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Ausgabe Nr. 29/2026 vom 15.07.2026, Fotos: APA-Images, Universalpicture
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Damon und Barroso sind seit 21 Jahren verheiratet.
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„Oscar“-Gewinner 1998 –
Ben Affleck (li.) und Matt Damon.
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Damons Töchter Isabella, Stella, Gia und Alexia (v. li.).
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Matt Damon als Odysseus – die Rolle war eine Herausforderung.
Matt Damon, 55:
„Meine Frau war in meinen besten Freund verliebt“
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Seit fast drei Jahrzehnten gehört Matt Damon zu Hollywoods erfolgreichsten Schauspielern. Abseits des Scheinwerferlichtes ist der „Oscar“-Preisträger vor allem Familienvater und führt ein vergleichsweise zurückgezogenes Leben. Ab 16. Juli ist der 55jährige in „Die Odyssee“ als Odysseus im Kino zu sehen – eine Rolle, für die er körperlich an seine Grenzen ging.
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Als Matt Damon im Jahr 2003 während der Dreharbeiten zu dem Film „Unzertrennlich“ in einer Bar in Miami (USA) die gebürtige Argentinierin Luciana Barroso, 49, kennenlernte, ahnte keiner der beiden, dass daraus eine der beständigsten Ehen Hollywoods entstehen würde. Eigentlich hatte der Schauspieler damals gar keine Lust auszugehen, ließ sich aber von seinem Filmteam überreden. Als er Barroso hinter der Bar entdeckte, war es um ihn geschehen.

„Am anderen Ende des überfüllten Raumes sah ich sie“, erinnerte er sich später. Für ihn war es Liebe auf den ersten Blick. Einen Moment lang habe es sich angefühlt, als würde „ein Licht über ihrem Kopf leuchten“.

Seine Frau nimmt diese romantische Erinnerung bis heute mit Humor und merkt an, dass es schließlich ein Nachtklub gewesen sei, „in dem natürlich überall Lichter brannten“.

Nur wenige Monate, nachdem sie zusammengekommen waren, gestand ihm Barroso, dass sie als Teenager eigentlich in seinen besten Freund Ben Affleck, 53, verliebt gewesen sei. „Ihre Freundin fand mich süß. Und Luciana fand Ben süß“, erzählt Damon über die kleine Jugendschwärmerei seiner Frau.

Im Jahr 2005 gaben sich die beiden schließlich
das Jawort. Die drei gemeinsamen Töchter Isabella, 20, Gia, 17, und Stella, 16, sowie Barrosos Tochter Alexia, 27 – sie stammt aus deren ersten Ehe –, machen das Glück komplett.

Trotz seines Ruhmes gilt Damon bis heute als ausgesprochener Familienmensch, der es genießt, mit einer „Nicht-Prominenten“ verheiratet zu sein. Auch die Aufmerksamkeit der Paparazzi hält sich bei ihm in Grenzen, bezeichnet Damon sein Privatleben doch selbst scherzhaft als „langweilig“.

Die Paparazzi können ihm noch oft auflauern, „sie werden immer dieselbe Geschichte über einen verheirateten Mann mittleren Alters mit vier Kindern bekommen.“ Seine Familie nennt er „meinen Anker“ und beteuert, dass er jede freie Minute am liebsten mit seiner Frau und den Kindern verbringt. Der „Glamour“ Hollywoods spielt in seinem Alltag nur eine Nebenrolle. Statt roter Teppiche und großer Auftritte schätzt Damon ein ruhiges, normales Leben. Diese Bodenständigkeit hat ihre Wurzeln in seiner Kindheit.

Geboren wurde er am 8. Oktober 1970 als Matthew Paige Damon in Cambridge (Massachusetts, USA). Der Vater Kent Damon war ein Börsenmakler, seine Mutter Nancy Carlsson Paige eine Professorin für Erziehungswissenschaften. Sie wusste schon früh, dass ihr Sohn einmal Schauspieler wird. „Matt liebte Kostüme und Rollenspiele und konnte sich über lange Zeiträume mit sich selbst beschäftigen“, erinnert sich die heute 82jährige, die bei der Erziehung ihrer Kinder viel Wert auf freies, kreatives Spielen legte. „Wir durften kein kommerzielles Spielzeug besitzen. Mama wollte damit unsere Fantasie bewahren“, erzählt der Darsteller. Durch die strenge Regel fühlte er sich in der Nachbarschaft aber oft wie ein Außenseiter.

Er lernte schnell, sich eigene Welten zu erschaffen. Mit seinem drei Jahre älteren Bruder Kyle spielte er oft Verkleiden. „Als ich drei war, kletterte ich in meinem Umhang ganz nach oben auf das Klettergerüst, rief ,Shazam!‘ (ein Comic-Held) und versuchte zu fliegen.“ Das Ergebnis war ein gebrochener Knöchel – eine Erinnerung, über die er heute schmunzeln kann.

Nach der Trennung der Eltern wuchsen die beiden Buben bei der Mutter auf. „Sie waren zwar geschieden, aber beide stark in mein Leben eingebunden. Ich hatte zwei wirklich liebevolle Eltern.“

In der Nachbarschaft lernte Matt Damon den zwei Jahre jüngeren Ben Affleck kennen. Die beiden, die sogar entfernt verwandt sein sollen, gingen in dieselbe Schule. Damon erinnert sich, wie ihn Affleck bei einer Schlägerei mit einem älteren Schüler verteidigte. „Ich wusste, er würde sich jederzeit für mich in eine wirklich schwierige Lage begeben. Das ist ein guter Freund.“

An dieser engen Freundschaft hat sich bis heute nichts geändert. Als sie den Traum von einer Schauspielkarriere verfolgten, lebten sie zeitweise zusammen in einer Wohngemeinschaft und teilten sich sogar ein Bankkonto, auf das beide das Geld einzahlten, das sie verdienten. „Solange einer von uns Geld hatte, wussten wir, dass der Strom nicht abgestellt wird“, so Damon.

Ihr erster gemeinsamer Auftritt auf der großen Leinwand fand 1989 in dem Kevin-Costner-Film „Feld der Träume“ statt. „Wir waren ein paar Tage lang zwei von 3.000 Statisten“, erzählt Matt Damon mit einem Schmunzeln von den Dreharbeiten.

„Sie saßen auf der Tribüne wie typische College-Studenten und strahlten diese große Begeisterung aus“, erinnerte sich Costner später an die ehrgeizigen Nachwuchsschauspieler.

Matt Damon hatte 1988 ursprünglich ein Anglistik-Studium an der „Harvard Universität“ begonnen. Während seiner Studienzeit schrieb er für ein Seminar erste Szenen eines Drehbuches, das sein Leben verändern sollte. Kurz vor dem Abschluss verließ er 1992 die Universität, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Gemeinsam mit Ben Affleck überarbeitete er den Stoff – aus dem schließlich der „Oscar“-prämierte Film „Good Will Hunting“ (1997) wurde.

Damit gelang Matt Damon der internationale Durchbruch. Von da an gehörte er zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods. Immer wieder fiel er durch die kompromisslose Vorbereitung auf seine Rollen auf, etwa für seinen Part in dem Kriegsdrama „Mut zur Wahrheit“ (1996). Dafür nahm der damals 25jährige innerhalb von drei Monaten 20 Kilo ab. „Ich ernährte mich ausschließlich von Hühnerfleisch und lief 20 Kilometer am Tag.“

Schließlich wog der 178 Zentimeter große Schauspieler nur noch 63 Kilo und musste nach Abschluss der Dreharbeiten sogar zwei Jahre lang ärztlich behandelt werden.

Auch für seine neueste Rolle in Christopher Nolans Kinofilm „Die Odyssee“, der Neuinterpretation von Homers antiker Heldensaga, verlangte er sich alles ab.

In dem Film verkörpert Damon einen älteren, vom Trojanischen Krieg und den jahrelangen Irrfahrten gezeichneten Odysseus, dessen körperliche und seelische Erschöpfung glaubwürdig sichtbar werden sollte.

Dafür absolvierte der Schauspieler ein intensives Trainingsprogramm, stellte seine Ernährung komplett um und reduzierte sein Gewicht auf knapp 76 Kilo. „Früher wog ich zwischen 84 und 90,5 Kilo und war ein großer Freund von Brot und Bier, von Pasta und Pizza und all dem Zeug. Aber ich fühle mich jetzt einfach viel besser.“

Rückblickend bezeichnet der 55jährige „Die Odyssee“ als „den mit Abstand schwierigsten Film, den ich je gedreht habe. Das war die härteste Reise meines Lebens.“ rz
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