Tormaschine gegen Bollwerk
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Die effektivsten Scharfschützen gegen die beste Abwehr, der Vorjahressieger gegen die ewig Wartenden, Frankreich gegen England.
Das Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal London am kommenden Samstag in Budapest (18 Uhr, Ungarn) wird zum Feuerwerk der großen Kontraste.
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Meine Elf läuft am Samstag aufs Feld, um Fußballgeschichte zu schreiben“, betont der Paris-Trainer Luis Enrique, 56. „Das gelingt einem nicht mit dem ersten, sondern erst mit dem zweiten Champions-League-Sieg“. Er weiß freilich, dass das Kunststück der Titelverteidigung in der Historie der Champions League bisher nur Real Madrid (2017, 2018) gelang und der diesjährige Kontrahent stark im Aufwind ist. Nach 22 Jahren Durststrecke eroberte Arsenal zuletzt wieder den englischen Meistertitel und will nach 22 Jahren
der Talsohle auch die CL-Krone holen.
Bei den Buchmachern gilt Paris Saint-Germain als Favorit, weil der Titelverteidiger mit Bayern München den stärksten Gegner aus dem Weg räumte. Fakt ist, dass Paris bisher nicht nur mit 44 die meisten Tore aller Teilnehmer dieser Champions-League-Saison schoss, sondern mit 298 Schüssen, 114 davondirekt aufs Tor, auch am häufigsten losballerte. Hauptverantwortlich dafür ist der Flügelstürmer Khvicha Kvaratskhelia, 25. „Ich stamme aus armen Verhältnissen“, erzählt der Georgier. „Als Kind habe ich jeden Tag auf dem Betonhof unseres Gemeindebaus Fußball gespielt, bis meine Knie bluteten, und nie daran gedacht, eines Tages so weit zu kommen.“
Auch der zuletzt angeschlagene Weltfußballer Ousmane Dembélé, 29, sorgt für Torgefahr, der einen diktatorischen Stil nicht nur auf dem grünen Rasen mag. „Ich habe privat eine Vorliebe für Diktatoren wie Stalin und ich sehe mir gern Dokus über sie an“, verrät der Franzose. „Mich interessieren die Mechanismen der Macht.“
Dieser großen Feuerkraft steht am Samstag das Abwehrbollwerk der „Kanoniere“ von Arsenal gegenüber. Die Londoner sind nicht nur als einziges Team der Königsklasse ungeschlagen, sondern erhielten zudem mit nur sechs Gegentreffern die wenigsten aller Teilnehmer und blieben als einzige in neun Spielen ohne Gegentor. Das war möglich, weil hinten die Innenverteidiger William Saliba, 25, aus Frankreich und Gabriel Magalhães, 28, aus Brasilien die Abwehr dichtmachen und Declan Rice, 27, im Mittelfeld viele Angriffe abfängt. „Ich habe einen kleinen Schuhfetisch“, gibt der englische Nationalspieler zu, der Sneaker ebenso wie Fußballschuhe sammelt und selbst nur maßgefertigte Produkte trägt. „Für mich sind Schuhe große Erinnerungen an Spiele oder Personen“, sagt er. „Eines Tages würde ich gern eigene Modelle entwerfen.“
Die Trainer kickten vor 27 Jahren gemeinsam bei Barcelona, agieren jedoch heute grundverschieden. Mikel Arteta, 44, schickt die „Gunners“ wie Schachfiguren aufs Feld, um durch exaktes Positionsspiel den Gegner spielerisch zu „ersticken“. Sein Gegenüber Luis Enrique gibt seinen Spielern die Freiheit, durch Dribblings und schnelle Umschaltmomente unberechenbar zu sein. Enrique stieg nach dem Königsliga-Triumph von PSG 2025 und einer Gehaltserhöhung auf 20 Millionen Euro jährlich zum Bestverdiener seines Vereins auf und kassiert damit mehr als jeder Spieler. Arteta steht „nur“ bei zwölf Millionen Euro.
Beide Vereine, die mit rund 1,4 Milliarden Euro annähernd denselben Transfermarktwert aufweisen, werden von Ölmillionen der Fluglinien des arabischen Raumes finanziert, Paris von Qatar Airways und Arsenal von Emirates (Dubai). Am Samstag stehen sie sich in der Budapester Puskás-Arena vor 67.000 Zuschauern gegenüber, wobei die Ankickzeit vom Europaverband UEFA erstmals auf 18 Uhr (auch live im ZDF zu sehen) vorverlegt wurde, um in Asien und dem Nahen Osten besser konsumiert werden zu können. Kreuziger
der Talsohle auch die CL-Krone holen.
Bei den Buchmachern gilt Paris Saint-Germain als Favorit, weil der Titelverteidiger mit Bayern München den stärksten Gegner aus dem Weg räumte. Fakt ist, dass Paris bisher nicht nur mit 44 die meisten Tore aller Teilnehmer dieser Champions-League-Saison schoss, sondern mit 298 Schüssen, 114 davondirekt aufs Tor, auch am häufigsten losballerte. Hauptverantwortlich dafür ist der Flügelstürmer Khvicha Kvaratskhelia, 25. „Ich stamme aus armen Verhältnissen“, erzählt der Georgier. „Als Kind habe ich jeden Tag auf dem Betonhof unseres Gemeindebaus Fußball gespielt, bis meine Knie bluteten, und nie daran gedacht, eines Tages so weit zu kommen.“
Auch der zuletzt angeschlagene Weltfußballer Ousmane Dembélé, 29, sorgt für Torgefahr, der einen diktatorischen Stil nicht nur auf dem grünen Rasen mag. „Ich habe privat eine Vorliebe für Diktatoren wie Stalin und ich sehe mir gern Dokus über sie an“, verrät der Franzose. „Mich interessieren die Mechanismen der Macht.“
Dieser großen Feuerkraft steht am Samstag das Abwehrbollwerk der „Kanoniere“ von Arsenal gegenüber. Die Londoner sind nicht nur als einziges Team der Königsklasse ungeschlagen, sondern erhielten zudem mit nur sechs Gegentreffern die wenigsten aller Teilnehmer und blieben als einzige in neun Spielen ohne Gegentor. Das war möglich, weil hinten die Innenverteidiger William Saliba, 25, aus Frankreich und Gabriel Magalhães, 28, aus Brasilien die Abwehr dichtmachen und Declan Rice, 27, im Mittelfeld viele Angriffe abfängt. „Ich habe einen kleinen Schuhfetisch“, gibt der englische Nationalspieler zu, der Sneaker ebenso wie Fußballschuhe sammelt und selbst nur maßgefertigte Produkte trägt. „Für mich sind Schuhe große Erinnerungen an Spiele oder Personen“, sagt er. „Eines Tages würde ich gern eigene Modelle entwerfen.“
Die Trainer kickten vor 27 Jahren gemeinsam bei Barcelona, agieren jedoch heute grundverschieden. Mikel Arteta, 44, schickt die „Gunners“ wie Schachfiguren aufs Feld, um durch exaktes Positionsspiel den Gegner spielerisch zu „ersticken“. Sein Gegenüber Luis Enrique gibt seinen Spielern die Freiheit, durch Dribblings und schnelle Umschaltmomente unberechenbar zu sein. Enrique stieg nach dem Königsliga-Triumph von PSG 2025 und einer Gehaltserhöhung auf 20 Millionen Euro jährlich zum Bestverdiener seines Vereins auf und kassiert damit mehr als jeder Spieler. Arteta steht „nur“ bei zwölf Millionen Euro.
Beide Vereine, die mit rund 1,4 Milliarden Euro annähernd denselben Transfermarktwert aufweisen, werden von Ölmillionen der Fluglinien des arabischen Raumes finanziert, Paris von Qatar Airways und Arsenal von Emirates (Dubai). Am Samstag stehen sie sich in der Budapester Puskás-Arena vor 67.000 Zuschauern gegenüber, wobei die Ankickzeit vom Europaverband UEFA erstmals auf 18 Uhr (auch live im ZDF zu sehen) vorverlegt wurde, um in Asien und dem Nahen Osten besser konsumiert werden zu können. Kreuziger
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