Ausgabe Nr. 17/2026 vom 22.04.2026, Fotos: Photononstop / Alamy Stock Photo, facebook, mauritius images, instagram
Europas berühmteste Flohmärkte:
Saint-Ouen in Paris –
der größte Flohmarkt
der Welt
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der größte Flohmarkt
der Welt
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Mit seinen mehr als 2.000 Ständen und Geschäften ist der „Marché aux Puces de Saint-Ouen“ in einem eigenen Viertel im Norden von Paris (F) angesiedelt. Gegründet im Jahr 1885, zieht das Eldorado für Antiquitätenliebhaber gut fünf Millionen Besucher im Jahr an.
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Die französische Hauptstadt Paris ist ein wahres Flohmarkt-Paradies. Bücherliebhaber werden bei den „Bouquinisten“ an den Ufern der Seine fündig, wo zwischen antiquarischen Werken und alten Ausgaben literarische Schätze warten.
Wer weiterstöbern möchte, zieht zum nahen „Marché aux Puces de Vanves“, einem charmanten Markt abseits der großen Touristenströme. Und wer schließlich ganz in die Welt der Antiquitäten, Kuriositäten und Raritäten eintauchen will, kommt am legendären „Marché aux Puces de Saint-Ouen“ nicht vorbei – dem größten Flohmarkt der Welt, der sich über ein ganzes Viertel im Norden von Paris erstreckt. Der „Markt mit Flöhen“, wie der Name wörtlich übersetzt lautet, blickt auf eine lange Geschichte zurück.
Im Jahr 1870 wurden die Pariser Lumpensammler aus hygienischen Gründen aus der Stadt verbannt und ließen sich am Rand des damaligen Dorfes Saint-Ouen nieder. Da mit den gebrauchten, oft ungewaschenen Textilien nicht selten auch Flöhe – französisch „puces“ – den Besitzer wechselten, bürgerte sich bald der Begriff „Flohmarkt“ ein.
Mit der Zeit zog es immer mehr Trödler hierher, die ihre Waren anboten und aus dem losen Handel entwickelte sich allmählich ein fester Markt. Offiziell gegründet wurde der dann 1885, als der Bürgermeister von Saint-Ouen den Händlern einen eigenen Platz einrichtete.
Heute umfasst das Areal rund 70.000 Quadratmeter (entspricht etwa zehn Fußballfeldern) und beherbergt elf Teilmärkte, die größtenteils in Hallen untergebracht sind (Biron, Cambo, Dauphine, l’Entrepôt, Jules-Vallès, Malassis, Le Passage, Paul Bert Serpette, L‘Usine sowie
Vernaison).
Der „Marché aux Puces“ gleicht an den Wochenenden einem lebendigen Labyrinth, in das sich Sammler, Kunstexperten und Schnäppchenjäger aus der ganzen Welt auf die Suche nach einzigartigen Schätzen begeben. Von charmanten, überdachten Gassen und alten Hallen bis hin zu versteckten Ecken – jeder Markt hat seinen eigenen Charakter, geprägt von seinen Händlern und seiner Architektur.
Der älteste Teil des Flohmarktes ist der „Marché Vernaison“. Im Jahr 1920 wurden hier die ersten festen Holzhütten aufgestellt, um Möbel, Antiquitäten, Kleidung und andere interessante Gegenstände zu verkaufen. Auf 9.000 Quadratmetern Fläche bieten heute – in einem malerischen Gewirr von kleinen Gassen – hunderte Aussteller Kunst, Objekte und Gegenstände aus dem 18. bis 20. Jahrhundert an, darunter Bilder, Lampen, Geschirr, Spieleautomaten, Musikinstrumente, Puppen und sogar alte Werbeplakate. Die Besucher schätzen vor allem die historische Kulisse und die Authentizität des Ortes.
Im Jahr 1925 folgte der „Marché Biron“, damals scherzhaft „Belles Puces“ (schöne Flöhe) genannt, weil exklusive Antiquitäten und schöne alte Möbel angeboten wurden und damit auch die betuchtere Klientel angezogen wurde. Zu den ersten illustren Besuchern des Marché Biron gehörten der spanische Maler Picasso und die Schriftstellerin Colette.
Heute bieten rund 220 Kunst- und Antiquitätenhändler hier in einem eleganten Ambiente hochwertige Möbel, Kunstobjekte des 17. bis 20. Jahrhunderts, Art-déco-Stücke und Schmuck an. Unter den Besuchern finden sich aber nicht nur professionelle Sammler, bekannte Innenarchitekten und Dekorateure.
Auch berühmte Persönlichkeiten aus der Mode- und Filmwelt, etwa der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld oder die amerikanische Sängerin Madonna wurden schon dabei beobachtet, wie sie auf der Suche nach besonderen Kunstgegenständen auf dem roten Teppich des „Marché Biron“ wandelten.
„Was Sie in Versailles nicht anfassen dürfen, das bekommen Sie in Biron“, lautet ein bekannter Spruch über den Markt. „Damit ist gemeint, dass Sie hier exklusive Antiquitäten kaufen und berühren können, die im Schloss Versailles nur hinter Glas und Absperrungen zu sehen sind“, erklärt Georgios Tzakis, der hier seit 2005 mit seiner „Galerie Acropole Antiquités“ ansässig ist. Als Spross einer Familie von Antiquitätenhändlern führt der 46jährige die Familientradition des 1967 gegündeten Unternehmens weiter. „Wir sind auf Möbel, Skulpturen und Kunstwerke des 19. Jahrhunderts spezialisiert. Derzeit haben wir etwa einen großen Kronleuchter aus der Zeit Napoleons III. (um 1870), der € 8.000,– kostet. Alle unsere Stücke werden mit einem Echtheitszertifikat verkauft“, erklärt Tzakis. „Und der ,Marché Biron‘ ist der richtige Ort dafür.“
Einer der größten und modernsten Bereiche des Flohmarktes ist der „Marché Dauphine“, der 1991 eröffnet wurde. Diese zweistöckige Halle mit ihrem beeindruckenden Glasdach – sie wurde im Stil der historischen Pariser Markthallen gestaltet – beherbergt etwa 150 Händler und ein buntes Sammelsurium aus traditionellen Antiquitäten und modernen Designobjekten.
Das Erdgeschoß beispielsweise ist hauptsächlich der Möbelkunst des 20. Jahrhunderts gewidmet. Hier finden sich Popkultur-Artikel ebenso wie Plastikdesign, aber auch kostbare Stoffe oder alter Schmuck. Der Markt beherbergt außerdem eine Vielzahl an Schallplattenläden, die neben seltenen Vinyls auch klassische Stereoanlagen aus den 70er und 80er Jahren im Angebot haben.
Ein einmaliger Blickfang in der Halle ist das orange „Futuro House“ des finnischen Architekten Matti Suuronen. Das an eine fliegende Untertasse erinnernde Rundhaus auf Metallstelzen diente früher als Ausstellungsort.
„Bevor es auf den Flohmarkt gebracht wurde, war das Objekt aber ein mobiles Ferienhaus“, erklärt der auf Popkultur spezialisierte Händler Benoît Ramognino. „Mittlerweile kann das ,Futuro House‘ leider nur noch von außen besichtigt werden.“
Im Obergeschoß der Halle befinden sich neben Galerien mit zeitgenössischer Kunst und Fotografie auch Geschäfte mit Vintage-Mode.
Eines davon betreibt Francoise de Fligué, die sich mit ihrer „Boutique Falbalas“ auf die Mode aus vergangenen Epochen spezialisiert hat. „Das älteste Stück stammt aus dem 18. Jahrhundert, das jüngste aus den 70er Jahren“, sagt die Französin, die selbst hauptsächlich in den Kleidern von anno dazumal anzutreffen ist.
Die sorgfältig ausgewählte Vintage-Mode wird stilecht auf antiken Schaufensterpuppen präsentiert. Auch Unikate kleiner Modehäuser aus der Zeit zwischen 1910 und 1960 werden bei Falbalas angeboten. „Bei uns kommen immer wieder Couturiers und Kostümbildner vorbei, die hier Anregungen suchen.“
Unterstützt wird Francoise de Fligué von ihrem Mann Erwan, der ein anerkannter Vintage-Modehistoriker ist. Neben Kleidern, Anzügen, Hüten, Dessous und Korsetts gibt es auch Vintage-Schuhe in der Boutique zu kaufen. „Wir haben aber auch einen Schuhmacher, der für uns Damen- und Herren-Schuhe aus feinstem Leder fertigt – egal ob Stiefeletten im Stil der 1900er Jahre oder Schuhe der 1930er Jahre“, erklärt die Händlerin.
Gleich neben dem „Marché Dauphin“, mitten im Herzen des Flohmarktes von Saint-Ouen, liegt der „Marché Paul Bert Serpette“. Eigentlich sind es zwei eigenständige Märkte, die aber als Einheit vermarktet werden. Sie grenzen direkt aneinander, wobei der „Marché Paul Bert“ eher für vielfältige Antiquitäten und „Serpette“ für gehobene, ausgefallene Sammlerstücke bekannt ist.
Mit rund fünf Millionen Besuchern pro Jahr und bis zu 180.000 Menschen an manchen Wochenenden gilt der Flohmarkt von Saint-Ouen als eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.
Doch nicht nur die faszinierende Vielfalt an Einkaufserlebnissen macht den Charme des Marktes aus, sondern auch eine einzigartige Gastronomie. Das kulinarische Angebot ist groß und reicht von traditionellen französischen Bistros und Cafés bis zu gehobenen Restaurants.
Eines der bekanntesten befindet sich gleich beim Eingang zum „Marché Paul Bert“ – das Café-Restaurant „Le Paul Bert“. Die große Terrasse des 1985 eröffneten Lokals ist ein beliebter Treffpunkt. Hier sitzen an sonnigen Wochenenden Händler und Sammler, Pariser und Touristen aus aller Welt, um die Klassiker der französischen Küche, etwa Zwiebelsuppe, Beef Tartare oder hausgemachte „Frites“ zu genießen. rz
Wissenswertes
Wo:
110 Rue des Rosiers,
93400 Saint Ouen, Paris (F)
Das Viertel befindet sich hinter der Pariser Ringautobahn
(Boulevard Périphérique).
Am besten erreichbar mit der U-Bahn-Linie 4, Metrostation Porte de Clignancourt,
Linie 13 Station Garibaldi oder
mit den Buslinien 85 / Station Marché aux Puces und
95 / Porte de Montmatre.
Wann:
Ganzjährig geöffnet, freitags 10 bis 12 Uhr,
samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr und am
Montag von 11 bis 17 Uhr.
Was:
Antiquitäten, Sammlerstücke, Kunst, antiker Schmuck, Vintage-Kleidung, Bücher.
Wer:
Der Marché aux Puces erstreckt sich über 70.000 Quadratmeter mit insgesamt mehr als 3.000 Ständen und
Geschäften sowie fünf großen Einkaufsstraßen.
Wer weiterstöbern möchte, zieht zum nahen „Marché aux Puces de Vanves“, einem charmanten Markt abseits der großen Touristenströme. Und wer schließlich ganz in die Welt der Antiquitäten, Kuriositäten und Raritäten eintauchen will, kommt am legendären „Marché aux Puces de Saint-Ouen“ nicht vorbei – dem größten Flohmarkt der Welt, der sich über ein ganzes Viertel im Norden von Paris erstreckt. Der „Markt mit Flöhen“, wie der Name wörtlich übersetzt lautet, blickt auf eine lange Geschichte zurück.
Im Jahr 1870 wurden die Pariser Lumpensammler aus hygienischen Gründen aus der Stadt verbannt und ließen sich am Rand des damaligen Dorfes Saint-Ouen nieder. Da mit den gebrauchten, oft ungewaschenen Textilien nicht selten auch Flöhe – französisch „puces“ – den Besitzer wechselten, bürgerte sich bald der Begriff „Flohmarkt“ ein.
Mit der Zeit zog es immer mehr Trödler hierher, die ihre Waren anboten und aus dem losen Handel entwickelte sich allmählich ein fester Markt. Offiziell gegründet wurde der dann 1885, als der Bürgermeister von Saint-Ouen den Händlern einen eigenen Platz einrichtete.
Heute umfasst das Areal rund 70.000 Quadratmeter (entspricht etwa zehn Fußballfeldern) und beherbergt elf Teilmärkte, die größtenteils in Hallen untergebracht sind (Biron, Cambo, Dauphine, l’Entrepôt, Jules-Vallès, Malassis, Le Passage, Paul Bert Serpette, L‘Usine sowie
Vernaison).
Der „Marché aux Puces“ gleicht an den Wochenenden einem lebendigen Labyrinth, in das sich Sammler, Kunstexperten und Schnäppchenjäger aus der ganzen Welt auf die Suche nach einzigartigen Schätzen begeben. Von charmanten, überdachten Gassen und alten Hallen bis hin zu versteckten Ecken – jeder Markt hat seinen eigenen Charakter, geprägt von seinen Händlern und seiner Architektur.
Der älteste Teil des Flohmarktes ist der „Marché Vernaison“. Im Jahr 1920 wurden hier die ersten festen Holzhütten aufgestellt, um Möbel, Antiquitäten, Kleidung und andere interessante Gegenstände zu verkaufen. Auf 9.000 Quadratmetern Fläche bieten heute – in einem malerischen Gewirr von kleinen Gassen – hunderte Aussteller Kunst, Objekte und Gegenstände aus dem 18. bis 20. Jahrhundert an, darunter Bilder, Lampen, Geschirr, Spieleautomaten, Musikinstrumente, Puppen und sogar alte Werbeplakate. Die Besucher schätzen vor allem die historische Kulisse und die Authentizität des Ortes.
Im Jahr 1925 folgte der „Marché Biron“, damals scherzhaft „Belles Puces“ (schöne Flöhe) genannt, weil exklusive Antiquitäten und schöne alte Möbel angeboten wurden und damit auch die betuchtere Klientel angezogen wurde. Zu den ersten illustren Besuchern des Marché Biron gehörten der spanische Maler Picasso und die Schriftstellerin Colette.
Heute bieten rund 220 Kunst- und Antiquitätenhändler hier in einem eleganten Ambiente hochwertige Möbel, Kunstobjekte des 17. bis 20. Jahrhunderts, Art-déco-Stücke und Schmuck an. Unter den Besuchern finden sich aber nicht nur professionelle Sammler, bekannte Innenarchitekten und Dekorateure.
Auch berühmte Persönlichkeiten aus der Mode- und Filmwelt, etwa der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld oder die amerikanische Sängerin Madonna wurden schon dabei beobachtet, wie sie auf der Suche nach besonderen Kunstgegenständen auf dem roten Teppich des „Marché Biron“ wandelten.
„Was Sie in Versailles nicht anfassen dürfen, das bekommen Sie in Biron“, lautet ein bekannter Spruch über den Markt. „Damit ist gemeint, dass Sie hier exklusive Antiquitäten kaufen und berühren können, die im Schloss Versailles nur hinter Glas und Absperrungen zu sehen sind“, erklärt Georgios Tzakis, der hier seit 2005 mit seiner „Galerie Acropole Antiquités“ ansässig ist. Als Spross einer Familie von Antiquitätenhändlern führt der 46jährige die Familientradition des 1967 gegündeten Unternehmens weiter. „Wir sind auf Möbel, Skulpturen und Kunstwerke des 19. Jahrhunderts spezialisiert. Derzeit haben wir etwa einen großen Kronleuchter aus der Zeit Napoleons III. (um 1870), der € 8.000,– kostet. Alle unsere Stücke werden mit einem Echtheitszertifikat verkauft“, erklärt Tzakis. „Und der ,Marché Biron‘ ist der richtige Ort dafür.“
Einer der größten und modernsten Bereiche des Flohmarktes ist der „Marché Dauphine“, der 1991 eröffnet wurde. Diese zweistöckige Halle mit ihrem beeindruckenden Glasdach – sie wurde im Stil der historischen Pariser Markthallen gestaltet – beherbergt etwa 150 Händler und ein buntes Sammelsurium aus traditionellen Antiquitäten und modernen Designobjekten.
Das Erdgeschoß beispielsweise ist hauptsächlich der Möbelkunst des 20. Jahrhunderts gewidmet. Hier finden sich Popkultur-Artikel ebenso wie Plastikdesign, aber auch kostbare Stoffe oder alter Schmuck. Der Markt beherbergt außerdem eine Vielzahl an Schallplattenläden, die neben seltenen Vinyls auch klassische Stereoanlagen aus den 70er und 80er Jahren im Angebot haben.
Ein einmaliger Blickfang in der Halle ist das orange „Futuro House“ des finnischen Architekten Matti Suuronen. Das an eine fliegende Untertasse erinnernde Rundhaus auf Metallstelzen diente früher als Ausstellungsort.
„Bevor es auf den Flohmarkt gebracht wurde, war das Objekt aber ein mobiles Ferienhaus“, erklärt der auf Popkultur spezialisierte Händler Benoît Ramognino. „Mittlerweile kann das ,Futuro House‘ leider nur noch von außen besichtigt werden.“
Im Obergeschoß der Halle befinden sich neben Galerien mit zeitgenössischer Kunst und Fotografie auch Geschäfte mit Vintage-Mode.
Eines davon betreibt Francoise de Fligué, die sich mit ihrer „Boutique Falbalas“ auf die Mode aus vergangenen Epochen spezialisiert hat. „Das älteste Stück stammt aus dem 18. Jahrhundert, das jüngste aus den 70er Jahren“, sagt die Französin, die selbst hauptsächlich in den Kleidern von anno dazumal anzutreffen ist.
Die sorgfältig ausgewählte Vintage-Mode wird stilecht auf antiken Schaufensterpuppen präsentiert. Auch Unikate kleiner Modehäuser aus der Zeit zwischen 1910 und 1960 werden bei Falbalas angeboten. „Bei uns kommen immer wieder Couturiers und Kostümbildner vorbei, die hier Anregungen suchen.“
Unterstützt wird Francoise de Fligué von ihrem Mann Erwan, der ein anerkannter Vintage-Modehistoriker ist. Neben Kleidern, Anzügen, Hüten, Dessous und Korsetts gibt es auch Vintage-Schuhe in der Boutique zu kaufen. „Wir haben aber auch einen Schuhmacher, der für uns Damen- und Herren-Schuhe aus feinstem Leder fertigt – egal ob Stiefeletten im Stil der 1900er Jahre oder Schuhe der 1930er Jahre“, erklärt die Händlerin.
Gleich neben dem „Marché Dauphin“, mitten im Herzen des Flohmarktes von Saint-Ouen, liegt der „Marché Paul Bert Serpette“. Eigentlich sind es zwei eigenständige Märkte, die aber als Einheit vermarktet werden. Sie grenzen direkt aneinander, wobei der „Marché Paul Bert“ eher für vielfältige Antiquitäten und „Serpette“ für gehobene, ausgefallene Sammlerstücke bekannt ist.
Mit rund fünf Millionen Besuchern pro Jahr und bis zu 180.000 Menschen an manchen Wochenenden gilt der Flohmarkt von Saint-Ouen als eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.
Doch nicht nur die faszinierende Vielfalt an Einkaufserlebnissen macht den Charme des Marktes aus, sondern auch eine einzigartige Gastronomie. Das kulinarische Angebot ist groß und reicht von traditionellen französischen Bistros und Cafés bis zu gehobenen Restaurants.
Eines der bekanntesten befindet sich gleich beim Eingang zum „Marché Paul Bert“ – das Café-Restaurant „Le Paul Bert“. Die große Terrasse des 1985 eröffneten Lokals ist ein beliebter Treffpunkt. Hier sitzen an sonnigen Wochenenden Händler und Sammler, Pariser und Touristen aus aller Welt, um die Klassiker der französischen Küche, etwa Zwiebelsuppe, Beef Tartare oder hausgemachte „Frites“ zu genießen. rz
Wissenswertes
Wo:
110 Rue des Rosiers,
93400 Saint Ouen, Paris (F)
Das Viertel befindet sich hinter der Pariser Ringautobahn
(Boulevard Périphérique).
Am besten erreichbar mit der U-Bahn-Linie 4, Metrostation Porte de Clignancourt,
Linie 13 Station Garibaldi oder
mit den Buslinien 85 / Station Marché aux Puces und
95 / Porte de Montmatre.
Wann:
Ganzjährig geöffnet, freitags 10 bis 12 Uhr,
samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr und am
Montag von 11 bis 17 Uhr.
Was:
Antiquitäten, Sammlerstücke, Kunst, antiker Schmuck, Vintage-Kleidung, Bücher.
Wer:
Der Marché aux Puces erstreckt sich über 70.000 Quadratmeter mit insgesamt mehr als 3.000 Ständen und
Geschäften sowie fünf großen Einkaufsstraßen.
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