Endlich wieder Erdbeeren
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Sie sind die ersten Früchte, die nach dem Winter reifen. Hier gibt es kuriose Fakten über die Erdbeere, die am besten schmeckt, wenn wir sie selbst pflücken.
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Die feinfühlige Diva mag es zart
Erdbeeren sind empfindlich und vertragen keinen Druck. Dаrum sollten die kleinen roten Früchtchen auch erst kurz vor dem Verzehr behutsam in einem Sieb mit Wasser gesäubert werden.
„Die Stiele unbedingt erst nach der Dusche entfernen, damit der Saft und das wunderbare Aroma erhalten bleiben“, empfiehlt Mag. Karin Silberbauer vom Agrarmarkt Austria (AMA). Die Erdbeere reagiert auch sensibel auf Wetterveränderungen.
Vor Frost rollen sich die Blätter oft ein und die Blüten schließen sich.
Das Warten lohnt sich
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Erdbeeren liegt hierzulande derzeit bei 3,8 Kilo. Nach den Weintrauben sind sie damit das beliebteste Beerenobst. Das größte Erdbeerland ist Niederösterreich, gefolgt von Oberösterreich und der Steiermark.
Doch lange bevor es ab etwa Anfang Juni die ersten heimischen Früchte gibt, bieten Supermärkte Ware aus Spanien oder Ägypten an. „Diese Erdbeeren sehen zwar schön aus, sind aber wegen der langen Transportwege nicht ökologisch.“, wissen unsere Erdbeerbauern.
Ein Königreich für eine Beere
Der britische Kardinal Thomas Wolsey (1475–1530) soll der Erste gewesen sein, der Erdbeeren mit Schlagobers servierte – bei einem Bankett für König Heinrich VIII.
Bis heute ist diese Kombination weltberühmt – besonders beim Tennisturnier in Wimbledon (England), das dieses Jahr am 29. Juni beginnt. Während des zweiwöchigen Wettkampfes werden rund 38 Tonnen Erdbeeren und 10.000 Liter Schlagobers verputzt. Kaiserin Sisi (1837–1898) hingegen machte sich aus zerdrückten Erdbeeren mit Honig gerne eine Gesichtsmaske.
Zeit der krummen Rücken beim Erdbeerpflücken
Schon in den 70er Jahren kam dem Landwirt Wilhelm Minichmayr († 82) aus Alkoven (OÖ) die geniale Idee des Selbstpflückens im „Erdbeerland“, wobei er aus der Not eine Tugend machte.
Schließlich hatte der innovative Züchter für seine schnell reifenden Früchtchen nie genug Erntehelfer zur Hand. Auch heuer sammeln bereits erdbeerhungrige Städter auf den Feldern die schönsten Erdbeeren.
Ein Kilo kostet zum Selberpflücken zwischen 5 und 7 Euro. Für Feinschmecker, die sich einen krummen Rücken ersparen wollen, haben einige Bauern schon fertig gepflückte Früchtchen zur Hand – zum stolzen Preis von 11 bis 13 Euro pro Kilo.
Ein süßer Duft liegt in der Luft
Die Erdbeere hat 300 verschiedene Aromastoffe, enthält mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen, wirkt blutreinigend, ist gut gegen Gicht und Rheuma und hat pro 100 Gramm nur 35 Kalorien.
Wegen ihrer gesunden Inhaltsstoffe stärken die Früchtchen zudem das Immunsystem und die Knochen, schützen das Herz und wirken entzündungshemmend. Das wussten schon die alten Römer, die Erdbeeren zur Behandlung von allerlei Wehwehchen einsetzten. Allein der Duft frischer Erdbeeren kann nachweislich Stress abbauen und die Stimmung heben. In alten bayerischen Traditionen wurden frische Erdbeeren sogar als Opfergabe in Bäume gehängt, um böse Fabelwesen milde zu stimmen.
Schau genau beim Pünktchen zählen
Die Erdbeere ist gar keine Beere, sondern eine Sammelnuss aus der Familie der Rosengewächse.
Die gelblichen Punkte, die beim Essen so gern zwischen unseren Zähnen hängen bleiben, sind die eigentlichen Früchte, genannt Nüsschen. Wer Geduld und gute Augen hat, kann sich die Mühe machen und die kleinen
„Pünktchen“ nachzählen.
Gleich vorweg, jede Frucht trägt im Schnitt rund 200 Samen. Werden die Erdbeeren von Tieren gefressen, gelangen diese Samen später an anderer Stelle wieder in
die Natur und können dort keimen.
Echt rekordverdächtig
Erdbeeren sind nicht nur schmackhaft, sondern beflügeln seit Jahrhunderten auch die künstlerische Phantasie. Der britische Maler Lucian Freud schuf in den 1950er Jahren ein winziges Gemälde mit dem Titel „Erdbeeren“ – als Geschenk für seine Freundin. Bei einer Sotheby‘s-Auktion 2017 erzielte das nur 10 mal 12 Zentimeter kleine Bild einen Preis von 1,3 Millionen Euro.
Ein aufmerksamer Beobachter stellte fest, dass die gemalten Früchtchen mit einem Stückpreis von 135.000 Euro die wohl teuersten Erdbeeren aller Zeiten sein dürften. Da kann auch die aktuell schwerste Erdbeere der Welt mit ihren stolzen 322 Gramm Gewicht nicht mithalten.
Die Tränen der Liebe
Das tiefe Rot, die Herzform der aufgeschnittenen Frucht, dazu der süße Geschmack mit der angeblich aphrodisierenden Wirkung – einst galt die Erdbeere als Symbol der Venus, der römischen Göttin der Liebe und des Verlangens. „Als sie um ihren geliebten, früh verstorbenen Adonis trauerte, fielen ihre Tränen auf die Erde und verwandelten sich dort in kleine, rote Erdbeeren“, besagt die Legende.
Seit dem Mittelalter durften Männer dieses sommerliche Obst ohne Bedenken essen, da es als Sinnbild für Verlockung und Lust angesehen wurde. Für Frauen galten Erdberen damals hingegen als ungesund.
Erdbeeren sind empfindlich und vertragen keinen Druck. Dаrum sollten die kleinen roten Früchtchen auch erst kurz vor dem Verzehr behutsam in einem Sieb mit Wasser gesäubert werden.
„Die Stiele unbedingt erst nach der Dusche entfernen, damit der Saft und das wunderbare Aroma erhalten bleiben“, empfiehlt Mag. Karin Silberbauer vom Agrarmarkt Austria (AMA). Die Erdbeere reagiert auch sensibel auf Wetterveränderungen.
Vor Frost rollen sich die Blätter oft ein und die Blüten schließen sich.
Das Warten lohnt sich
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Erdbeeren liegt hierzulande derzeit bei 3,8 Kilo. Nach den Weintrauben sind sie damit das beliebteste Beerenobst. Das größte Erdbeerland ist Niederösterreich, gefolgt von Oberösterreich und der Steiermark.
Doch lange bevor es ab etwa Anfang Juni die ersten heimischen Früchte gibt, bieten Supermärkte Ware aus Spanien oder Ägypten an. „Diese Erdbeeren sehen zwar schön aus, sind aber wegen der langen Transportwege nicht ökologisch.“, wissen unsere Erdbeerbauern.
Ein Königreich für eine Beere
Der britische Kardinal Thomas Wolsey (1475–1530) soll der Erste gewesen sein, der Erdbeeren mit Schlagobers servierte – bei einem Bankett für König Heinrich VIII.
Bis heute ist diese Kombination weltberühmt – besonders beim Tennisturnier in Wimbledon (England), das dieses Jahr am 29. Juni beginnt. Während des zweiwöchigen Wettkampfes werden rund 38 Tonnen Erdbeeren und 10.000 Liter Schlagobers verputzt. Kaiserin Sisi (1837–1898) hingegen machte sich aus zerdrückten Erdbeeren mit Honig gerne eine Gesichtsmaske.
Zeit der krummen Rücken beim Erdbeerpflücken
Schon in den 70er Jahren kam dem Landwirt Wilhelm Minichmayr († 82) aus Alkoven (OÖ) die geniale Idee des Selbstpflückens im „Erdbeerland“, wobei er aus der Not eine Tugend machte.
Schließlich hatte der innovative Züchter für seine schnell reifenden Früchtchen nie genug Erntehelfer zur Hand. Auch heuer sammeln bereits erdbeerhungrige Städter auf den Feldern die schönsten Erdbeeren.
Ein Kilo kostet zum Selberpflücken zwischen 5 und 7 Euro. Für Feinschmecker, die sich einen krummen Rücken ersparen wollen, haben einige Bauern schon fertig gepflückte Früchtchen zur Hand – zum stolzen Preis von 11 bis 13 Euro pro Kilo.
Ein süßer Duft liegt in der Luft
Die Erdbeere hat 300 verschiedene Aromastoffe, enthält mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen, wirkt blutreinigend, ist gut gegen Gicht und Rheuma und hat pro 100 Gramm nur 35 Kalorien.
Wegen ihrer gesunden Inhaltsstoffe stärken die Früchtchen zudem das Immunsystem und die Knochen, schützen das Herz und wirken entzündungshemmend. Das wussten schon die alten Römer, die Erdbeeren zur Behandlung von allerlei Wehwehchen einsetzten. Allein der Duft frischer Erdbeeren kann nachweislich Stress abbauen und die Stimmung heben. In alten bayerischen Traditionen wurden frische Erdbeeren sogar als Opfergabe in Bäume gehängt, um böse Fabelwesen milde zu stimmen.
Schau genau beim Pünktchen zählen
Die Erdbeere ist gar keine Beere, sondern eine Sammelnuss aus der Familie der Rosengewächse.
Die gelblichen Punkte, die beim Essen so gern zwischen unseren Zähnen hängen bleiben, sind die eigentlichen Früchte, genannt Nüsschen. Wer Geduld und gute Augen hat, kann sich die Mühe machen und die kleinen
„Pünktchen“ nachzählen.
Gleich vorweg, jede Frucht trägt im Schnitt rund 200 Samen. Werden die Erdbeeren von Tieren gefressen, gelangen diese Samen später an anderer Stelle wieder in
die Natur und können dort keimen.
Echt rekordverdächtig
Erdbeeren sind nicht nur schmackhaft, sondern beflügeln seit Jahrhunderten auch die künstlerische Phantasie. Der britische Maler Lucian Freud schuf in den 1950er Jahren ein winziges Gemälde mit dem Titel „Erdbeeren“ – als Geschenk für seine Freundin. Bei einer Sotheby‘s-Auktion 2017 erzielte das nur 10 mal 12 Zentimeter kleine Bild einen Preis von 1,3 Millionen Euro.
Ein aufmerksamer Beobachter stellte fest, dass die gemalten Früchtchen mit einem Stückpreis von 135.000 Euro die wohl teuersten Erdbeeren aller Zeiten sein dürften. Da kann auch die aktuell schwerste Erdbeere der Welt mit ihren stolzen 322 Gramm Gewicht nicht mithalten.
Die Tränen der Liebe
Das tiefe Rot, die Herzform der aufgeschnittenen Frucht, dazu der süße Geschmack mit der angeblich aphrodisierenden Wirkung – einst galt die Erdbeere als Symbol der Venus, der römischen Göttin der Liebe und des Verlangens. „Als sie um ihren geliebten, früh verstorbenen Adonis trauerte, fielen ihre Tränen auf die Erde und verwandelten sich dort in kleine, rote Erdbeeren“, besagt die Legende.
Seit dem Mittelalter durften Männer dieses sommerliche Obst ohne Bedenken essen, da es als Sinnbild für Verlockung und Lust angesehen wurde. Für Frauen galten Erdberen damals hingegen als ungesund.
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