Ausgabe Nr. 29/2026 vom 15.07.2026, Fotos: Universalpicture, ORF/Mediatika/France Télévisions/Ubisoft, Pellegrino Tibaldi, Herbert James Draper
Universum History: Die Odyssee. Zwischen Mythos und Wahrheit: Die größte Irrfahrt der Geschichte
Jetzt neu: Hier klicken
und Artikel an Freunde verschenken.
und Artikel an Freunde verschenken.
Nicht erst seit dem Jahr 1954, als Kirk Douglas in „Die Fahrten des Odysseus“ die Titelfigur spielte, gilt die Fabelfigur als Prototyp des Helden. Die Wirklichkeit sah anders aus.
Auf Play drücken
um Artikel vorlesen
zu lassen.
um Artikel vorlesen
zu lassen.
Passend zum Kinobeginn des 220 Millionen Euro teuren Hollywood-Monumentalfilmes „Die Odyssee“ von Christopher Nolan, zeigt der ORF in der Reihe „Universum History“ die Dokumentation „Die Odyssee. Zwischen Mythos und Wahrheit“.
Während also auf der Leinwand Matt Damon, 55, in der Rolle des Odysseus seinen Feinden zeigt, wo der Bartl den Most holt – in weiteren Rollen sind Anne Hathaway, 43, Tom Holland, 30, und Robert Pattinson, 40, zu sehen –, will uns die Doku vor Augen führen, wie‘s wirklich war und was hinter den Erzählungen von der Irrfahrt des mythischen Helden steckt.
Der griechische Dichter Homer soll die „Odyssee“ im achten Jahrhundert vor Christus geschrieben haben. Das Epos beruht allerdings auf älteren mündlichen Überlieferungen, die über die bronzezeitliche Welt von 1.200 vor Christus erzählen.
Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den historischen Wurzeln der sagenhaften Irrfahrt.
Eine Suche, die möglicherweise zu den Ruinen des Odysseus-Palastes auf Ithaka führt, einer der Inseln vor der Westküste Griechenlands. Aber auch zu den Überresten eines „genähten“ Bootes in der Adria, eine Bauweise, über die auch schon Homer schrieb.
Viel Aufwand war dies für einen Helden und seine zehn Jahre dauernde Irrfahrt, dessen Heldenstatus von etlichen Historikern in Frage gestellt wird.
Der Bielefelder (D) Althistoriker Raimund Schulz zum Beispiel zeichnet in einem Buch das Bild eines Helden, der mit den gängigen Vorstellungen nur wenig gemein hat.
„Odysseus war ein Mann voller Schliche und Täuschungen“, weiß Schulz. „Er war außerdem nicht nur ein schlauer Stratege, sondern auch gewalttätig und rücksichtslos. Wir haben es uns zu leicht gemacht mit Odysseus und viele problematische Seiten ausgeblendet.
Er war ein Lügner und Betrüger, was ihn kaum als moralisches Vorbild erscheinen lässt.“
Kritisch sieht Raimund Schulz auch die Beschreibung von Odysseus als treuem Ehemann, der nur zu seiner Ehefrau Penelope zurück wollte.
„Seine Irrfahrten waren weniger Leidensgeschichten als ein Abenteuer voller Versuchungen, denen er nachgab.“ Spätestens jetzt hätte der Held zum Schwert gegriffen …
Während also auf der Leinwand Matt Damon, 55, in der Rolle des Odysseus seinen Feinden zeigt, wo der Bartl den Most holt – in weiteren Rollen sind Anne Hathaway, 43, Tom Holland, 30, und Robert Pattinson, 40, zu sehen –, will uns die Doku vor Augen führen, wie‘s wirklich war und was hinter den Erzählungen von der Irrfahrt des mythischen Helden steckt.
Der griechische Dichter Homer soll die „Odyssee“ im achten Jahrhundert vor Christus geschrieben haben. Das Epos beruht allerdings auf älteren mündlichen Überlieferungen, die über die bronzezeitliche Welt von 1.200 vor Christus erzählen.
Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den historischen Wurzeln der sagenhaften Irrfahrt.
Eine Suche, die möglicherweise zu den Ruinen des Odysseus-Palastes auf Ithaka führt, einer der Inseln vor der Westküste Griechenlands. Aber auch zu den Überresten eines „genähten“ Bootes in der Adria, eine Bauweise, über die auch schon Homer schrieb.
Viel Aufwand war dies für einen Helden und seine zehn Jahre dauernde Irrfahrt, dessen Heldenstatus von etlichen Historikern in Frage gestellt wird.
Der Bielefelder (D) Althistoriker Raimund Schulz zum Beispiel zeichnet in einem Buch das Bild eines Helden, der mit den gängigen Vorstellungen nur wenig gemein hat.
„Odysseus war ein Mann voller Schliche und Täuschungen“, weiß Schulz. „Er war außerdem nicht nur ein schlauer Stratege, sondern auch gewalttätig und rücksichtslos. Wir haben es uns zu leicht gemacht mit Odysseus und viele problematische Seiten ausgeblendet.
Er war ein Lügner und Betrüger, was ihn kaum als moralisches Vorbild erscheinen lässt.“
Kritisch sieht Raimund Schulz auch die Beschreibung von Odysseus als treuem Ehemann, der nur zu seiner Ehefrau Penelope zurück wollte.
„Seine Irrfahrten waren weniger Leidensgeschichten als ein Abenteuer voller Versuchungen, denen er nachgab.“ Spätestens jetzt hätte der Held zum Schwert gegriffen …
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.
Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung















