Abonnieren
Eine Ausgabe kaufen
Anmelden
Ausgabe Nr. 29/2026 vom 15.07.2026, Fotos: APA-Images, ORF/ZDF/Hans Seidenabel, ORF/ZDF/Thomas R. Schumann, ARD Degeto/ARD Degeto/Stephen Power
Artikel-Bild
Monika Baumgartner wird 75.

Als „Bergdoktor“-Mama wurde
Monika Baumgartner zur Kultfigur.
Artikel-Bild
„Der Bergdoktor: Familienprobleme“,
Sa., 18. Juli, 14.50 Uhr, ORF2

Die Grubers.
Artikel-Bild
„Der Bergdoktor: Liebe und Tod“,
Sa., 18. Juli, 15.35 Uhr, ORF2

Die Oma mit Enkelin Lilli.
Artikel-Bild
„Ein Ferienhaus in Schottland“,
Sa., 18. Juli, 16.30 Uhr, MDR

Serie mit vier Episoden.
Artikel-Bild
„Der Bergdoktor: Kindeswohl“,
Sa., 18. Juli, 19.25 Uhr, ZDF

Die Familie Gruber.
Monika Baumgartner wird 75: Ein Herz für Obdachlose
Jetzt neu: Hier klicken
und Artikel an Freunde verschenken.
Als „Bergdoktor“-Mutter ist Monika Baumgartner ein guter Mensch. Die Parallele zum echten Leben kann ein einst Wohnungsloser bestätigen.
Auf Play drücken
um Artikel vorlesen
zu lassen.
Schauspielerin wollte sie werden, um viel Geld zu verdienen. Die Gier nach Reichtum hätte wohl niemand der herzensguten Monika Baumgartner aus der Serie „Der Bergdoktor“ abgenommen. Und es wäre auch grundfalsch gewesen.

Dass die am 19. Juli 1951 geborene Münchenerin (D) gut verdienen wollte, lag an den bescheidenen Verhältnissen, in denen sie aufwuchs. Der Papa war Postler, die Mama Buchhalterin, und Monika hatte einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester. „Wir wohnten zu fünft auf 42 Quadratmetern“, erzählt die Darstellerin. „Ich wollte meine Eltern finanziell unterstützen.“

Also arbeitete sie nach der Schule ebenfalls als Buchhalterin, um sich das Studium an der renommierten Otto-Falckenberg-Schauspielschule leisten zu können. Es folgten Theater-Engagements, doch der Durchbruch glückte ihr im Fernsehen. Mit der Titelrolle im zweiteiligen Heimat-Drama „Die Rumplhanni“, das auch der ORF ausstrahlte, wurde sie praktisch über Nacht bei einem breiten Publikum bekannt.

Danach war Monika Baumgartner in den verschiedensten Rollen zu sehen – von der „Kaiserin“ Maria Theresia bis zur Putzfrau, von der Politikerin bis zur Prostituierten. Aber auf die Rolle ihres Lebens musste sie bis zum Jahr 2008 warten. Ursprünglich war als Mutter des „Bergdoktors“ ja eine andere Schauspielerin vorgesehen, doch die konnte keinen Traktor lenken. „Ich konnte es“, sagt Baumgartner und lacht, „und so wurde ich zur Lisbeth Gruber.“ Die Gutherzigkeit dieser Figur muss sie im Übrigen nicht spielen, sie ist auch im echten Leben so. Für eine winzige Miete lässt sie etwa in ihrer kleinen Wohnung in München einen früher Obdachlosen wohnen.

Dass sie nun 75 Jahre alt wird, stört sie nicht. „Ich bin gesund, und die Dreharbeiten sind für mich fast wie eine Erholung. Ich wohne im Hotel, werde frisiert und geschminkt. Außerdem sind die Serien-Schauplätze in der Region Wilder Kaiser in Tirol nur eineinhalb Stunden von meinem Wohnort in Gröbenzell bei München entfernt.“

Wie sie ihren halbrunden Geburtstag feiert, „Keine Ahnung“, meint sie. „Fest steht nur, es wird gefeiert.“ Und sie hofft, dass ihr Filmsohn Hans Sigl, 57, bei seinem Geschenk nicht so kreativ sein wird wie bei einem ihrer früheren Geburtstage. „Damals hat er mir einen Gutschein für einen Tandem-Fallschirmsprung geschenkt“, so die Jubilarin. „Ich war bis heute zu feig, ihn einzulösen.“

Dass sie, in ihrer Branche die Ausnahme von der Regel, mit ihrem Lebensgefährten, dem Juristen Hans Böhmer, bereits seit 28 Jahren zusammenlebt, ist für sie leicht zu erklären: „Er geht die Dinge analytisch an, ich emotional. Diese Kombination funktioniert perfekt.“
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung