch Lindholm täuscht sich nicht. Hier gibt es mehrere Verdächtige …
In dieser „Tatort“-Folge konnte Maria Furtwängler als promovierte Medizinerin mehr einbringen als die übliche Suche nach dem Täter. „Natürlich habe ich auch als Ärztin auf die Geschichte geschaut“, bestätigt sie. „Daher weiß ich, dass es bei einem an Demenz erkrankten Menschen vor allem darum geht, das zu stärken, was der andere noch kann – und nicht dauernd zu sagen, verdammt, jetzt kriegt er auch das schon nicht mehr hin. Insofern verhält sich die Kommissarin gegenüber ihrem Partner psychologisch unklug, denn sie ist äußerst ungeduldig. Sie hat keine Lust darauf, mit einem ,Patienten‘ zu ermitteln, sondern will so arbeiten, wie sie es gewohnt ist. Dass sie im Verlauf des Filmes lernt, hinter dem Kollegen den Menschen zu sehen, ist ein schöner Erzählbogen.“
Auch familiär hat Maria Furtwängler Erfahrung mit Demenz. „Mein Vater litt darunter und ist letztlich daran gestorben. Man kann nur dankbar sein, wenn einem diese Erfahrung erspart bleibt.“
Am Tag der Ausstrahlung ihres aktuellen „Tatort“-Falles feiert Maria Furtwängler ihren 60. Geburtstag. Probleme mit dem Älterwerden hat sie nicht. „Manchmal schaue ich in den Spiegel, sehe meine Falten und das etwas ältere Gesicht und denke: Coole Alte, das sieht geil aus. Da spüre ich eine Energie und Selbstgewissheit, die ich einfach sexy finde.“
Eine Gefälligkeit für die unterbesetzte Polizei im Ort Kleinhude unterbricht ihr häusliches Fitnessprogramm vor dem Fernseher. Es geht darum, nur schnell einen Tatort zu begutachten. Eine Tote in einer Demenzklinik ist beim Spazierengehen ausgerutscht, ein Routinefall. Es gibt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Charlotte Lindholm macht sich daran, eine Akte anzulegen, der Fall scheint abgeschlossen.
Aber dann ist auf einmal alles doch viel schwieriger. Ein Kollege, Kommissar Matthias Vogel (Andreas Lust, 59), spricht vor und berichtet, dass die Spur eines siebenfachen Serienmörders direkt in die Demenzklinik führe. Es soll sich um einen Bewohner, den allseits beliebten Herrn König (Thomas Thieme, 77) handeln. Vogels Schilderungen sind überzeugend. Das Problem dabei ist, er leidet selbst an fortschreitender Demenz und wurde vom Dienst beurlaubt. Lindholm weiß nicht weiter. Es ist nicht ihre Art, Hinweise einfach so zu ignorieren. Dagegen hat sie schließlich immer angekämpft.
Wenn Kollegen ihr sagen, „Lass es, das bringt nichts“, dann forscht sie üblicherweise noch gründlicher nach. Doch wenn der Hauptanhaltspunkt ein Foto ist, an das sich Vogel zwar erinnert, es aber nicht finden kann, dann kommen auch ihr Zweifel. Obwohl sich Vogel zuweilen als scharfsinniger Ermittler erweist. Doch Lindholm täuscht sich nicht. Hier gibt es mehrere Verdächtige …
In dieser „Tatort“-Folge konnte Maria Furtwängler als promovierte Medizinerin mehr einbringen als die übliche Suche nach dem Täter. „Natürlich habe ich auch als Ärztin auf die Geschichte geschaut“, bestätigt sie. „Daher weiß ich, dass es bei einem an Demenz erkrankten Menschen vor allem darum geht, das zu stärken, was der andere noch kann – und nicht dauernd zu sagen, verdammt, jetzt kriegt er auch das schon nicht mehr hin. Insofern verhält sich die Kommissarin gegenüber ihrem Partner psychologisch unklug, denn sie ist äußerst ungeduldig. Sie hat keine Lust darauf, mit einem ,Patienten‘ zu ermitteln, sondern will so arbeiten, wie sie es gewohnt ist. Dass sie im Verlauf des Filmes lernt, hinter dem Kollegen den Menschen zu sehen, ist ein schöner Erzählbogen.“
Auch familiär hat Maria Furtwängler Erfahrung mit Demenz. „Mein Vater litt darunter und ist letztlich daran gestorben. Man kann nur dankbar sein, wenn einem diese Erfahrung erspart bleibt.“
Am Tag der Ausstrahlung ihres aktuellen „Tatort“-Falles feiert Maria Furtwängler ihren 60. Geburtstag. Probleme mit dem Älterwerden hat sie nicht. „Manchmal schaue ich in den Spiegel, sehe meine Falten und das etwas ältere Gesicht und denke: Coole Alte, das sieht geil aus. Da spüre ich eine Energie und Selbstgewissheit, die ich einfach sexy finde.“
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