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Ausgabe Nr. 22/2026 vom 26.05.2026, Fotos: APA-Images, dpa, All mauritius
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Marilyn Monroe, 26.
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Norma Jean 1928
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Als 19jährige.
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1953 im Film „Blondinen bevorzugt“.
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Kurz vor ihrem Tod 1962.
100. Geburtstag von Marilyn Monroe: Eine unsterbliche Ikone
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Über das Leben der berühmtesten Blondine der Welt wurden hunderte Bücher geschrieben. Die Umstände ihres Todes sind bis heute ungeklärt und nähren den Mythos um ihre Person.
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Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Von „Marilyn ist tot“ bis hin zu „MM – Unfall oder Selbstmord?“ titelten die Zeitungen am 6. August 1962.

Mit nur 36 Jahren hatte die weltbekannte Hollywood-Schauspielerin Marilyn Monroe am Tag davor – abseits der Filmkameras – die Bühne des Lebens verlassen. Über die wahren Hintergründe ihres Todes wird bis heute spekuliert. Sogar ein Mord wird nicht ausgeschlossen, soll die Schauspielerin doch noch kurz vor ihrem Ableben Affären sowohl mit dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy als auch mit dessen Bruder Robert gehabt haben.

Auch mehr als 60 Jahre später halten sich deshalb Gerüchte, die Kennedys könnten in den mysteriösen Tod Monroes verwickelt gewesen sein. Die Theorie, sie sei zum Schweigen gebracht worden, um einen politischen Skandal zu verhindern, versucht der Autor Andrew Wilson in seiner vor Kurzem erschienenen Monroe-Biografie „I Wanna Be Loved By You“ (Simon & Schuster, € 32,99) zu widerlegen. Er beschreibt darin die letzten 24 Stunden in ihrem Leben.

„Sie wirkte erschöpft, klagte über Schlaflosigkeit und Einsamkeit“, schreibt Wilson über den 4. August 1962.

Um 21 Uhr zog sich Monroe in ihr Schlafzimmer zurück. Als ihre Haushälterin Eunice Murray sie gegen 3.30 Uhr fand, „sah ich Marilyn auf dem Bett liegen – bäuchlings, nackt, mit dem Telefonhörer in der Hand“.

Später wurde festgestellt, „dass sie etwa 20 Kapseln Chloralhydrat und 25 Nembutal-Tabletten (beides starke Beruhigungs- und Schlafmittel) intus hatte“, berichtet der Autor. Um 4.25 Uhr am 5. August 1962 wurde die Polizei über die Tote im Haus 12305 Fifth Helena Drive in Los Angeles (USA) informiert.

Pat Newcomb – damals Marilyns engste Vertraute – sagte laut Wilson später, dass sie nicht glaube, „dass sie ermordet wurde. Ich glaube nicht, dass Marilyn sterben wollte. Es war ein Unfall.“

Jedenfalls hat ihr früher Tod zur Legendenbildung beigetragen, denn auch hundert Jahre nach ihrer Geburt ist Marilyn Monroes Gesicht noch immer eines der berühmtesten der Welt.

Als sie am 1. Juni 1926 als Norma Jean Baker in Los Angeles (USA) das Licht der Welt erblickte, ahnte wohl niemand, dass aus dem kleinen blonden Mädchen dereinst das größte Sexsymbol des 20. Jahrhundert werden sollte.

Die Mutter, Gladys Pearl Baker (1902–1984), arbeitete in der Filmindustrie und war psychisch krank. Nicht in der Lage, sich um ihr Kind zu kümmern, landete Norma Jean deshalb schon früh bei verschiedenen Pflegeeltern und auch im Waisenhaus.

Später erzählte sie von Misshandlungen und sexuellem Missbrauch, die sie dort als Kind erlebt hatte.

„Es war Marilyns größte Angst, wie ihre Mutter in einer Nervenheilanstalt zu landen“, sagt Andrew Wilson. Wurden doch auch beim Urgroßvater und der Großmutter mütterlicherseits Psychosen festgestellt.

Später behauptete Marilyn Monroe, ihre Großmutter habe sie als Kind versucht zu ersticken. Von Anfang an fehlte dem Mädchen der Vater, dessen Name laut Geburtsurkunde Edward Mortenson gelautet haben soll.

„Ihre Mutter erzählte ihr, er sei vor ihrer Geburt gestorben“, weiß Wilson. Wie sich später herausstellte, war ihr biologischer Vater Charles Stanley Gifford, was dieser jedoch zu Monroes Lebzeiten stets bestritt.

In ihrer Kindheit fühlte sie sich oft ungeliebt und verlassen. Gefühle, die auch ihr späteres Verhalten prägen sollten und ihren Hang zu älteren Männern erklären könnten. Bereits mit 16 Jahren heiratete sie im Juni 1942 den fünf Jahre älteren Jim Dougherty. Sie nannte ihn „Daddy“, er sie sein Baby. Vier Jahre später wurde die Ehe geschieden.

Norma Jean, die ab 1944 in der Montageabteilung einer Rüstungsfabrik arbeitete, war dort von einem Armee-Fotografen entdeckt worden. Ihre ersten Aufträge für die damals so typischen „Pinup“-Fotos brachten ihr gutes Geld ein.

Dabei überließ sie nichts dem Zufall, kaufte sich Anatomiebücher und studierte Posen, die sie im besten Licht erscheinen ließen. Unter Fotografen hieß es bald, es sei praktisch unmöglich, ein schlechtes Foto von Norma Jean zu schießen.

Ihre Metamorphose begann 1946, als die knapp 20jährige ihre ersten Probeaufnahmen bei der Filmfirma „20th Century Fox“ machte. Zuerst war es nur der Name, den sie ablegte. Aus Norma Jean wurde Marilyn Monroe – zusammengesetzt aus dem Vornamen der 1936 verstorbenen Tänzerin Marilyn Miller und dem Mädchennamen ihrer Mutter. Ihr Debüt hatte sie dann in der 1947 gedrehten Komödie „Scudda Hoo! Scudda Hay!“. Monroes Auftritt fiel aber zum größten Teil der Schere zum Opfer.

Schon bald begann Hollywood ihr Aussehen zu verändern – ihr Haar wurde blondiert, die Zähne wurden gebleicht, Nase und Kinn korrigiert.

Es war die Geburt eines Klischees, das sie bis zu ihrem Tod nicht mehr ablegen konnte. Mit Filmen wie „Niagara“, „Wie angelt man sich einen Millionär“ oder „Bondinen bevorzugt“ (alle 1953) wurde Marilyn Monroe zum weltweiten Sexsymbol.

Dass sie dabei auf die Rolle des blonden Dummchens reduziert wurde, machte ihr zu schaffen. Nichtsdestotrotz bemühte sie sich, den stereotypen Figuren Tiefe zu verleihen. Doch als sie 1954, nur neun Monate nach der Hochzeit mit dem amerikanischen Sport-Idol Joe DiMaggio, vor den Scherben ihrer Ehe stand, war sie fest entschlossen, ihr Image zu ändern. Sie hatte genug davon, in ihren Filmen „mit dem Hintern zu wackeln“, wollte stattdessen endlich starke, dramatische Rollen spielen.

Marilyn Monroe gründete ihre eigene Produktionsfirma, nahm Schauspielunterricht in New York (USA) und kehrte Hollywood den Rücken. 1956 heiratete sie den knapp elf Jahre älteren Schriftsteller Arthur Miller – eine Verbindung zwischen „Körper“ und „Geist“, der kaum jemand eine Chance gab.

Die ungleichen Erwartungen in der Partnerschaft, ihre immer stärker werdende Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln – die bereits bei der Produktion von „Manche mögen‘s heiß“ (1959) deutlich wurde –, drei Fehlgeburten und die belastenden Dreharbeiten zu „Nicht gesellschaftsfähig“ (1961) führten schließlich dazu, dass auch diese Ehe 1961 scheiterte.

Wenn die Scheinwerfer erloschen, zeigte sich ihre Zerbrechlichkeit, offenbarte sich die Kluft zwischen der verführerischen Leinwandikone und dem – wie Arthur Miller Jahre später sagte – „traurigsten Mädchen der Welt“. rz
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