Der himmlische Stern
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Ein Ort voller Symbolik ist die Wallfahrtskirche Zelená Hora in Tschechien. Sie ist sternförmig gebaut und dem Heiligen Nepomuk geweiht. Das Gotteshaus ist täglich geöffnet.
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Eine der außergewöhnlichsten Sakralbauten Europas befindet sich in Tschechien. Auf dem Grünberg in der Stadt Žďár nad Sázavou erhebt sich die sternförmig gebaute Wallfahrtskirche Zelená Hora. Die Kirche ist dem Heiligen Nepomuk geweiht und nur drei Stunden von Wien entfernt.
Das Gotteshaus wurde in die Liste des Weltkultur-
erbes aufgenommen. Es ist von Mai bis September täglich geöffnet. In seinem Inneren bietet es einen Kreuzgang, ein riesiges Deckengewölbe und eine Orgel im zweiten Stock. Beim Bau der Kirche spielte die Zahl „Fünf“ eine wichtige Rolle.
Der Kreuzgang hat fünf Tore und fünf Kapellen. In deren Inneren befinden sich fünf Altäre. Fünf Buchstaben hat auch das lateinische Wort „tacui“, mit dem der Heilige Nepomuk in Verbindung gebracht wird. Die Übersetzung lautet: „Ich habe geschwiegen.“ „Johannes von Nepomuk war der Generalvikar des Erzbistums Prag. Die damalige böhmische Königin Sophie legte bei ihm die Beichte ab. Deren Gemahl, König Wenzel IV., wollte die Geheimnisse seiner Frau erfahren. Doch Nepomuk weigerte sich trotz Folter, das Beichtgeheimnis zu brechen“, erzählt Ondřey Vobejda, der Verwalter des Anwesens.
Der Priester wurde deshalb im Jahr 1393 von der Karlsbrücke in Prag in die Moldau geworfen. Der Legende nach sollen den Leichnam fünf leuchtende Sterne umgeben haben. Der Heilige wird seither mit fünf Sternen um sein Haupt abgebildet. „Er ist der Schutzpatron der Brücken und der Beichtväter“, sagt der Tscheche.
Wer mehr über den Heiligen erfahren möchte, sollte das angrenzende Schloss besuchen. Das Gebäude war ursprünglich ein Kloster und beherbergt heute ein Museum, in dem das Anfassen von Gegenständen ausdrücklich erwünscht ist. Im Obergeschoß betreten die Besucher die farbenfrohe Welt des Barock. Sie treffen in virtueller Form auch auf den Baumeister Johann Santini, der die Wallfahrtskirche vor etwas mehr als 300 Jahren gebaut hat.
Der Architekt gilt als Meister der Barockgotik. Er baute die Kirche mit Elementen der Gotik und des Barock. Das ist in Europa einzigartig.
Vom Kaffeehaus des Schlosses lässt sich die Kirche bewundern. Hinter dem Gotteshaus erheben sich die Saarer Berge. Gleich 17 Achthunderter gibt es zu erklimmen.
Das Gebiet gehört zum Landkreis Vysočina in der Region Südmähren und grenzt an Niederösterreich. Dort gibt es vieles zu entdecken. „Südmähren bietet eine Mischung aus Weindörfern, Kultur und herausragender Architektur“, sagt Martina Gruzová, die Direktorin der Tourismuszentrale Südmähren.
Ein Dorf, das auch wunderbar nach Italien passen würde, ist Telč. Das Städtchen besticht durch Arkadengänge und farbenfrohe Renaissance-Häuser am Hauptplatz. Der Altstadtkern ist zusammen mit dem Schloss Teil des Weltkulturerbes.
Telč zählt zu den schönsten Städten der Tschechischen Republik. Bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch des Schlosses, das sich bei Sonnenschein auf der Wasserfläche des Teiches spiegelt. Bei einer Besichtigung sehen die Besucher den Goldenen Saal, den Rittersaal und die Allerheiligenkapelle.
Das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt ist der Heiliggeistturm. Er ragt 49 Meter in die Höhe. Eine Stiege führt nach oben. Von der Aussichtsplattform aus genießen die Besucher einen Panoramablick auf die roten Dächer der Stadt.
Mit einer traumhaften Aussicht lockt auch die Burg Pernstein. Sie wurde im frühen 13. Jahrhundert erbaut und nie erobert. Sie thront auf einem Felsen über dem Städtchen Nedvědice. Das Gebäude diente als Drehort für einige Filme. Dazu gehören der Action-
Film „Van Helsing“ mit Hugh Jackman, der Thriller „Wanted“ mit Angelina Jolie und der Horror-Klassiker „Nosferatu“ mit Klaus Kinski.
Der Legende nach lebt die Weiße Frau auf der Burg. Sie war eitel und betrachtete sich ständig im Spiegel. Bis heute soll sie in Gestalt einer jungen Frau durch die Burggänge irren. Mädchen und Frauen sollten sich übrigens vor allen Spiegeln auf der Burg in Acht nehmen. Es heißt, dass diejenige, die zu tief in die Spiegel blickt, innerhalb eines Jahres ihre Schönheit verliert.
Die Burg kann besichtigt werden. Der Eintritt beträgt 260 Kronen, das sind € 11,–. Im Freien lädt ein Rundwanderweg durch den Schlossgarten ein, sich die Beine zu vertreten. widlak
Das Gotteshaus wurde in die Liste des Weltkultur-
erbes aufgenommen. Es ist von Mai bis September täglich geöffnet. In seinem Inneren bietet es einen Kreuzgang, ein riesiges Deckengewölbe und eine Orgel im zweiten Stock. Beim Bau der Kirche spielte die Zahl „Fünf“ eine wichtige Rolle.
Der Kreuzgang hat fünf Tore und fünf Kapellen. In deren Inneren befinden sich fünf Altäre. Fünf Buchstaben hat auch das lateinische Wort „tacui“, mit dem der Heilige Nepomuk in Verbindung gebracht wird. Die Übersetzung lautet: „Ich habe geschwiegen.“ „Johannes von Nepomuk war der Generalvikar des Erzbistums Prag. Die damalige böhmische Königin Sophie legte bei ihm die Beichte ab. Deren Gemahl, König Wenzel IV., wollte die Geheimnisse seiner Frau erfahren. Doch Nepomuk weigerte sich trotz Folter, das Beichtgeheimnis zu brechen“, erzählt Ondřey Vobejda, der Verwalter des Anwesens.
Der Priester wurde deshalb im Jahr 1393 von der Karlsbrücke in Prag in die Moldau geworfen. Der Legende nach sollen den Leichnam fünf leuchtende Sterne umgeben haben. Der Heilige wird seither mit fünf Sternen um sein Haupt abgebildet. „Er ist der Schutzpatron der Brücken und der Beichtväter“, sagt der Tscheche.
Wer mehr über den Heiligen erfahren möchte, sollte das angrenzende Schloss besuchen. Das Gebäude war ursprünglich ein Kloster und beherbergt heute ein Museum, in dem das Anfassen von Gegenständen ausdrücklich erwünscht ist. Im Obergeschoß betreten die Besucher die farbenfrohe Welt des Barock. Sie treffen in virtueller Form auch auf den Baumeister Johann Santini, der die Wallfahrtskirche vor etwas mehr als 300 Jahren gebaut hat.
Der Architekt gilt als Meister der Barockgotik. Er baute die Kirche mit Elementen der Gotik und des Barock. Das ist in Europa einzigartig.
Vom Kaffeehaus des Schlosses lässt sich die Kirche bewundern. Hinter dem Gotteshaus erheben sich die Saarer Berge. Gleich 17 Achthunderter gibt es zu erklimmen.
Das Gebiet gehört zum Landkreis Vysočina in der Region Südmähren und grenzt an Niederösterreich. Dort gibt es vieles zu entdecken. „Südmähren bietet eine Mischung aus Weindörfern, Kultur und herausragender Architektur“, sagt Martina Gruzová, die Direktorin der Tourismuszentrale Südmähren.
Ein Dorf, das auch wunderbar nach Italien passen würde, ist Telč. Das Städtchen besticht durch Arkadengänge und farbenfrohe Renaissance-Häuser am Hauptplatz. Der Altstadtkern ist zusammen mit dem Schloss Teil des Weltkulturerbes.
Telč zählt zu den schönsten Städten der Tschechischen Republik. Bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch des Schlosses, das sich bei Sonnenschein auf der Wasserfläche des Teiches spiegelt. Bei einer Besichtigung sehen die Besucher den Goldenen Saal, den Rittersaal und die Allerheiligenkapelle.
Das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt ist der Heiliggeistturm. Er ragt 49 Meter in die Höhe. Eine Stiege führt nach oben. Von der Aussichtsplattform aus genießen die Besucher einen Panoramablick auf die roten Dächer der Stadt.
Mit einer traumhaften Aussicht lockt auch die Burg Pernstein. Sie wurde im frühen 13. Jahrhundert erbaut und nie erobert. Sie thront auf einem Felsen über dem Städtchen Nedvědice. Das Gebäude diente als Drehort für einige Filme. Dazu gehören der Action-
Film „Van Helsing“ mit Hugh Jackman, der Thriller „Wanted“ mit Angelina Jolie und der Horror-Klassiker „Nosferatu“ mit Klaus Kinski.
Der Legende nach lebt die Weiße Frau auf der Burg. Sie war eitel und betrachtete sich ständig im Spiegel. Bis heute soll sie in Gestalt einer jungen Frau durch die Burggänge irren. Mädchen und Frauen sollten sich übrigens vor allen Spiegeln auf der Burg in Acht nehmen. Es heißt, dass diejenige, die zu tief in die Spiegel blickt, innerhalb eines Jahres ihre Schönheit verliert.
Die Burg kann besichtigt werden. Der Eintritt beträgt 260 Kronen, das sind € 11,–. Im Freien lädt ein Rundwanderweg durch den Schlossgarten ein, sich die Beine zu vertreten. widlak
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