Anmelden
Abonnieren
Ausgabe Nr. 25/2026 vom 17.06.2026, Fotos: APA-Images, AdobeStock, instagram, zvg, facebook
Artikel-Bild
Die Hitze setzt den Spielern zu.
Kimmich am Boden sitzend.
Artikel-Bild
Trainer Tuchel blickt dem Spiel in Miami
schon skeptisch entgegen. Es droht eine Hitzeschlacht.
Artikel-Bild
Ein Gegenspieler ist für Yamal meistens zu wenig.
Artikel-Bild
Lamine Yamal, 18.
Artikel-Bild
Das Innenleben des Balles ist kompliziert.
Artikel-Bild
Xaver Schlager im Kaffeehaus.
Artikel-Bild
Alex Schlager hat die Haare wieder schön.
Artikel-Bild
Unser Geschäftsmann Stefan Posch.
Artikel-Bild
Axel Tuanzebe, Meister der Nilpferde.
Artikel-Bild
Manuel Akanji braucht keinen Taschenrechner.
Artikel-Bild
Phillipp Mwene
Artikel-Bild
Son Heung-min
Trainer und Mediziner warnen vor Hitzeschlacht – Heißer Kick im „WM-Backofen“
Jetzt neu: Hier klicken
und Artikel an Freunde verschenken.
Duelle bei 41 Grad im Schatten lassen bei der Weltmeisterschaft das Fußballspielen zum Gesundheitsrisiko werden. Mediziner und Fachleute schlagen Alarm.
Auf Play drücken
um Artikel vorlesen
zu lassen.
Unsere Spieler werden auf dem Feld geschmort wie Grillhendln“, kritisierte noch vor einem Jahr der Borussia-Dortmund-Trainer Niko Kovač, 54, bei der Klub-WM in den USA, von der anscheinend nichts für diese WM gelernt wurde.

Damals klagten zahlreiche Akteure über die Temperaturen, sechs Spiele wurden wegen Hitze oder Gewitters unterbrochen. Im Jahr 2024 kollabierten bei der Copa América im Stadion von Miami Zuschauer. Parallel dazu erlitt im für seine Hitze gefürchteten Stadion von Kansas City der Schiedsrichter Humberto Panjoj, 38, einen Kreislaufkollaps. In diesem „Backofen“ kicken am 27. Juni auch unsere Spieler gegen die Algerier, Anpfiff ist allerdings erst um 21 Uhr Ortszeit. Insgesamt sechs der 16 Stadien gelten als hitzegefährdet, besonders jenes im mexikanischen Monterrey.

Meteorologen prognostizieren WM-Temperaturen bis zu 41 Grad, was die heißeste Endrunde aller Zeiten bedeuten würde. Für den Wiener Sportmediziner Dr. Paul Haber sind das zu hohe Temperaturen, um sicher Fußball zu spielen.

„Für mich liegt die kritische Grenze in trockener Luft bei 35 Grad“, sagt er. „Bei hoher Luftfeuchtigkeit wie in Miami kann der Schweiß auf der Haut nicht mehr verdunsten und die Kühlung ist beeinträchtigt. Dort sinkt die Grenze des Tolerierbaren auf 30 Grad.“ In Mexiko City kommt noch die enorme Höhenlage von 2.200 Meter und die dadurch bis zu 25 Prozent höhere UV-Strahlenbelastung zum Tragen.

Zwanzig führende Klima-Experten bezeichneten in einem offenen Brief an den Fußball-Weltverband FIFA die Hitzeschutzmaßnahmen des Turniers als unzureichend und die Spielergewerkschaft sieht die Grenzwerte bei jedem vierten Spiel als erreicht. Ein Viertelfinale wird in Miami gar um 17 Uhr Ortszeit angepfiffen, dort droht eine Hitzeschlacht.

„Selbst wenn wir vom Gesundheitsrisiko absehen, die Hitze wird die Laufleistung bremsen und gute Spiele verhindern“, befürchtet Englands Trainer Thomas Tuchel, 52.


Die Höhepunkte der WM-Woche:

Mi. 17. Juni, 6 Uhr Österreich – Jordanien (ORF1)

Mi. 17. Juni 22 Uhr England – Kroatien (ServusTV)

Do. 18. Juni 18 Uhr Tschechien – Südafrika (ORF1)

Do. 18. Juni 21 Uhr Schweiz – Bosnien (ORF1)

Fr. 19. Juni 21 Uhr USA – Australien (ServusTV)

Sa. 20. Juni 19 Uhr Niederlande – Schweden (ORF1)

Sa. 20. Juni 22 Uhr Deutschland – Elfenbeinküste (ORF1)

So. 21. Juni 18 Uhr Spanien – Saudi-Arabien (ServusTV)

Mo. 22. Juni 19 Uhr Österreich – Argentinien (ServusTV)

Di. 23. Juni 22 Uhr England – Ghana (ServusTV)

Di. 24. Juni 21 Uhr Schweiz – Kanada (ServusTV)


Lamine Yamal, 18: Das Kind, das alle schwindlig spielt

Wer ihn verpflichten will, muss eine Milliarde Euro locker machen. Das spanische „Wunderkind“ Lamine Yamal ist trotz junger 18 Jahre der teuerste Kicker der WM.

Der Bub ist von Gottes Zauberstab berührt worden, wie einst Maradona oder Messi“, erklärt der Spanien-
Trainer Luis de la Fuente, 64, die Magie seines Kickers. „Lamine ist der beste der Welt in Dribblings und Eins-zu-eins-Duellen“, meint sein Trainer Hansi Flick, 61, dessen Verein FC Barcelona beschloss, den Wunderkicker niemals zu verkaufen und seine Transfersumme mit einer unfassbaren Milliarde Euro festlegte. Bisher lag der Rekord bei 222 Millionen.

Lamine Yamal, 18, Sohn einer Mutter aus Äquatorialguinea und eines Vaters aus Marokko, hält heute praktisch alle Jugendrekorde des spanischen Fußballs.
Mit 15 debütierte er in der Kampfmannschaft von „Barca“ und wurde mit 16 zum jüngsten spanischen Nationalspieler und Torschützen sowie jüngsten EM-Spieler und EM-Torschützen (2024).

„Ich will nicht mit Messi oder Mbappé verglichen werden, ich will zu ihnen gehören“, verrät er sein Selbstverständnis und erzählt, in der Kindheit mit einem Hund trainiert zu haben, um schnell zu werden. „Wenn ich in Bestform bin, fühle ich mich wie ein Superheld“, sagt Yamal, dem vor wenigen Tagen eigens eine Figur im Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett in Berlin (Deutschland) gewidmet wurde.

Privat ist der 18jährige mit der Internet-Schönheit Inés
García, 21, liiert, die er beim ersten Kennenlernen an einer Supermarktkassa „rettete“, als ihre Bankkarte versagte. Zu Mutter Sheila Ebana pflegt er ein inniges Verhältnis, obwohl sie ihn streng erzog. „Mama ist meine Königin. Ich habe sie kürzlich gefragt, wo sie wohnen will, und ihr dann sofort dort ein Haus gekauft“, erzählt der Sohn, der selbst in Barcelona (Spanien) ein 14-Millionen-Euro-Anwesen erwarb, in dem zuvor die Popsängerin Shakira, 49, logiert hat.

Sein Vater Mounir Nasraoui sieht in seinem Sohn den größten Fußballhelden aller Zeiten. „Ich erkannte schon bei Lamines Geburt, dass er ein ,Superstar‘ wird“, behauptet er, der ein Foto besitzt, auf dem Lamine als Baby vom jungen Messi gebadet wird. „Bisher hat Lamine noch nicht einmal 20 Prozent von dem gezeigt, was in ihm steckt“, glaubt er.


WM-Ball „Trionda“ – Das runde Leder zum „Aufladen“

Das Spielgerät wird immer technischer. Sensoren, die in den Ball eingebaut sind, sollen genaue Daten über das Spiel liefern. Der Ball fliegt auch schneller als die Vorgänger.

Eine Weltmeisterschaft der Superlative benötigt auch ein Spielgerät, das alle „Stückerl“ spielt. Der neue hochtechnologisierte WM-Ball der Firma Adidas heißt „Trionda“ („tri“ für die drei Gastgeberländer und „onda“ heißt auf Spanisch Welle) und kostet in der Originalversion etwa 150 Euro.

In seinem Inneren steckt ein 500-Hz-Bewegungssensor, der jede Berührung und Bewegung in Echtzeit an die Schiedsrichter und Video-Assistenten sendet, um Abseits, Handspiele oder die Torschützenfrage zu klären (wer ihn zuletzt berührt hat). Der Sensor wird von einem kleinen Akku mit Strom gespeist, der vor jedem Einsatz kabellos 90 Minuten lang geladen werden muss und sechs Stunden hält. In seiner Konstruktion machen vier thermisch verklebte Kunststoffschichten dieses „runde Leder“, für das kein Leder mehr verwendet wird, flugstabiler als seine Vorgänger.

„Der Ball flattert weniger, fühlt sich härter an und zieht beim Schuss extrem weg, was den Torleuten das Halten erschwert“, urteilt der ÖFB-Tormann Patrick Pentz, 29. Entwickelt wurde der Ball in Deutschland, produziert jedoch im pakistanischen Ort Sialkot. Er gilt bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts als eine Hauptstadt der Sportartikel-Herstellung, wo derzeit 70 Prozent aller Fußbälle weltweit und damit jährlich 40 Millionen Spielgeräte hergestellt werden.


Acht WM-Geheimnisse von Manuel Akanji, 30, bis Xaver Schlager, 28

Jedes gelungene Dribbling der WM-Kicker wird im Fernsehen in die Welt übertragen.
Wir verraten jene kuriosen Privatgeheimnisse von acht Kickern, die kaum bekannt sind.


Kicker kennen nicht nur Fußballplätze und Kraftkammern. Das beweist unter anderem Xaver Schlager, 28, der rot-weiß-rote Mittelfeldstratege. Der Niederösterreicher ist leidenschaftlicher Hobbyliterat.

„Wo ich auch bin, habe ich fast immer ein Buch mit dabei, oft gehe ich zum Lesen ins Kaffeehaus“, erzählt der 28jährige, der für seine Bücher einen eigenen Beutel bei sich trägt. Besonders liebt Schlager die Werke des Deutsch-Schweizers Hermann Hesse.

„,Siddhartha‘ ist eines meiner Lieblingsbücher, aber auch der ,Steppenwolf‘ hat mir gut gefallen“, nennt er seine bevorzugten Werke.

Vorrangig geschäftliche Interessen wiederum zeigt sein Mitspieler Stefan Posch, 29, der sich schon lange für Immobilien interessiert. „Ich habe mit der STEPO GmbH eine Firma mit Sitz in Mannheim (D) und Salzburg gegründet, die sich auf

die Anschaffung, Verwaltung und Vermietung von Wohnobjekten spezialisiert hat“, verrät der Steirer, der bereits ans Expandieren denkt. „Damit schaffe ich mir ein zweites Standbein neben dem Fußball“, betont er.

Der Pilot auf der Außenbahn. Hätte Phillipp Mwene, 32, keine Fußballprofi-Laufbahn eingeschlagen, würde er heute in luftigen Höhen seine Runden drehen. „Denn dann wäre ich Pilot geworden“, präzisiert der Wiener, den das Fliegen immer schon faszinierte. „Das wäre auch jene berufliche Karriere gewesen, die sich meine Mutter für mich gewünscht hätte“, meint der Flankengeber auf der linken Seite unserer Nationalelf.

Poschs Teamkollege Alexander Schlager, 30, trägt sein ungewöhnlichstes Charakteristikum auf dem Kopf. Eine Haarverpflanzung sorgte dafür, dass beim Teamtormann statt der früh drohenden Glatze heute wieder Haupthaar prangt. Nach der Methode „Follicular Unit Extraction“ ließ er sich 2.800 Haarwurzelgruppen verpflanzen. „Es hat mich schon ein bisschen gestört, wie es vorher ausgesehen hat“, gibt er zu.

Dann gibt es da noch den menschlichen Taschenrechner. Wieviel ist 77 mal 2017? „155.309“, errechnet Manuel Akanji, 30, binnen weniger Sekunden. Oder 6.660 dividiert durch 77? „Das sind 86,5“, weiß er. Der Schweizer Teamspieler war schon als Kind ein kleines

Mathemathik-Genie und schafft die kompliziertesten Rechnungen im Kopf. „In der Schule habe ich sogar viele Bewerbe gegen meine Lehrer gewonnen“, erinnert sich der Schweizer, der sein Können im Kopfrechnen auch in Fernseh-Shows unter Beweis stellte.

Ein im praktischen Leben etwas weniger nützliches Talent besitzt der kongolesische Spieler Axel Tuanzebe, 28. Er beherrscht ein bei uns unter dem Namen „Hungriges Nilpferd“ bekanntes Kleinkinderspiel, bei dem Plastiknilpferde mit offenen Mäulern Perlen fressen, derart perfekt, dass er für das Abräumen der Perlen in 17,36 Sekunden einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhielt.

Der Südkoreaner Son Heung-min, 33, verfügt mit dem Kicken nur über ein einziges außergewöhnliches Talent und führt seine Elf als Kapitän bei dieser Weltmeisterschaft an. Damit sich das nicht ändert, bleibt er vorerst ledig. „Mein Vater hat mir verboten zu heiraten, solange ich Fußball spiele, damit meine Leistung nicht leidet“, verrät er.

„Daher werde ich das Thema Ehe und Familie erst nach der Sportkarriere anvisieren.“ Ebenfalls keine Ehefrau vorzuweisen hat der mexikanische Spieler Gilberto Mora, dies aber, weil er erst ein 17jähriger Schüler ist sowie der jüngste jemals in einen Weltmeisterschafts-
Kader berufene Kicker der Welt.

„In meiner Heimatstadt Tuxtla Gutiérrez drücke ich jeden Tag die Schulbank“, erzählt der von Real Madrid umworbene Spieler.

„Das Lernen unterbreche ich nur zwei Mal am Tag für die Trainingseinheiten. Mein Vater hat mir befohlen, gegenüber den Lehrern stets gehorsam zu sein.“
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung