Ausgabe Nr. 24/2026 vom 10.06.2026, Fotos: ORF/Orbrock Film/Tivoli Film/Jovan Stevanovic
Christine Ostermayer, 89, und Margarethe Tiesel, 67: Dem Sterben davongefahren
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Zwei alte Damen fahren in die Schweiz, wo eine der beiden Sterbehilfe in Anspruch nehmen will. Anfangs können sie einander nicht ausstehen. Doch das ändert sich. Und am Ende fahren die beiden dem Sterben davon.
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Helene (Christine Ostermayer, 89) war einst eine gefeierte Theaterschauspielerin. Jetzt ist sie lebensmüde, will sich gegen eine schwere Krankheit gar nicht mehr behandeln lassen, sondern möchte in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch nehmen.
Toni (Margarethe Tiesel, 67), ihre Nachbarin in der Seniorenresidenz, ist ebenfalls nicht mehr die Jüngste, aber lebenslustig für zwei. Die beiden so unterschiedlichen Damen bilden zunächst eine Zweckgemeinschaft. Helene kann ihren Oldtimer nicht mehr selbst fahren, und ihr Neffe, ein konservativer Politiker, verweigert ihr die Unterstützung als Chauffeur für die letzte Reise.
Da springt Toni ein. Sie erklärt sich bereit, Helene in die Schweiz zu kutschieren. Die kann mit der bodenständigen Toni wenig anfangen. Dass sich die beiden im Laufe ihrer rasanten Fahrt – auf den Fersen sind ihnen die fürchterliche Verwandtschaft und immer wieder auch die Polizei – zusammenraufen, liegt
in der Natur der Dinge. Beide haben Lebenslügen im Gepäck, die sie der jeweils anderen erzählen. Helene lernt dabei, wie angenehm sich kleine Gemeinheiten anfühlen können, und die leutselige Toni kriegt den Mund nicht auf, wenn sie mit ihrem Sohn telefoniert.
Nach turbulenten Erlebnissen und der Erkenntnis, dass das Leben noch Überraschungen bereithält, legt Helene ihren Sterbehilfe-Plan ad acta. Beide Frauen finden neuen Lebensmut und schließen eine tiefe Freundschaft …
Die größten Probleme bei den Dreharbeiten hatten die beiden Damen mit dem Autofahren. „Die Fahrten waren im Drehplan recht früh angesetzt“, erzählt Christine Ostermayer. „Eine neue Arbeit, ein ungewohntes Auto, eine schwierige Straße und viel Text – das war wirklich anstrengend.“
Ähnlich erging es ihrer Kollegin Margarethe Tiesel. „Mein Mann beneidete mich, dass ich mit diesem klassischen Jaguar fahren durfte. Aber es war so unbequem. Man musste reinschlupfen und weit unten sitzen. Das war anstregend. Einsteigen, aussteigen, einsteigen, aussteigen. Das spürte ich dann abends am ganzen Körper, mir hat alles wehgetan.“
Das Thema um „letzte Fragen“ als Komödie anzulegen, gefiel beiden. „Es geht gar nicht anders. Sonst sagt der Zuschauer: Ich will davon nichts hören“, meint Tiesel. „Ja“, stimmt ihr Ostermayer zu. „Eine Komödie ist gut, die Wirklichkeit ist doch Drama genug.“
Toni (Margarethe Tiesel, 67), ihre Nachbarin in der Seniorenresidenz, ist ebenfalls nicht mehr die Jüngste, aber lebenslustig für zwei. Die beiden so unterschiedlichen Damen bilden zunächst eine Zweckgemeinschaft. Helene kann ihren Oldtimer nicht mehr selbst fahren, und ihr Neffe, ein konservativer Politiker, verweigert ihr die Unterstützung als Chauffeur für die letzte Reise.
Da springt Toni ein. Sie erklärt sich bereit, Helene in die Schweiz zu kutschieren. Die kann mit der bodenständigen Toni wenig anfangen. Dass sich die beiden im Laufe ihrer rasanten Fahrt – auf den Fersen sind ihnen die fürchterliche Verwandtschaft und immer wieder auch die Polizei – zusammenraufen, liegt
in der Natur der Dinge. Beide haben Lebenslügen im Gepäck, die sie der jeweils anderen erzählen. Helene lernt dabei, wie angenehm sich kleine Gemeinheiten anfühlen können, und die leutselige Toni kriegt den Mund nicht auf, wenn sie mit ihrem Sohn telefoniert.
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Die größten Probleme bei den Dreharbeiten hatten die beiden Damen mit dem Autofahren. „Die Fahrten waren im Drehplan recht früh angesetzt“, erzählt Christine Ostermayer. „Eine neue Arbeit, ein ungewohntes Auto, eine schwierige Straße und viel Text – das war wirklich anstrengend.“
Ähnlich erging es ihrer Kollegin Margarethe Tiesel. „Mein Mann beneidete mich, dass ich mit diesem klassischen Jaguar fahren durfte. Aber es war so unbequem. Man musste reinschlupfen und weit unten sitzen. Das war anstregend. Einsteigen, aussteigen, einsteigen, aussteigen. Das spürte ich dann abends am ganzen Körper, mir hat alles wehgetan.“
Das Thema um „letzte Fragen“ als Komödie anzulegen, gefiel beiden. „Es geht gar nicht anders. Sonst sagt der Zuschauer: Ich will davon nichts hören“, meint Tiesel. „Ja“, stimmt ihr Ostermayer zu. „Eine Komödie ist gut, die Wirklichkeit ist doch Drama genug.“
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