Mutter über den
Verlust ihres Mannes:
„Jetzt kämpfe ich für
meine Kinder“
Verlust ihres Mannes:
„Jetzt kämpfe ich für
meine Kinder“
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Carina Fuchs, 36, ist zweifache Mutter und Witwe. Vor einem halben Jahr hat sie ihren Mann an einen Gehirntumor verloren. Seit dem Schicksalsschlag ist die Familie auf sich alleine gestellt. Zum Wohl ihrer Kinder stellt sie ihr eigenes Leid zurück und versucht mit aller Kraft, ihnen ein schönes, normales Leben zu ermöglichen. Doch der Schmerz sitzt noch tief.
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Idyllisch wirkt die Fünfzig-Einwohner-Ortschaft Grünwald in Aigen-Schlägl in Oberösterreich. Doch einer fehlt, Andreas Fuchs. „Mein Mann ist vor einem halben Jahr an einem Gehirntumor verstorben“, erzählt Carina Fuchs mit Tränen in den Augen. „Wir hatten ein glückliches Leben und noch so viele gemeinsame Pläne“, meint sie wehmütig.
„Vor zehn Jahren haben wir geheiratet und unser Haus gekauft. Im Jahr 2017 kam unsere Tochter Annalena zur Welt, ein Frühchen“, sagt die 36jährige Witwe und streichelt dem Mädchen, 9, liebevoll durchs Haar. Kurz darauf erblickte auch Sohn Moritz, 4, das Licht der Welt.
Andreas Fuchs war in einer Produktionsstätte für Fleischspezialitäten tätig. Seine Frau arbeitete als Krankenschwester. „Unser Leben war genauso, wie wir es uns gewünscht haben. Gesunde Kinder, ein Haus mit Garten und Arbeit, die uns Freude bereitet“, sagt sie mit einer gewissen Schwere in ihrer Stimme.
Seit Februar 2024 ist aber nichts mehr, wie es einmal war. Andreas Fuchs litt zu der Zeit vermehrt unter Kopfschmerzen und sein Blickfeld war eingeschränkt.
„Ihm wurde zu Beginn Migräne diagnostiziert, doch bei einer Kontrolluntersuchung wurde mit einer Blickwinkelmessung festgestellt, dass hier irgendetwas im Argen liegt. Nach einer Magnetresonanzuntersuchung hatten wir die Bestätigung, dass sich eine Raumforderung in seinem Kopf befindet.“
Die Raumforderung ist in der Medizin eine krankhafte Volumenzunahme von Gewebe im Körper, die Strukturen verdrängen oder schädigen kann. Sie kann gutartig (Zysten) oder bösartig (Tumore, Metastasen) sein.
„Fieberhaft warteten wir auf den OP-Termin im April. Andreas war in dieser Zeit im Krankenstand, da die Seheinschränkung voranschritt.“
Die herbeigesehnte Operation verlief allerdings nicht wie erwartet. „Der Tumor war stark verkalkt, lag am unteren Schädelknochen und hatte bereits die Hirnanhangdrüse und den Sehnerv zerstört. Er konnte nicht entfernt, sondern nur ausgehöhlt werden.“ Der schwerkranke Vater erholte sich nur langsam, eine Gehirnhautentzündung war erneut ein großer Rückschlag. „Ich habe in dieser Zeit meine Arbeit im Kepler Universitätsklinikum Linz aufgegeben. Ich fuhr um 4 Uhr in der Früh los und kam gegen 21 Uhr abends nach Hause. Auch die Nachtdienste waren eine Schwierigkeit, das war nicht mehr möglich.
Durch den Langzeitkrankenstand meines Mannes war ich aber Alleinverdienerin. Es ist ein Segen, dass meine Eltern, Gerhard und Christine, nebenan wohnen. Wir haben uns bei der Kinderbetreuung die Türklinke in die Hand gegeben.“
Zu Beginn zeigte die Bestrahlungstherapie ihres Mannes gute Fortschritte. Andreas Fuchs nahm wieder seine Arbeit auf und abgesehen von einer leichten Seheinschränkung und Medikamenteneinnahme kehrte wieder ein Alltag ein.
„Wir haben mit großer Freude Weihnachten gefeiert und waren so stolz, dass wir dieses schwierige Jahr geschafft hatten. Wir dachten keine Sekunde daran, dass es unser letztes gemeinsames Weihnachten sein würde“, sagt Fuchs mit leiser Stimme.
Im Februar 2025, fast genau ein Jahr nach der Diagnose, fiel ihr auf, dass ihr Mann immer vergesslicher wurde. Eine geplante Reha sollte Besserung bewirken. „Am Tag seiner Ankunft im Rehazentrum erhielt ich einen Anruf von ihm, dass er verzweifelt seine Autoschlüssel suche.
Ich war erschrocken und sagte ihm, dass er seit einem Jahr nicht mehr Auto fahren dürfe. Er kam daraufhin ins Spital und war komplett verwirrt. Es stellte sich heraus, dass der Tumor erneut gewachsen war und das schnell.“
Andreas Fuchs entwickelte sich zu einem Pflegefall. Er erkannte seine Kinder und seine Frau nicht mehr und erblindete infolge seiner schnell verlaufenden Krankheit.
„Andreas konnte nicht mehr alleine sein. Er wollte in der Nacht aufstehen und zur Arbeit fahren. Aufgrund seiner Blindheit war er außerdem verängstigt und stürzte oft.“
Das Bad wurde aufgrund seiner zunehmenden Pflegebedürftigkeit adaptiert und im Erdgeschoß ein neues Schlafzimmer eingerichtet. Die Ungewissheit empfand die Witwe damals als besonders schlimm. „Wir haben dennoch versucht, bis zum Schluss so viele schöne, gemeinsame Momente wie nur möglich zu sammeln.“
Doch Ende August 2025 verschlechterte sich der Zustand des Vaters markant. „Er war nicht mehr ansprech-
bar.“ Am 16. September 2025 verstarb Andreas Fuchs mit 39 Jahren. Schmerz, Leere und eine enorme Verantwortung lasten seitdem auf den Schultern
der alleinerziehenden Mutter, die wieder halbtags als Krankenschwester in einem Altersheim arbeitet.
Carina Fuchs blickt zum Bild, das ihren verstorbenen Mann zeigt, und sagt wie ein Versprechen: „Jetzt kämpfe ich weiter für meine Kinder. Wir bräuchten dringend eine neue Haustür und neue Fenster. Das ist aufgrund der Erkrankung meines Mannes in den Hintergrund gerückt. Außerdem muss ich den Kredit abbezahlen. Ich will meinen Kindern ihr Zuhause erhalten und auch die Erinnerung an ihren Vater. Dazu würden wir finanzielle Hilfe benötigen.“
Wer spenden möchte:
Kenntwort Carina Fuchs
IBAN: AT83 3441 0000 0600 6456
„Vor zehn Jahren haben wir geheiratet und unser Haus gekauft. Im Jahr 2017 kam unsere Tochter Annalena zur Welt, ein Frühchen“, sagt die 36jährige Witwe und streichelt dem Mädchen, 9, liebevoll durchs Haar. Kurz darauf erblickte auch Sohn Moritz, 4, das Licht der Welt.
Andreas Fuchs war in einer Produktionsstätte für Fleischspezialitäten tätig. Seine Frau arbeitete als Krankenschwester. „Unser Leben war genauso, wie wir es uns gewünscht haben. Gesunde Kinder, ein Haus mit Garten und Arbeit, die uns Freude bereitet“, sagt sie mit einer gewissen Schwere in ihrer Stimme.
Seit Februar 2024 ist aber nichts mehr, wie es einmal war. Andreas Fuchs litt zu der Zeit vermehrt unter Kopfschmerzen und sein Blickfeld war eingeschränkt.
„Ihm wurde zu Beginn Migräne diagnostiziert, doch bei einer Kontrolluntersuchung wurde mit einer Blickwinkelmessung festgestellt, dass hier irgendetwas im Argen liegt. Nach einer Magnetresonanzuntersuchung hatten wir die Bestätigung, dass sich eine Raumforderung in seinem Kopf befindet.“
Die Raumforderung ist in der Medizin eine krankhafte Volumenzunahme von Gewebe im Körper, die Strukturen verdrängen oder schädigen kann. Sie kann gutartig (Zysten) oder bösartig (Tumore, Metastasen) sein.
„Fieberhaft warteten wir auf den OP-Termin im April. Andreas war in dieser Zeit im Krankenstand, da die Seheinschränkung voranschritt.“
Die herbeigesehnte Operation verlief allerdings nicht wie erwartet. „Der Tumor war stark verkalkt, lag am unteren Schädelknochen und hatte bereits die Hirnanhangdrüse und den Sehnerv zerstört. Er konnte nicht entfernt, sondern nur ausgehöhlt werden.“ Der schwerkranke Vater erholte sich nur langsam, eine Gehirnhautentzündung war erneut ein großer Rückschlag. „Ich habe in dieser Zeit meine Arbeit im Kepler Universitätsklinikum Linz aufgegeben. Ich fuhr um 4 Uhr in der Früh los und kam gegen 21 Uhr abends nach Hause. Auch die Nachtdienste waren eine Schwierigkeit, das war nicht mehr möglich.
Durch den Langzeitkrankenstand meines Mannes war ich aber Alleinverdienerin. Es ist ein Segen, dass meine Eltern, Gerhard und Christine, nebenan wohnen. Wir haben uns bei der Kinderbetreuung die Türklinke in die Hand gegeben.“
Zu Beginn zeigte die Bestrahlungstherapie ihres Mannes gute Fortschritte. Andreas Fuchs nahm wieder seine Arbeit auf und abgesehen von einer leichten Seheinschränkung und Medikamenteneinnahme kehrte wieder ein Alltag ein.
„Wir haben mit großer Freude Weihnachten gefeiert und waren so stolz, dass wir dieses schwierige Jahr geschafft hatten. Wir dachten keine Sekunde daran, dass es unser letztes gemeinsames Weihnachten sein würde“, sagt Fuchs mit leiser Stimme.
Im Februar 2025, fast genau ein Jahr nach der Diagnose, fiel ihr auf, dass ihr Mann immer vergesslicher wurde. Eine geplante Reha sollte Besserung bewirken. „Am Tag seiner Ankunft im Rehazentrum erhielt ich einen Anruf von ihm, dass er verzweifelt seine Autoschlüssel suche.
Ich war erschrocken und sagte ihm, dass er seit einem Jahr nicht mehr Auto fahren dürfe. Er kam daraufhin ins Spital und war komplett verwirrt. Es stellte sich heraus, dass der Tumor erneut gewachsen war und das schnell.“
Andreas Fuchs entwickelte sich zu einem Pflegefall. Er erkannte seine Kinder und seine Frau nicht mehr und erblindete infolge seiner schnell verlaufenden Krankheit.
„Andreas konnte nicht mehr alleine sein. Er wollte in der Nacht aufstehen und zur Arbeit fahren. Aufgrund seiner Blindheit war er außerdem verängstigt und stürzte oft.“
Das Bad wurde aufgrund seiner zunehmenden Pflegebedürftigkeit adaptiert und im Erdgeschoß ein neues Schlafzimmer eingerichtet. Die Ungewissheit empfand die Witwe damals als besonders schlimm. „Wir haben dennoch versucht, bis zum Schluss so viele schöne, gemeinsame Momente wie nur möglich zu sammeln.“
Doch Ende August 2025 verschlechterte sich der Zustand des Vaters markant. „Er war nicht mehr ansprech-
bar.“ Am 16. September 2025 verstarb Andreas Fuchs mit 39 Jahren. Schmerz, Leere und eine enorme Verantwortung lasten seitdem auf den Schultern
der alleinerziehenden Mutter, die wieder halbtags als Krankenschwester in einem Altersheim arbeitet.
Carina Fuchs blickt zum Bild, das ihren verstorbenen Mann zeigt, und sagt wie ein Versprechen: „Jetzt kämpfe ich weiter für meine Kinder. Wir bräuchten dringend eine neue Haustür und neue Fenster. Das ist aufgrund der Erkrankung meines Mannes in den Hintergrund gerückt. Außerdem muss ich den Kredit abbezahlen. Ich will meinen Kindern ihr Zuhause erhalten und auch die Erinnerung an ihren Vater. Dazu würden wir finanzielle Hilfe benötigen.“
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