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Ausgabe Nr. 19/2026 vom 06.05.2026, Fotos: APA-Images, ServusTV/Mona Film/Fabio Eppensteiner
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Bernhard Schir schätzt konfliktreiche Rollen.
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„Mama ist die Best(i)e“,
Samstag, 9.5., 20.15 Uhr ServusTV

In der Familie Almeda kommt es zu heißen Debatten.
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Victor (Bernhard Schir) mit Ehefrau Gloria (Adele Neuhauser).
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Adele Neuhauser (re.) als mordverdächtige Ehefrau.
Bernhard Schir, 63:
Der Städte-Wanderer
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Der Schöpfer der „Vorstadtweiber“ hat wieder zugeschlagen und schrieb das Drehbuch für „Mama ist die Best(i)e“. In der männlichen Hauptrolle gibt‘s ein Wiedersehen mit Bernhard Schir.
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Der Innsbrucker wollte ursprünglich Arzt werden und studierte nach der Matura Medizin. Aber schon damals spielte der am 24. Jänner 1963 geborene Bernhard Schir zeitweise in einem Kellertheater der Tiroler Landeshauptstadt. Ohne Ausbildung. Die holte er nach Abbruch seines Studiums im Wiener Reinhardt Seminar nach.

Erste Hauptrollen verkörperte er am Volkstheater in Wien, ehe ihn Otto Schenk (1930–2025) ans Theater in der Josefstadt engagierte. Dort brillierte Schir in zahlreichen Rollen, unter anderem in dem Drama „Das Fest“, in dem er einen vom Vater sexuell missbrauchten Sohn darstellte. Für seine außergewöhnliche Leistung wurde er mit dem renommierten Theaterpreis „Nestroy“ ausgezeichnet. „Eine gute Rolle sollte einen Konflikt haben“, meint Schir. „Und davon war im ,Fest‘ beileibe genug vorhanden.“

Beim breiten Publikum wurde Schir allerdings weniger durch seine Kunst-Stücke auf Bühnen bekannt als durch seine Film- und Fernsehrollen. In Deutschland sorgte er etwa von 1996 bis 2001 in der Titelrolle der Serie „OP ruft Dr. Bruckner“ für ein Quoten-Feuerwerk. „Da durfte ich spielen, was ich eine Zeitlang studiert hatte“, sagt Schir.

Auch die Rolle eines widerlichen Abgeordneten in „Das Wunder von Kärnten“, das mit dem Fernseh-Preis „Emmy“ gekrönt wurde, meisterte er mit Bravour. Und dann kamen die „Vorstadtweiber“, ein heimischer Serien-Höhepunkt, in dem Schir eine der männlichen Hauptrollen verkörperte. „Das war eine traumhafte Arbeit“, erinnert er sich. „Die Drehbücher waren intelligent, erfrischend, humorvoll. Und die Rollen hatten viele überraschende Wendungen. Dazu kam ein hochkarätiges Ensemble, durchwegs Kollegen, die ich schon lange kannte und schätzte. Besonders mochte ich auch das stark Österreichische an der Serie, ich drehe gern im Dialekt. Es gibt Atmosphären und Feinheiten, die der Dialekt besser transportiert.“

Vom Drehbuchautor Uli Brée, 62, der die „Vorstadtweiber“ erschuf, stammt auch die zweiteilige schwarze Komödie „Mama ist die Best(i)e“, die jetzt auf die Bildschirme kommt.

Als Mama fungiert Adele Neuhauser, 67, die für den – vermeintlichen – Auftragsmord an ihrem von Bernhard Schir gespielten Ehemann im Gefängnis landet.

Was Bernhard Schir treibt, wenn er nicht arbeitet, ist fast schon ein Geheimnis. Denn sein Privatleben hält der Kammerschauspieler mit Vorliebe „unter der Tuchent“.

Bekannt ist, dass er seit 30 Jahren in der deutschen Hauptstadt Berlin lebt, aber sich oft in Wien aufhält. Ein Städtewanderer gleichsam. Heuer besuchte er erstmals den Opernball. „Es war ein großer Wunsch meiner Frau“, verriet er im ORF-Interview.

Nicht geheim ist auch, dass Schir einen Sohn hat, bei dessen Erziehung er „großen Wert auf Kommunikation und eine gute Vertrauensbasis“ legt.
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