Im Kot, Urin und Speichel von Rötelmäusen können sich Hantaviren befinden.
Eine Infektion verläuft in unseren Breiten meist harmlos.
Das Tragen von Handschuhen bei der Arbeit
und feuchtes Kehren schützen.
Eine Infektion verläuft in unseren Breiten meist harmlos.
Das Tragen von Handschuhen bei der Arbeit
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Garteln sorgt für einen gesunden Schlaf
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Sorgen, chronische Krankheiten und hormonelle Umstellungen gehen oft mit Schlafstörungen einher.
Eine Studie zeigt, wer jätet, sät und gießt, schläft nachts besser. Das ist nicht der einzige Gesundheitsvorteil für Hobby-Gärtner.
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Fast jeder Mensch hat im Laufe des Lebens mit Schlafproblemen zu tun, sei es durch Stress im Beruf, Herausforderungen im Privatleben oder in besonderen Lebensphasen. Das Einschlafen fällt schwer, das Durchschlafen ist oft ein Problem.
Damit die Nächte wieder erholsamer werden, müssen nicht immer (Ein-)schlafhilfen aus der Apotheke zum Einsatz kommen. Wer kann, sollte es einmal mit Gartenarbeit probieren. Sie kann zu besserem Schlaf verhelfen, wie eine groß angelegte Analyse von 62.000 Frauen und Männern in den USA zeigte. In dieser jährlichen repräsentativen Gesundheitsbefragung wurde erhoben, wie es um die Nachtruhe der Teilnehmer bestellt war. Schliefen sie abends schlecht ein, wurden sie nachts häufig wach? Schliefen sie weniger als sieben Stunden? Zusätzlich wurden sie über ihre
körperliche Aktivität, etwa Gartenarbeit, befragt.
Sechs Prozent der Befragten zählten das Gärtnern zu ihren häufigsten körperlichen Aktivitäten. 67 Prozent bewegten sich vorwiegend auf andere Weise, sie trieben zum Beispiel einen bestimmten Sport. Die übrigen
waren nach eigenen Angaben wenig körperlich aktiv.
„Die Auswertungen zeigten, verglichen mit den Inaktiven lag die Wahrscheinlichkeit für Schlafprobleme bei Menschen, die häufig im Garten arbeiteten, um 42 Prozent niedriger. Bei den übrigen körperlich Aktiven war die Wahrscheinlichkeit für Schlafprobleme um
33 Prozent niedriger. Diese Ergebnisse waren unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung und Übergewicht“, sagt der Studienautor und Arzt für neurodegenerative Erkrankungen, Dr. Xiang Gao, der an Universitäten in den USA und China lehrt.
Die Vorteile zeigten sich auch in der Schlafdauer.
Hobby-Gärtner kamen pro Nacht im Mittel auf 7,14 Stunden Schlaf und damit auf zehn bis 15 Minuten mehr als die beiden anderen Gruppen. Und je mehr Zeit die Befragten mit Gartenarbeit verbrachten, desto geringer war ihr Risiko, schlecht zu schlafen.
Der Garten hat für viele Menschen in unserem Land eine zentrale Bedeutung. Etwa jeder Zweite zwischen 19 und
49 Jahren besitzt einen Garten, Schrebergarten oder Vorgarten. Von den übrigen verfügt die Hälfte über einen Balkon, ein Drittel über eine Terrasse oder Dachterrasse.
Wer kein eigenes Fleckchen Grün besitzt, kann über Gemeinschaftsgärten oder die Betreuung öffentlicher Grünflächen im Heimatort Böden bearbeiten und bepflanzen. Das tut auch der Psyche gut. Die Umweltpsychologin Agnes van den Berg von der Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande) führt seit Jahren eine Untersuchung zum Einfluss des Gartens auf unsere Psyche durch. Sie wies unter anderem nach, dass Gärtnern den Anteil des Stresshormons Kortisol im Blut senkt. „Sogar wenn sich die Menschen einen Film über einen Garten oder einen Wald anschauen, fühlen sie sich besser.“
Eine Studie der Universität Westminster und der Universität Essex (Großbritannien) bestätigte das. Menschen, die regelmäßig im Garten arbeiten, weisen ein signifikant niedrigeres Stressniveau auf als diejenigen, die dies nicht tun. Bereits 30 Minuten Garteln reichen aus. Möglich wird das dank der körperlichen Aktivität, der frischen Luft und der beruhigenden Wirkung der Natur.
Forscher der Universität Bristol (Großbritannien) machten zudem eine kurios klingende Entdeckung. Sie fanden heraus, dass das nicht krankmachende Bakterium Mycobacterium vaccae im Boden Mäuse im Test aufgeweckter und interessierter machte. Mycobacterium vaccae ist ein natürliches Bodenbakterium, das auch wir Menschen schlucken oder einatmen, wenn wir zum Beispiel mit dem Boden arbeiten.
Der US-Biologe Chris Lowry forschte weiter und fand heraus, dass der Körper als Reaktion auf diese freundlichen Bakterien Immunmoleküle verstärkt herstellt, die im Gehirn die Ausschüttung des Gute-Laune-Botenstoffes Serotonin auslösen. „Das zeigt, wie Körper und Gehirn kommunizieren, und dass ein intaktes Immunsystem für die psychische Gesundheit wichtig ist.“
Der erhöhte Serotoninspiegel sorgt für ein positiveres und entspannteres Gefühl. Die Gedanken werden optimistischer. „Leider machen wir uns zu selten schmutzig“, bedauert Dr. Lowry. Weniger Kortisol bedeutet weniger chronischen Stress, weniger Entzündung im Körper und weniger vorzeitige Alterung. Das Tageslicht stabilisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus, unterstützt die Vitamin-D-Bildung und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.
Freilich kommt auch der Körper nicht zu kurz. Garteln verbessert die Muskelkraft und Ausdauer, das Herz-
Kreislauf-System profitiert. Dies liegt an der moderaten bis intensiven Anstrengung, die mit Graben, Pflanzen und Jäten verbunden ist. Wer fleißig gräbt, setzt und pflanzt, unterstützt dazu die schlanke Linie. Eine Stunde Gartenarbeit ist ein effektives Ganzkörpertraining, das dreihundert Kalorien verbrennt. Wer keinen Garten besitzt, kann es bei Freunden oder Nachbarn probieren. Helfende Hände sind stets willkommen.
Die Rötelmaus und das Hantavirus
In Schuppen, Gartenhäusern oder Dachstühlen finden Rötelmäuse ein willkommenes Versteck. Die Rötelmaus ist ein bedeutendes Wirtstier für das weltweit verbreitete Hantavirus. Bis zu einhundert Fälle von Hantavirus-Infektionen kommen jährlich in unserem Land vor.
Die Infektion verläuft in der Mehrzahl der Fälle
unbemerkt. Schwere Krankheitsverläufe mit lebensbedrohlichen Blutungen sind bei uns äußerst selten.
Infizierte Nager wie Ratten und Mäuse übertragen das Virus über ihren Speichel, Urin und Kot. Die Symptome einer Infektion sind hohes Fieber, begleitet von Kopf-, Bauch- und Muskelschmerzen. Klingen die Symptome ab, kann es zu einem Aufflammen der Infektion kommen. Die in Europa vorkommenden Hantavirus-Typen können im schlimmsten Fall zu Nierenfunktionsstörungen bis zu akutem Nierenversagen führen.
Gegen Hantaviren gibt es weder wirksame Medikamente noch eine Impfung. Die Therapie bleibt auf die Linderung der Symptome beschränkt. Die wichtigste Vorbeugung ist das Tragen von Handschuhen und FFP2-Masken beim Säubern von kotverschmutzten und verstaubten Räumen. Das Aufkehren von Böden sollte feucht erfolgen, damit kein infizierter Staub aufgewirbelt wird. Dazu sollten Mäuse und Ratten im Umfeld von menschlichen Behausungen bekämpft werden.
Damit die Nächte wieder erholsamer werden, müssen nicht immer (Ein-)schlafhilfen aus der Apotheke zum Einsatz kommen. Wer kann, sollte es einmal mit Gartenarbeit probieren. Sie kann zu besserem Schlaf verhelfen, wie eine groß angelegte Analyse von 62.000 Frauen und Männern in den USA zeigte. In dieser jährlichen repräsentativen Gesundheitsbefragung wurde erhoben, wie es um die Nachtruhe der Teilnehmer bestellt war. Schliefen sie abends schlecht ein, wurden sie nachts häufig wach? Schliefen sie weniger als sieben Stunden? Zusätzlich wurden sie über ihre
körperliche Aktivität, etwa Gartenarbeit, befragt.
Sechs Prozent der Befragten zählten das Gärtnern zu ihren häufigsten körperlichen Aktivitäten. 67 Prozent bewegten sich vorwiegend auf andere Weise, sie trieben zum Beispiel einen bestimmten Sport. Die übrigen
waren nach eigenen Angaben wenig körperlich aktiv.
„Die Auswertungen zeigten, verglichen mit den Inaktiven lag die Wahrscheinlichkeit für Schlafprobleme bei Menschen, die häufig im Garten arbeiteten, um 42 Prozent niedriger. Bei den übrigen körperlich Aktiven war die Wahrscheinlichkeit für Schlafprobleme um
33 Prozent niedriger. Diese Ergebnisse waren unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung und Übergewicht“, sagt der Studienautor und Arzt für neurodegenerative Erkrankungen, Dr. Xiang Gao, der an Universitäten in den USA und China lehrt.
Die Vorteile zeigten sich auch in der Schlafdauer.
Hobby-Gärtner kamen pro Nacht im Mittel auf 7,14 Stunden Schlaf und damit auf zehn bis 15 Minuten mehr als die beiden anderen Gruppen. Und je mehr Zeit die Befragten mit Gartenarbeit verbrachten, desto geringer war ihr Risiko, schlecht zu schlafen.
Der Garten hat für viele Menschen in unserem Land eine zentrale Bedeutung. Etwa jeder Zweite zwischen 19 und
49 Jahren besitzt einen Garten, Schrebergarten oder Vorgarten. Von den übrigen verfügt die Hälfte über einen Balkon, ein Drittel über eine Terrasse oder Dachterrasse.
Wer kein eigenes Fleckchen Grün besitzt, kann über Gemeinschaftsgärten oder die Betreuung öffentlicher Grünflächen im Heimatort Böden bearbeiten und bepflanzen. Das tut auch der Psyche gut. Die Umweltpsychologin Agnes van den Berg von der Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande) führt seit Jahren eine Untersuchung zum Einfluss des Gartens auf unsere Psyche durch. Sie wies unter anderem nach, dass Gärtnern den Anteil des Stresshormons Kortisol im Blut senkt. „Sogar wenn sich die Menschen einen Film über einen Garten oder einen Wald anschauen, fühlen sie sich besser.“
Eine Studie der Universität Westminster und der Universität Essex (Großbritannien) bestätigte das. Menschen, die regelmäßig im Garten arbeiten, weisen ein signifikant niedrigeres Stressniveau auf als diejenigen, die dies nicht tun. Bereits 30 Minuten Garteln reichen aus. Möglich wird das dank der körperlichen Aktivität, der frischen Luft und der beruhigenden Wirkung der Natur.
Forscher der Universität Bristol (Großbritannien) machten zudem eine kurios klingende Entdeckung. Sie fanden heraus, dass das nicht krankmachende Bakterium Mycobacterium vaccae im Boden Mäuse im Test aufgeweckter und interessierter machte. Mycobacterium vaccae ist ein natürliches Bodenbakterium, das auch wir Menschen schlucken oder einatmen, wenn wir zum Beispiel mit dem Boden arbeiten.
Der US-Biologe Chris Lowry forschte weiter und fand heraus, dass der Körper als Reaktion auf diese freundlichen Bakterien Immunmoleküle verstärkt herstellt, die im Gehirn die Ausschüttung des Gute-Laune-Botenstoffes Serotonin auslösen. „Das zeigt, wie Körper und Gehirn kommunizieren, und dass ein intaktes Immunsystem für die psychische Gesundheit wichtig ist.“
Der erhöhte Serotoninspiegel sorgt für ein positiveres und entspannteres Gefühl. Die Gedanken werden optimistischer. „Leider machen wir uns zu selten schmutzig“, bedauert Dr. Lowry. Weniger Kortisol bedeutet weniger chronischen Stress, weniger Entzündung im Körper und weniger vorzeitige Alterung. Das Tageslicht stabilisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus, unterstützt die Vitamin-D-Bildung und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.
Freilich kommt auch der Körper nicht zu kurz. Garteln verbessert die Muskelkraft und Ausdauer, das Herz-
Kreislauf-System profitiert. Dies liegt an der moderaten bis intensiven Anstrengung, die mit Graben, Pflanzen und Jäten verbunden ist. Wer fleißig gräbt, setzt und pflanzt, unterstützt dazu die schlanke Linie. Eine Stunde Gartenarbeit ist ein effektives Ganzkörpertraining, das dreihundert Kalorien verbrennt. Wer keinen Garten besitzt, kann es bei Freunden oder Nachbarn probieren. Helfende Hände sind stets willkommen.
Die Rötelmaus und das Hantavirus
In Schuppen, Gartenhäusern oder Dachstühlen finden Rötelmäuse ein willkommenes Versteck. Die Rötelmaus ist ein bedeutendes Wirtstier für das weltweit verbreitete Hantavirus. Bis zu einhundert Fälle von Hantavirus-Infektionen kommen jährlich in unserem Land vor.
Die Infektion verläuft in der Mehrzahl der Fälle
unbemerkt. Schwere Krankheitsverläufe mit lebensbedrohlichen Blutungen sind bei uns äußerst selten.
Infizierte Nager wie Ratten und Mäuse übertragen das Virus über ihren Speichel, Urin und Kot. Die Symptome einer Infektion sind hohes Fieber, begleitet von Kopf-, Bauch- und Muskelschmerzen. Klingen die Symptome ab, kann es zu einem Aufflammen der Infektion kommen. Die in Europa vorkommenden Hantavirus-Typen können im schlimmsten Fall zu Nierenfunktionsstörungen bis zu akutem Nierenversagen führen.
Gegen Hantaviren gibt es weder wirksame Medikamente noch eine Impfung. Die Therapie bleibt auf die Linderung der Symptome beschränkt. Die wichtigste Vorbeugung ist das Tragen von Handschuhen und FFP2-Masken beim Säubern von kotverschmutzten und verstaubten Räumen. Das Aufkehren von Böden sollte feucht erfolgen, damit kein infizierter Staub aufgewirbelt wird. Dazu sollten Mäuse und Ratten im Umfeld von menschlichen Behausungen bekämpft werden.
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