Ausgabe Nr. 21/2026 vom 20.05.2026, Fotos: APA-Images, ORF/Satel Film/Monika Fellner
Gregor Seberg, 58:
„Ich bin nicht einmal mein eigener Chef“
„Ich bin nicht einmal mein eigener Chef“
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Elf Jahre war Gregor Seberg bei der ORF-Krimiserie „SOKO Donau“ mit dabei. Dann war er fast zehn Jahre lang weg. Nun ist er wieder da. Als Oberst Nowak spielt er am kommenden Dienstag (26.5., ORF1, 20.15 Uhr) erstmals den Chef von Lilian Klebow, 48, und Martin Gruber, 56. Wie er das angeht, warum er erst gegen Ende der aktuellen Staffel auftaucht und was das Allergrößte für den 58jährigen ist, verrät der „SOKO“-Heimkehrer hier.
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Herr Seberg, nach Ihrer Rückkehr aus Südafrika nehmen Sie als früherer Oberstleutnant Helmuth Nowak den Chefsessel ein. Gratulation zur Beförderung – wie empfinden Sie es, den Chef zu spielen?
Im echten Leben bin ich kein Chef – von nichts und niemandem. Ich bin nicht einmal mein eigener Chef, da ich mir selber nicht gehorche (lacht). Von daher gefällt es mir schon gut, einmal jemand zu sein, der den anderen sagt, wo es langgeht. Wobei ich als Helmuth Nowak ein geringes Maß an glaubwürdiger Autorität ausstrahle. Nowak, der immer schon ein kleiner Schlawiner war, ist zwar der Boss, aber eben kein Chef im eigentlichen Sinne, da dies so gar nicht seinem Naturell entspricht.
Wie war es, die Kollegen wiederzusehen?
Die Rückkehr fühlte sich an wie Heimkommen, es war eine Mischung aus Vertrautheit und Neuanfang. Ein paar Gesichter kamen dazu, vor allem hinter den Kulissen. Die sind noch wichtiger als wir Schauspieler. Denn ohne Licht und Kamera bleibt der Fernseher schwarz. Ich wurde vom ganzen Team liebevoll empfangen, so als wäre ich jahrelang auf einer einsamen Insel verschollen gewesen.
Ihr Ausstieg wurde damit begründet, dass Helmuth Nowak der Liebe wegen nach Kapstadt zog. Was hat ihn zur Heimkehr bewogen und warum erst gegen Ende der Staffel?
Der Grund dafür wird nach und nach aufgerollt. Seine Karriere in Südafrika begann als Verkehrspolizist und endete als Schülerlotse. Kurzum, er war erfolglos und kehrt daher zurück. Die Verspätung liegt vermutlich daran, dass er bei der Heimreise seinen Reisepass verloren hat und irgendwo hängenblieb – typisch Nowak, chaotisch eben.
Ist er seinem unkonventionellen Kleidungsstil samt getönter Sonnenbrille treu geblieben, oder kleidet er sich nun chefmäßig?
Man kann doch einen Nowak nicht verändern, das gehört sich nicht. Das wäre so, als würde man dem „Batman“ ein Nonnen-Kostüm anziehen.
Hat sich während Ihrer Abwesenheit viel verändert? Ist etwa schon die Künstliche Intelligenz (KI) in den Arbeitsabläufen etabliert?
Wir sind allesamt noch wahrhaftige Menschen, bei uns ist alles noch echt – die Schauspieler, der Ton und sogar die Löcher in den Hemden.
Beschäftigt Sie diese Materie?
Das ist ein Thema, das ein bisschen Angst auslöst. Bei einer Lesung, die ich mit meiner Kollegin Maria Hofstätter hielt, ging es darum, wie die KI beeinträchtigten Menschen helfen kann. Natürlich ist es ein Meilenstein, wenn sich sprachbehinderte Menschen mithilfe der KI wieder ausdrücken können. Wenn ich könnte, würde ich den Schalter umlegen, damit wir die KI nur noch zum Segen der Menschheit verwenden.
Sie sind im Oktober 2017, kurz nach Ihrem Abschied von „SOKO Donau“, erstmals Vater geworden.
Ja, obwohl ich davon zu der Zeit, als ich die Entscheidung traf, noch nichts wusste. Rückblickend war es super, weil ich dadurch viel mehr Zeit für das „Papasein“ hatte.
Wie gefallen Sie sich als Vater?
Vater zu sein, ist das Allerbeste und Allergrößte, was jemals erfunden wurde. Ich glaube, meine Kinder würden das bestätigen, weil sie wissen, wie sie mich um den Finger wickeln müssen. Das gelingt ihnen perfekt, denn zwei Sachen gehen bei mir gar nicht, und zwar konsequent und streng zu sein (lacht). Dass mir das „Papasein“ so gut gefällt, hätte ich nie geglaubt. Ich selbst bin ohne Vater aufgewachsen, weshalb mir das Prinzip Vater völlig fremd war. Allerdings, wenn man uns drei zusammen sieht – mittlerweile habe ich zwei Kinder –, ist nicht immer ganz klar, wer von uns dreien der Papa ist (lacht).
Im echten Leben bin ich kein Chef – von nichts und niemandem. Ich bin nicht einmal mein eigener Chef, da ich mir selber nicht gehorche (lacht). Von daher gefällt es mir schon gut, einmal jemand zu sein, der den anderen sagt, wo es langgeht. Wobei ich als Helmuth Nowak ein geringes Maß an glaubwürdiger Autorität ausstrahle. Nowak, der immer schon ein kleiner Schlawiner war, ist zwar der Boss, aber eben kein Chef im eigentlichen Sinne, da dies so gar nicht seinem Naturell entspricht.
Wie war es, die Kollegen wiederzusehen?
Die Rückkehr fühlte sich an wie Heimkommen, es war eine Mischung aus Vertrautheit und Neuanfang. Ein paar Gesichter kamen dazu, vor allem hinter den Kulissen. Die sind noch wichtiger als wir Schauspieler. Denn ohne Licht und Kamera bleibt der Fernseher schwarz. Ich wurde vom ganzen Team liebevoll empfangen, so als wäre ich jahrelang auf einer einsamen Insel verschollen gewesen.
Ihr Ausstieg wurde damit begründet, dass Helmuth Nowak der Liebe wegen nach Kapstadt zog. Was hat ihn zur Heimkehr bewogen und warum erst gegen Ende der Staffel?
Der Grund dafür wird nach und nach aufgerollt. Seine Karriere in Südafrika begann als Verkehrspolizist und endete als Schülerlotse. Kurzum, er war erfolglos und kehrt daher zurück. Die Verspätung liegt vermutlich daran, dass er bei der Heimreise seinen Reisepass verloren hat und irgendwo hängenblieb – typisch Nowak, chaotisch eben.
Ist er seinem unkonventionellen Kleidungsstil samt getönter Sonnenbrille treu geblieben, oder kleidet er sich nun chefmäßig?
Man kann doch einen Nowak nicht verändern, das gehört sich nicht. Das wäre so, als würde man dem „Batman“ ein Nonnen-Kostüm anziehen.
Hat sich während Ihrer Abwesenheit viel verändert? Ist etwa schon die Künstliche Intelligenz (KI) in den Arbeitsabläufen etabliert?
Wir sind allesamt noch wahrhaftige Menschen, bei uns ist alles noch echt – die Schauspieler, der Ton und sogar die Löcher in den Hemden.
Beschäftigt Sie diese Materie?
Das ist ein Thema, das ein bisschen Angst auslöst. Bei einer Lesung, die ich mit meiner Kollegin Maria Hofstätter hielt, ging es darum, wie die KI beeinträchtigten Menschen helfen kann. Natürlich ist es ein Meilenstein, wenn sich sprachbehinderte Menschen mithilfe der KI wieder ausdrücken können. Wenn ich könnte, würde ich den Schalter umlegen, damit wir die KI nur noch zum Segen der Menschheit verwenden.
Sie sind im Oktober 2017, kurz nach Ihrem Abschied von „SOKO Donau“, erstmals Vater geworden.
Ja, obwohl ich davon zu der Zeit, als ich die Entscheidung traf, noch nichts wusste. Rückblickend war es super, weil ich dadurch viel mehr Zeit für das „Papasein“ hatte.
Wie gefallen Sie sich als Vater?
Vater zu sein, ist das Allerbeste und Allergrößte, was jemals erfunden wurde. Ich glaube, meine Kinder würden das bestätigen, weil sie wissen, wie sie mich um den Finger wickeln müssen. Das gelingt ihnen perfekt, denn zwei Sachen gehen bei mir gar nicht, und zwar konsequent und streng zu sein (lacht). Dass mir das „Papasein“ so gut gefällt, hätte ich nie geglaubt. Ich selbst bin ohne Vater aufgewachsen, weshalb mir das Prinzip Vater völlig fremd war. Allerdings, wenn man uns drei zusammen sieht – mittlerweile habe ich zwei Kinder –, ist nicht immer ganz klar, wer von uns dreien der Papa ist (lacht).
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