Die russische Welt der Tennis-Heldin
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Mit dem ersten Aufschlag der French Open hat unser Land mit Anastassija Potapova, 25, wieder eine Tennisspielerin, die mit der Weltspitze mithält.
Sie lebt als Tennisprofi, Fotomodell, „Einkaufssüchtige“ und Pudelbesitzerin, der als Kind das Weinen verboten war und die von ihrem Mann verlangt, gescheiter zu sein als sie selbst.
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Mehr als 20 Jahre, seit dem Rücktritt von Babsi Schett, 50, wartet das heimische Tennis darauf, dass endlich wieder eine Akteurin derart im Spitzenfeld aufzeigen kann wie zuletzt Anastassija Potapova, 25. Die sympathische, attraktive, vor fünf Monaten in unserem Land eingebürgerte ehemalige Russin schlug mit Jelena Rybakina, 26, die Nummer zwei der Welt, lieferte Aryna Sabalenka, 28, und Mirra Andrejewa, 19, beinharte Kämpfe und erreichte in Madrid (Spanien) als erste Spielerin unseres Landes das Finale eines Masters-Turniers.
Doch die verrückte Welt, in der Potapova lebt, ist noch immer extrem russisch geprägt. „Als Kind war es mir verboten, öffentlich zu weinen“, erzählt sie von den harten Regeln ihrer Sportlerfamilie, in der die Oma Olga eine Basketballtrainerin und der Vater Sergeij eng mit dem Fußballverein Spartak Moskau verbunden war.
„Heute ist es praktisch unmöglich, mich zum Weinen zu bringen und nicht leicht, mich zu beleidigen“, erzählt sie vom Ergebnis der russischen Erziehung. Dass das hübsche Äußere einer Frau in ihrer alten Heimat enorm viel zählt, zeigt sich an den Fotos auf Potapovas Internet-Profilen, auf denen sie mit Schmollmund, manchmal auch mit Pelz oder sexy in knapper Wäsche posiert. Dies brachte ihr in Anlehnung an ein Tennis-Sexsymbol der Jahrtausendwende den Spitznamen „neue Anna Kurnikowa“ ein.
„Ich habe nichts gegen diese Vergleiche, wie jedes Mädchen freue ich mich über die starke Aufmerksamkeit“, gibt sie offen zu, die sich passend zu ihrem Barbie-Puppen-Image auch gerne mit ihrem Pudel „Jackie“ abbilden lässt. Auch ihr Rollenbild einer Frau scheint noch nicht allzu westlich geprägt zu sein. „Ich glaube, ein echter Mann würde seiner Frau nicht erlauben, mehr zu verdienen als er selbst“, sagte sie vor wenigen Jahren in einem Video-Interview mit der russischen Plattform www.sport24.ru, das immer noch im Netz abrufbar ist.
„Das kommt mir nur natürlich vor.“ Sie selbst, die derzeit mit dem niederländischen Tennisspieler Tallon Griekspoor, 29, liiert ist, würde keinen Mann wollen, der sich dominieren lässt. „Ich gebe es offen zu, ich bin keine Feministin, ich möchte einen Mann, der gescheiter ist als ich, in einer gewissen Art auch stärker.“ Wie es im Osten Brauch ist, mag sie auch materielle Statussymbole, wie sie ohne Umschweife verrät.
„Um mich zu belohnen, kaufe ich leidenschaftlich gerne ein, um ehrlich zu sein, bin ich sogar ein bisschen einkaufssüchtig. Ich bestelle mir jeden Tag etwas, das hat sogar den Punkt erreicht, wo Freunde und Familie Witze darüber machen, dass die Lieferboten bald den Dienst verweigern werden.“ Besonders gerne kauft sie Handtaschen von Luxusmodehäusern. „Ich mag vor allem diejenigen der Marke Hermés, die sammle ich.“
Sportlich steht bei Potapova kommende Woche die Teil-
nahme bei den French Open in Paris (24.5.–7.6., Frankreich) an. Das Turnier ist aber von der Forderung höherer Preisgelder, ja sogar Boykottdrohungen großer Namen wie Novak Djokovic, 38, oder Sabalenka überschattet.
„Bei den Masters-Turnieren bekommen die Akteure bereits 22 Prozent der gesamten Turniereinnahmen“, erklärt Jürgen Melzer, 44, ehemaliger Top-zehn-Spieler und derzeit Sportdirektor des heimischen Tennisverbandes.
„Es ist verständlich, dass sie das bei den Grand-Slam-Turnieren auch haben wollen, nicht nur 15 Prozent, wie die French Open heuer bieten. Bei US-Sportligen wie der Basketball-NBA bekommen die Spieler noch viel, viel mehr.“ W. Kreuziger
Doch die verrückte Welt, in der Potapova lebt, ist noch immer extrem russisch geprägt. „Als Kind war es mir verboten, öffentlich zu weinen“, erzählt sie von den harten Regeln ihrer Sportlerfamilie, in der die Oma Olga eine Basketballtrainerin und der Vater Sergeij eng mit dem Fußballverein Spartak Moskau verbunden war.
„Heute ist es praktisch unmöglich, mich zum Weinen zu bringen und nicht leicht, mich zu beleidigen“, erzählt sie vom Ergebnis der russischen Erziehung. Dass das hübsche Äußere einer Frau in ihrer alten Heimat enorm viel zählt, zeigt sich an den Fotos auf Potapovas Internet-Profilen, auf denen sie mit Schmollmund, manchmal auch mit Pelz oder sexy in knapper Wäsche posiert. Dies brachte ihr in Anlehnung an ein Tennis-Sexsymbol der Jahrtausendwende den Spitznamen „neue Anna Kurnikowa“ ein.
„Ich habe nichts gegen diese Vergleiche, wie jedes Mädchen freue ich mich über die starke Aufmerksamkeit“, gibt sie offen zu, die sich passend zu ihrem Barbie-Puppen-Image auch gerne mit ihrem Pudel „Jackie“ abbilden lässt. Auch ihr Rollenbild einer Frau scheint noch nicht allzu westlich geprägt zu sein. „Ich glaube, ein echter Mann würde seiner Frau nicht erlauben, mehr zu verdienen als er selbst“, sagte sie vor wenigen Jahren in einem Video-Interview mit der russischen Plattform www.sport24.ru, das immer noch im Netz abrufbar ist.
„Das kommt mir nur natürlich vor.“ Sie selbst, die derzeit mit dem niederländischen Tennisspieler Tallon Griekspoor, 29, liiert ist, würde keinen Mann wollen, der sich dominieren lässt. „Ich gebe es offen zu, ich bin keine Feministin, ich möchte einen Mann, der gescheiter ist als ich, in einer gewissen Art auch stärker.“ Wie es im Osten Brauch ist, mag sie auch materielle Statussymbole, wie sie ohne Umschweife verrät.
„Um mich zu belohnen, kaufe ich leidenschaftlich gerne ein, um ehrlich zu sein, bin ich sogar ein bisschen einkaufssüchtig. Ich bestelle mir jeden Tag etwas, das hat sogar den Punkt erreicht, wo Freunde und Familie Witze darüber machen, dass die Lieferboten bald den Dienst verweigern werden.“ Besonders gerne kauft sie Handtaschen von Luxusmodehäusern. „Ich mag vor allem diejenigen der Marke Hermés, die sammle ich.“
Sportlich steht bei Potapova kommende Woche die Teil-
nahme bei den French Open in Paris (24.5.–7.6., Frankreich) an. Das Turnier ist aber von der Forderung höherer Preisgelder, ja sogar Boykottdrohungen großer Namen wie Novak Djokovic, 38, oder Sabalenka überschattet.
„Bei den Masters-Turnieren bekommen die Akteure bereits 22 Prozent der gesamten Turniereinnahmen“, erklärt Jürgen Melzer, 44, ehemaliger Top-zehn-Spieler und derzeit Sportdirektor des heimischen Tennisverbandes.
„Es ist verständlich, dass sie das bei den Grand-Slam-Turnieren auch haben wollen, nicht nur 15 Prozent, wie die French Open heuer bieten. Bei US-Sportligen wie der Basketball-NBA bekommen die Spieler noch viel, viel mehr.“ W. Kreuziger
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