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Ausgabe Nr. 24/2026 vom 10.06.2026, Fotos: APA-Images, ORF/Film 27/Silvia Zeitlinger
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Schrott nahm für die Rolle zehn Kilo ab.
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„Am Ende wird alles sichtbar“,
Samstag, 13.6., 22 Uhr, ORF2

Jeremy Miliker (Michael),
Martin Weinek (Hochwürden),
Harald Schrott (Josef).
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Erika Marozsán (Ragusa),
Harald Schrott (Josef),
August Schmölzer (Polizeikommandant).
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Jeremy Miliker (Michael),
Harald Schrott (Josef),
August Schmölzer (Polizeikommandant).
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Harald Schrott (Josef),
Erika Marozsán (Ragusa).
Harald Schrott, 58:
„Die Vergangenheit holt uns alle ein“
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In der Rolle des Heimkehrers sucht Harald Schrott nach der Jugendliebe. Im echten Leben ist der Wahl-Berliner glücklich verheiratet und gerne zu Besuch in der Tiroler Heimat.
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Das Thema ist zeitlos und – angesichts aktueller Kriege, die vom eigenen Versagen ablenken sollen, sowie des weltweiten Rechtsruckes – hochaktuell“, sagt Harald Schrott. Er spielt die Hauptrolle im Film „Am Ende wird alles sichtbar“. Auf drei Zeitebenen zeigt die mit bitterbösem Humor gewürzte Parabel, „dass die Täter oft dieselben bleiben und die Vergangenheit uns alle einholt“.
Der Film basiert auf dem Roman „Der Totengräber im Buchsbaum“ von August Schmölzer (kl. Bi. mit Blumen), der selbst den Polizeichef darstellt.

Der von Schrott verkörperte Josef sucht nach jahrelanger Kriegs-Abwesenheit nach seiner Jugendliebe (Erika Marozsán, kl. B. u.). Da er spürt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, kehrt er in seine Heimatstadt zurück, in der unangenehme Männer das Sagen haben.

„Ich habe mich auf die melancholische Rolle intensiv vorbereitet und zehn Kilo abgenommen, denn ein Fotograf in der Kriegszeit war nicht wohlgenährt“, erzählt der am 12. Oktober 1967 in Mutters bei Innsbruck geborene Tiroler, der immer wieder gerne zurückkommt, „nicht nur nach Tirol, sondern überhaupt nach Österreich. Die Verbindung zu Tirol, meiner Familie und meinen Freunden ist tief und unerschütterlich. Österreich bleibt meine Heimat, obwohl ich seit mehr als dreißig Jahren in Deutschland lebe.“

Dorthin zog es ihn nach seiner Schauspielausbildung und dem ersten Engagement am Tiroler Landestheater, zunächst nach Mainz, Ulm und dann nach Berlin, wo er mit seiner Frau, der Schauspielerin Regine Zimmermann und den gemeinsamen Söhnen im Alter von 14 und 19 Jahren lebt. Die 28jährige Tochter aus einer früheren Beziehung hat in Wien Medizin studiert, was ihn freut, „weil sie das zu Ende brachte, was ich selber nicht schaffte“.

Schrott studierte parallel zur Schauspielausbildung drei Semester Medizin und absolvierte den großen Sezierkurs. „Dabei lernte ich die anatomische Besonderheit kennen, die Josef betrifft. Sein Herz liegt auf der rechten Seite, was ihn zeitlebens ausgezeichnet hat.“

Bei seinem Blick zurück fragt sich Josef, was gewesen wäre, wenn …, und lässt dabei seine Jugend und Kindheit Revue passieren. „Ab einem gewissen Alter ist das nichts Ungewöhnliches“, meint Schrott, der bei seinem persönlichen Rückblick mit nichts hadert. „Dazu müsste ich ja in einem Paralleluniversum leben, um zu sagen, an dem Punkt hätte ich anders entscheiden sollen“, meint er lachend.

„Es ist schon ein Luxus, in einem Land wie Tirol aufwachsen zu dürfen. Du gehst als Kind in den Wald, nimmst einen Stock in die Hand und stellst dir vor, weiß Gott was zu sein. Das ist einfach, authentisch und direkt“, sagt der dreifache Vater.

Er hat immer darauf geachtet, seinen Kindern Erlebnisse im Hier und Jetzt zu ermöglichen. „Was bedeutet, dass wir exklusive Zeit miteinander verbringen, mit Gesellschaftsspielen, am Wochenende und im Urlaub. Heuer geht es nach Kroatien, auf die wunderschöne Halbinsel Istrien, wo auch Teile des Filmes gedreht wurden“, freut er sich auf die gemeinsame Auszeit.
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