„Für die Brasilianer stehen wir um 1.45 Uhr auf“
Mateo, 29, Installateur, und Eric Ramos, 26, Fitnesstrainer
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Der Wecker klingelt zum Anpfiff
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Wenn bei der WM der Ball rollt, sitzen die Anhänger daheim zu ungewohnter Zeit vor dem Fernseher. Schlaftrunken, aber begeistert.
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„Kalte Duschen halten mich wach“
Sissi Vanek, 37, Volksschullehrerin
Ich bin keine Freundin von langen Fußballabenden, aber frühe Spiele haben für mich etwas Einmaliges“, sagt Sissi Vanek. Auf keinen Fall verpassen will sie die Begegnungen unserer Burschen in den frühen Morgenstunden: Österreich gegen Jordanien am 17. Juni, ab 6 Uhr, und Algerien gegen Österreich am 28. Juni, ab 4 Uhr.
Auch das Spiel Jordanien gegen Algerien am 23. Juni, ab 5 Uhr, und Kolumbien gegen die Demokratische Republik Kongo am 24. Juni, ab 4 Uhr, hat sich die Lehrerin im Kalender eingetragen.
„Ich schaue mir gern auch andere Mannschaften an“, sagt Vanek, die um 7.30 Uhr in der Schule sein muss.
Deshalb wird nach dem Schlusspfiff nicht lange analysiert. Wach hält sie sich mit starkem Kaffee, Orangensaft und einer kalten Dusche. „Wenn meine Klasse fragt, warum ich müde bin, sage ich: Wegen Österreich. Das verstehen sie sofort.“ Ausgeschlafen wird am Sonntag.
„Das frühe Aufstehen tut schon weh“
Daniel Gaiss, 34, Elektrotechniker
Daniel Gaiss gehört zu jenen Anhängern, die während der WM kaum ein Spiel auslassen.
„Ich sage immer: Eine WM ist nur alle vier Jahre, da muss ich durchhalten“, meint der 34jährige. Vor allem die
frühen Partien haben es ihm angetan. „Bei den Spielen in aller Herrgottsfrühe stelle ich mir den Wecker
immer eine halbe Stunde vorher. Das tut schon weh, aber wenn der Ball rollt, bin ich wach“, meint Gaiss, der um 8 Uhr in der Firma sein sollte.
Nach dem Schlusspfiff bleibt deshalb nur Zeit für einen starken Kaffee – und für eine Wechseldusche, auf die er schwört.
„Meine Freundin sagt, sie sehe mich nur noch mit Kaffeetasse“, meint er lachend.
Nach dem Turnier fährt das Paar gemeinsam in den
Urlaub. „Das habe ich ihr versprochen. Denn während der WM vernachlässige ich sie.“
„Für die Brasilianer stehen wir um 1.45 Uhr auf“
Mateo, 29, Installateur, und Eric Ramos, 26, Fitnesstrainer
Wenn Brasilien spielt, sitzen die beiden Brüder gemeinsam vor dem Fernseher. „Alleine zuzuschauen geht bei Brasilien gar nicht“, sagt Mateo Ramos. „Da brauche ich jemanden zum Jubeln, Schimpfen und Mitfiebern.“
Pflichtspiele für das Brüderpaar sind Brasilien gegen Haiti am 20. Juni, ab 2.30 Uhr, und Schottland
gegen Brasilien am 25. Juni, ab Mitternacht.
„Beim 2.30-Uhr-Spiel stellen wir den Wecker auf 1.45 Uhr, damit wir das Spiel unter keinen Umständen versäumen“, erklärt Eric Ramos.
Um ordentlich wachgerüttelt zu sein, benötigt Bruder Mateo gewöhnlich einen starken Kaffee zum Frühstück.
Danach muss er um 7 Uhr auf der Baustelle sein, sein Bruder beginnt um 8.30 Uhr seine Arbeit im Fitnessstudio. Wach halten sich die beiden mit Energiegetränken, kalter Dusche und Torjubel. „Wenn Brasilien trifft, sind wir sowieso putzmunter.“
„Eine WM bedeutet Ausnahmezustand“
Thomas Krall, 56, Versicherungsberater
Der Wecker ist in diesen Wochen mein wichtigster Mitspieler“, sagt Thomas Krall schmunzelnd. Denn er sieht sich nicht nur die Spiele unserer Mannschaft an.
Brasilien gegen Haiti am 20. Juni, ab 2.30 Uhr, Tunesien
gegen Japan am 21. Juni, ab 6 Uhr, Uruguay gegen
Spanien am 27. Juni, ab 2 Uhr, und Kolumbien gegen Portugal am 28. Juni, ab 1.30 Uhr, stehen bei ihm im Kalender. „Ich mag diese frühen Spiele. Da ist draußen noch alles still, und drinnen läuft schon die WM.“ Für die Partien um 2 Uhr oder halb drei geht Krall manchmal schon um 20 Uhr ins Bett, um vorzuschlafen.
Der Wecker klingelt immer eine halbe Stunde vor Anpfiff, damit er nicht verschlafen vor dem Fernseher sitzt. Um 8.30 Uhr muss Krall meist im Büro sein. Wach hält er sich
mit offenem Fenster, starkem Espresso und ein paar Yoga-Übungen.
„Nur liegen bleiben darf ich nicht. Dann bin ich verloren.“ Ausgeschlafen wird am Sonntag. „Eine Weltmeisterschaft bedeutet Ausnahmezustand. Schlafen kann ich später wieder.“
„Um 5.15 Uhr beginnt der Tag mit Kaffee und Semmeln“
Hilde, 71, und Franz Maier, 74, beide Pensionisten
Für Franz Maier ist die WM heuer ein Geschenk mit Anpfiff. Ausgerechnet in dieser Zeit feiert der 74jährige Geburtstag – und seine Frau Hilde schaut ihm zuliebe sogar ein Spiel mit.
„Normalerweise lese ich nebenbei oder frage nur, wie es steht“, sagt sie. „Aber zu seinem Geburtstag setze ich mich dazu.“ Dann wird auch mit einem Gläschen Sekt angestoßen. Wichtig war Franz Maier das erste Spiel unserer Mannschaft gegen Jordanien, 17. Juni, ab 6 Uhr.
Der Wecker klingelte dann schon um 5.15 Uhr, um Kaffee, Semmeln und die rot-weiß-roten Schals herzurichten.
„Wenn unser Team nach 28 Jahren wieder bei einer
WM dabei ist, möchte ich das nicht verschlafen“, meint er.
Auch Argentinien gegen Österreich am 22. Juni und
Algerien gegen Österreich am 28. Juni, ab 4 Uhr, sind
für ihn Pflicht. Hilde Maier hält sich mit starkem Kaffee wach, ihr Mann Franz mit Nervosität.
Sissi Vanek, 37, Volksschullehrerin
Ich bin keine Freundin von langen Fußballabenden, aber frühe Spiele haben für mich etwas Einmaliges“, sagt Sissi Vanek. Auf keinen Fall verpassen will sie die Begegnungen unserer Burschen in den frühen Morgenstunden: Österreich gegen Jordanien am 17. Juni, ab 6 Uhr, und Algerien gegen Österreich am 28. Juni, ab 4 Uhr.
Auch das Spiel Jordanien gegen Algerien am 23. Juni, ab 5 Uhr, und Kolumbien gegen die Demokratische Republik Kongo am 24. Juni, ab 4 Uhr, hat sich die Lehrerin im Kalender eingetragen.
„Ich schaue mir gern auch andere Mannschaften an“, sagt Vanek, die um 7.30 Uhr in der Schule sein muss.
Deshalb wird nach dem Schlusspfiff nicht lange analysiert. Wach hält sie sich mit starkem Kaffee, Orangensaft und einer kalten Dusche. „Wenn meine Klasse fragt, warum ich müde bin, sage ich: Wegen Österreich. Das verstehen sie sofort.“ Ausgeschlafen wird am Sonntag.
„Das frühe Aufstehen tut schon weh“
Daniel Gaiss, 34, Elektrotechniker
Daniel Gaiss gehört zu jenen Anhängern, die während der WM kaum ein Spiel auslassen.
„Ich sage immer: Eine WM ist nur alle vier Jahre, da muss ich durchhalten“, meint der 34jährige. Vor allem die
frühen Partien haben es ihm angetan. „Bei den Spielen in aller Herrgottsfrühe stelle ich mir den Wecker
immer eine halbe Stunde vorher. Das tut schon weh, aber wenn der Ball rollt, bin ich wach“, meint Gaiss, der um 8 Uhr in der Firma sein sollte.
Nach dem Schlusspfiff bleibt deshalb nur Zeit für einen starken Kaffee – und für eine Wechseldusche, auf die er schwört.
„Meine Freundin sagt, sie sehe mich nur noch mit Kaffeetasse“, meint er lachend.
Nach dem Turnier fährt das Paar gemeinsam in den
Urlaub. „Das habe ich ihr versprochen. Denn während der WM vernachlässige ich sie.“
„Für die Brasilianer stehen wir um 1.45 Uhr auf“
Mateo, 29, Installateur, und Eric Ramos, 26, Fitnesstrainer
Wenn Brasilien spielt, sitzen die beiden Brüder gemeinsam vor dem Fernseher. „Alleine zuzuschauen geht bei Brasilien gar nicht“, sagt Mateo Ramos. „Da brauche ich jemanden zum Jubeln, Schimpfen und Mitfiebern.“
Pflichtspiele für das Brüderpaar sind Brasilien gegen Haiti am 20. Juni, ab 2.30 Uhr, und Schottland
gegen Brasilien am 25. Juni, ab Mitternacht.
„Beim 2.30-Uhr-Spiel stellen wir den Wecker auf 1.45 Uhr, damit wir das Spiel unter keinen Umständen versäumen“, erklärt Eric Ramos.
Um ordentlich wachgerüttelt zu sein, benötigt Bruder Mateo gewöhnlich einen starken Kaffee zum Frühstück.
Danach muss er um 7 Uhr auf der Baustelle sein, sein Bruder beginnt um 8.30 Uhr seine Arbeit im Fitnessstudio. Wach halten sich die beiden mit Energiegetränken, kalter Dusche und Torjubel. „Wenn Brasilien trifft, sind wir sowieso putzmunter.“
„Eine WM bedeutet Ausnahmezustand“
Thomas Krall, 56, Versicherungsberater
Der Wecker ist in diesen Wochen mein wichtigster Mitspieler“, sagt Thomas Krall schmunzelnd. Denn er sieht sich nicht nur die Spiele unserer Mannschaft an.
Brasilien gegen Haiti am 20. Juni, ab 2.30 Uhr, Tunesien
gegen Japan am 21. Juni, ab 6 Uhr, Uruguay gegen
Spanien am 27. Juni, ab 2 Uhr, und Kolumbien gegen Portugal am 28. Juni, ab 1.30 Uhr, stehen bei ihm im Kalender. „Ich mag diese frühen Spiele. Da ist draußen noch alles still, und drinnen läuft schon die WM.“ Für die Partien um 2 Uhr oder halb drei geht Krall manchmal schon um 20 Uhr ins Bett, um vorzuschlafen.
Der Wecker klingelt immer eine halbe Stunde vor Anpfiff, damit er nicht verschlafen vor dem Fernseher sitzt. Um 8.30 Uhr muss Krall meist im Büro sein. Wach hält er sich
mit offenem Fenster, starkem Espresso und ein paar Yoga-Übungen.
„Nur liegen bleiben darf ich nicht. Dann bin ich verloren.“ Ausgeschlafen wird am Sonntag. „Eine Weltmeisterschaft bedeutet Ausnahmezustand. Schlafen kann ich später wieder.“
„Um 5.15 Uhr beginnt der Tag mit Kaffee und Semmeln“
Hilde, 71, und Franz Maier, 74, beide Pensionisten
Für Franz Maier ist die WM heuer ein Geschenk mit Anpfiff. Ausgerechnet in dieser Zeit feiert der 74jährige Geburtstag – und seine Frau Hilde schaut ihm zuliebe sogar ein Spiel mit.
„Normalerweise lese ich nebenbei oder frage nur, wie es steht“, sagt sie. „Aber zu seinem Geburtstag setze ich mich dazu.“ Dann wird auch mit einem Gläschen Sekt angestoßen. Wichtig war Franz Maier das erste Spiel unserer Mannschaft gegen Jordanien, 17. Juni, ab 6 Uhr.
Der Wecker klingelte dann schon um 5.15 Uhr, um Kaffee, Semmeln und die rot-weiß-roten Schals herzurichten.
„Wenn unser Team nach 28 Jahren wieder bei einer
WM dabei ist, möchte ich das nicht verschlafen“, meint er.
Auch Argentinien gegen Österreich am 22. Juni und
Algerien gegen Österreich am 28. Juni, ab 4 Uhr, sind
für ihn Pflicht. Hilde Maier hält sich mit starkem Kaffee wach, ihr Mann Franz mit Nervosität.
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