Pfeilgenau zum Erfolg
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Sie stellt alle Sportlergesetze auf den Kopf. Die Kärntnerin Stefanie Telsnig, 40, begann erst mit 35 Jahren im professionellen Dartssport und erkletterte trotzdem in nur drei Jahren den heimischen Staatsmeisterthron, den sie am Wochenende verteidigen will.
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Rund 35 Jahre lang wusste Stefanie Telsnig,
40, nicht um das Riesentalent, das in ihr schlummerte. „Zuvor hatte ich nur ab und zu in einer Bar Pfeile geworfen“, erinnert sich die Bürokauffrau aus
St. Veit an der Glan (K). Erst Mitte dreißig, in einem Alter in dem andere Sportler ihre Karrieren beenden, fing sie mit dem Profisport an.
„Plötzlich habe ich gemerkt, dass ich im Dart besser bin als die anderen, das wurde schnell zur großen Leidenschaft“, erzählt sie. Telsnig spielte Turniere und trainierte rund um die Uhr. „Für mich war das meine Chance, im Sport etwas zu erreichen. Deswegen habe ich jede freie Minute an der Scheibe verbracht, das war nicht immer lustig. Ich hab vor und nach der Arbeit trainiert, auch wenn ich hundemüde war.“
Nur drei Jahre später stand die Kärntnerin an der Spitze der heimischen Rangliste, wo sie bis heute geblieben ist und bereiste für ihren Sport Länder wie Südkorea oder Frankreich. Im Vorjahr gewann sie sowohl die Staatsmeisterschaften im klassischen Steeldarts, wie es die Profis spielen, als auch im E-Dart, wo mit weichen Pfeilspitzen auf elektronische Zielscheiben geworfen wird, holte den Titel im Mixed-Doppel mit Partner Nick Zwittnig, 25, und EM-Bronze mit der Mannschaft.
„Mein rasanter Aufstieg hat mir den Spitznamen
,Corinthian Comet‘ (deutsch: Kärntner Komet) ein-
gebracht“, verrät sie lächelnd. „Als Einlauflied bei Turnieren spiele ich seither gerne das Lied ,Komet‘ des deutschen Sängers Apache 207 ab.“ Als zusätzlichen Ansporn ließ sie sich auf den Unterarmen neben den Namen ihres Taufpatenkindes und ihrer Oma einen Löwen tätowieren, ihr Symbol für sportliche Stärke.
Die wird der „Dart-Komet“ auch brauchen, wenn er am kommenden Wochenende in Wien seinen Staatsmeistertitel verteidigen will. „Ich finde, mein Werdegang ist ein schönes Zeichen dafür, dass jeder, ungeachtet seines Alters oder seiner körperlichen Voraussetzungen, an die Spitze kommen kann“, betont die Sportlerin, die in der Heimat viel Aufmerksamkeit erhält. „Wenn ich durch St. Veit gehe, werde ich oft angesprochen“, verrät sie. „Ich durfte auch mit dem ehemaligen Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser eine Runde Dart spielen.“ Begleitet wird die Hobbyköchin, deren Spezialität Lasagne ist, bei fast allen Turnieren von ihrem Mann Günther, 37. „Er ist meine mentale Stütze und sorgt dafür, dass ich selbst im Turnierstress nicht aufs Essen und Trinken vergesse“, sagt sie lachend.
Der Gatte ist zwar auch ein exzellenter Dartspieler, kann jedoch mit seiner besseren Hälfte nicht mithalten. „Oft spielen wir darum, wer den Geschirrspüler ausräumen muss“, berichtet sie. „Ich muss gestehen, dass ich ihn schon lange nicht mehr ausgeräumt habe.“ W.Kreuziger
Tipps von der Staatsmeisterin:
Sorgen Sie anfangs für einen felsenfesten Stand,
strecken Sie Ihre Hüfte und stehen sie gerade da.
Beim Wurf selbst sollte sich der Körper nicht bewegen, sondern nur Schulter und Hand.
Greifen Sie die Pfeile locker mit den Fingern, sodass es sich bequem anfühlt und lassen Sie sie einfach aus der Hand gleiten. Die meisten halten sie mit drei Fingern,
ich selbst mit vier.
Nur viel Training macht einen besser. Üben Sie
vorzugsweise mit besseren Spielern oder als Frau
mit Männern. Nur so können Sie sich entwickeln, auch wenn Sie im Training verlieren.
40, nicht um das Riesentalent, das in ihr schlummerte. „Zuvor hatte ich nur ab und zu in einer Bar Pfeile geworfen“, erinnert sich die Bürokauffrau aus
St. Veit an der Glan (K). Erst Mitte dreißig, in einem Alter in dem andere Sportler ihre Karrieren beenden, fing sie mit dem Profisport an.
„Plötzlich habe ich gemerkt, dass ich im Dart besser bin als die anderen, das wurde schnell zur großen Leidenschaft“, erzählt sie. Telsnig spielte Turniere und trainierte rund um die Uhr. „Für mich war das meine Chance, im Sport etwas zu erreichen. Deswegen habe ich jede freie Minute an der Scheibe verbracht, das war nicht immer lustig. Ich hab vor und nach der Arbeit trainiert, auch wenn ich hundemüde war.“
Nur drei Jahre später stand die Kärntnerin an der Spitze der heimischen Rangliste, wo sie bis heute geblieben ist und bereiste für ihren Sport Länder wie Südkorea oder Frankreich. Im Vorjahr gewann sie sowohl die Staatsmeisterschaften im klassischen Steeldarts, wie es die Profis spielen, als auch im E-Dart, wo mit weichen Pfeilspitzen auf elektronische Zielscheiben geworfen wird, holte den Titel im Mixed-Doppel mit Partner Nick Zwittnig, 25, und EM-Bronze mit der Mannschaft.
„Mein rasanter Aufstieg hat mir den Spitznamen
,Corinthian Comet‘ (deutsch: Kärntner Komet) ein-
gebracht“, verrät sie lächelnd. „Als Einlauflied bei Turnieren spiele ich seither gerne das Lied ,Komet‘ des deutschen Sängers Apache 207 ab.“ Als zusätzlichen Ansporn ließ sie sich auf den Unterarmen neben den Namen ihres Taufpatenkindes und ihrer Oma einen Löwen tätowieren, ihr Symbol für sportliche Stärke.
Die wird der „Dart-Komet“ auch brauchen, wenn er am kommenden Wochenende in Wien seinen Staatsmeistertitel verteidigen will. „Ich finde, mein Werdegang ist ein schönes Zeichen dafür, dass jeder, ungeachtet seines Alters oder seiner körperlichen Voraussetzungen, an die Spitze kommen kann“, betont die Sportlerin, die in der Heimat viel Aufmerksamkeit erhält. „Wenn ich durch St. Veit gehe, werde ich oft angesprochen“, verrät sie. „Ich durfte auch mit dem ehemaligen Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser eine Runde Dart spielen.“ Begleitet wird die Hobbyköchin, deren Spezialität Lasagne ist, bei fast allen Turnieren von ihrem Mann Günther, 37. „Er ist meine mentale Stütze und sorgt dafür, dass ich selbst im Turnierstress nicht aufs Essen und Trinken vergesse“, sagt sie lachend.
Der Gatte ist zwar auch ein exzellenter Dartspieler, kann jedoch mit seiner besseren Hälfte nicht mithalten. „Oft spielen wir darum, wer den Geschirrspüler ausräumen muss“, berichtet sie. „Ich muss gestehen, dass ich ihn schon lange nicht mehr ausgeräumt habe.“ W.Kreuziger
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Sorgen Sie anfangs für einen felsenfesten Stand,
strecken Sie Ihre Hüfte und stehen sie gerade da.
Beim Wurf selbst sollte sich der Körper nicht bewegen, sondern nur Schulter und Hand.
Greifen Sie die Pfeile locker mit den Fingern, sodass es sich bequem anfühlt und lassen Sie sie einfach aus der Hand gleiten. Die meisten halten sie mit drei Fingern,
ich selbst mit vier.
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