Antonia:
„Ich hatte mit Papa ein hartes Jahr“
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Das vergangene Jahr war für sie herausfordernd. Antonia aus Tirol, 46, widmete sich ihrem kranken Vater. Kurzerhand sagte die Sängerin alle Auftritte ab und kehrte ihrer Wahlheimat Mallorca den Rücken.
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Antonia, Sie haben sich im vergangenen Jahr weitgehend aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Was war der Grund dafür?
Alles begann eigentlich bereits im Oktober 2024. Es war gerade die Zeit, als ich mit meinem neuen Rock-Projekt unter dem Namen „Antonja“ auf Mallorca, außerhalb des Ballermanns, auf der Bühne stand – mit meinen „Generation-Rock-Konzerten“, die dem Publikum und mir irrsinnig viel Spaß machten. Dann passierte das für mich völlig Unerwartete. Mein Papa hat einen Herzinfarkt erlitten und es mussten ihm vier Bypässe gesetzt werden.
Was ging Ihnen im ersten Moment durch den Kopf, als Sie davon erfahren haben?
Mir wurde schlagartig bewusst, wie schnell es gehen kann und wie wichtig die Gesundheit ist. Mein Papa, er wird 72 Jahre alt, war Zeit seines Lebens ein fitter Mensch, der regelmäßig sportelte, nicht rauchte und nicht trank. Umso betroffener war ich, denn mit einem Herzinfarkt war überhaupt nicht zu rechnen. Wir kennen noch immer nicht die Ursache dafür. Für mich war es ein Schlag ins Gesicht und ein Hinweis darauf, dass auch ich mir Pausen gönnen und nicht immer Vollgas geben sollte. Ich habe 4.000 Auftritte in den vergangenen zwanzig Jahren absolviert. Das Erlebnis mit meinem Papa führte dazu, auch darüber zu reflektieren. Ich habe sofort alle Auftritte abgesagt und bin zu ihm nach Linz geflogen.
Um bei ihm zu bleiben?
Ja, in dieser akuten Situation war für mich klar, dass ich mich um ihn kümmern werde, schließlich war Papa auch immer für mich da. Der Plan war, dass er sich nach der Rehabilitation und über Weihnachten erholt und ich im Frühjahr wieder meine Projekte verfolge. Leider kam es – wie halt so oft im Leben – ganz anders. Bei Papa wurde ein großer Tumor im Bauchraum entdeckt, woraufhin ich mich entschied, weiterhin für ihn und meine Familie da zu sein, bis alles durchgestanden ist.
Wie geht es Ihrem Vater nun?
Nach diesem Jahr, das wirklich hart war, geht es ihm besser. Die Chemotherapie hat gut angeschlagen und wie die Untersuchungen zeigen, ist der Tumor erst einmal weg. Es hat mich einigermaßen überrascht, dass sich so ein großer traubenförmiger Tumor mittels Chemotherapie zurückbilden kann. Eine operative Entfernung wäre allerdings aufgrund der Lage nicht möglich gewesen. Es gibt zwar noch kleinere „Nachwehen“, aber Papa ist weitgehend wieder selbstständig und kann seinen Alltag ohne mich bewältigen. Deswegen habe ich nun wieder den Kopf frei, um neu durchzustarten. Woran mein Papa nicht ganz unschuldig ist, denn es war immer sein Wunsch, dass ich mich wieder mehr auf den Schlager konzentriere – als „Antonia aus Tirol“. Was nicht heißt, dass mein Rock-Projekt Geschichte ist. Die „Antonja“ gibt es nach wie vor, aber wir arbeiten derzeit vermehrt an der Musik für die „Antonia aus Tirol“ und es macht mir auch wieder großen Spaß.
Haben Sie gespürt, dass es Ihrem Vater gutgetan hat, Sie an seiner Seite zu wissen?
Absolut, wir sind eng miteinander verbunden, von ihm habe ich auch die Liebe zur Musik, er spielt selbst immer noch auf der Gitarre. Im vergangenen Jahr habe ich ihn mit meiner Energie unterstützt, weil es natürlich Momente gab, in denen er sich schwach fühlte und aufgeben wollte. Ich habe dann immer zu ihm gesagt, „Papa, wir schaffen das, wir kriegen das wieder hin“, weil ich fest daran glaubte, dass es wieder gut wird. Wäre ich nicht dagesessen, weiß ich nicht, ob er es geschafft hätte. Aber es ist doch so, dass jeder jemanden braucht, sei es die Familie, den Partner oder einen guten Freund. Liebe ist so etwas Großes, das über den Kriegen und über dem Hass steht. Sie ist für mich definitiv die größere Macht, die wir nutzen sollten, damit alles besser wird.
Wie viel und welche Ihrer Emotionen verarbeiten Sie in Ihrer Musik?
Das ist bei einigen meiner Lieder der Fall, beispielsweise bei „1.000 Träume weit – Tornero“, wenn es um den Moment geht, sich aus Situationen wegzuträumen. Dieses Lied wird es in einer neuen Version auf dem Album, an dem ich gerade arbeite, geben. „Wir sind mehr als nur ein Moment“, die neue Single, beschreibt das Gefühl, das ich – wie hoffentlich viele andere Menschen auch – mit meinem Partner habe, der mir eine große Stütze ist und ein Leben ohne ihn für mich nicht vorstellbar ist. Wobei der Begriff „Liebe“ über die partnerschaftliche Verbindung hinausgeht.„Liebe“ beschreibt alles, was eine innige Verbindung ist, auch die Verbindung zu meinen Anhängern.
Warum leben Sie mit Ihrem „Lieblingsmenschen“ Peter Schutti noch immer ohne Trauschein?
Der Grund waren tatsächlich meine vielen Auftritte. Ich möchte an der Planung unserer Hochzeit voll beteiligt und involviert sein, was natürlich auch viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich finde gerade die Vorbereitungen für diesen besonderen Tag so schön und Peter möchte auch weder im Vorfeld noch danach unter Stress und Zeitdruck stehen. So haben wir uns immer wieder entschieden, die Planung aufzuschieben, und die Jahre vergingen. Aber dafür wird es umso schöner werden. In diesem Jahr arbeiten wir an meinem „Antonia aus Tirol“-Schlager-Album und im nächsten Jahr möchten wir uns einen Plan für unsere Traumhochzeit machen.
Bleibt Ihr Lebensmittelpunkt weiterhin Mallorca?
Ich pendle nach wie vor und die Auftritte für Deutschland und in unserem Land sind in Planung. Wenn mit meinem Papa etwas sein sollte, habe ich dafür gesorgt, dass jemand da ist, damit ich nicht sofort alles liegen und stehen lassen muss. Trotzdem werde ich das Pensum von früher, das sich auf eine Sieben-Tage-Woche belief, nicht mehr absolvieren. Peter und ich genießen auf der Insel jetzt mehr die Ruhe und durch das ganzjährige beständigere Klima kann ich dort auch jederzeit mit meiner Harley Davidson eine Runde drehen und die Seele baumeln lassen – das ist eine private Leidenschaft, die ich oft vernachlässigt habe.
Was ist auf Mallorca besser als hier?
Das Klima ist angenehmer, wobei ich sagen muss,
dass die Sommer mittlerweile extrem heiß sind, was mit dem Älterwerden auch nicht gerade angenehmer wird (lacht).
Zur Person
Antonia aus Tirol wurde als Sandra Stumptner am 10. März 1980 in Linz (OÖ) geboren. Sie stand im Alter von 14 Jahren mit ihrem Vater erstmals auf der Bühne.
Bekannt wurde sie im Jahr 1999 mit dem Hit „Anton
aus Tirol“ im Duett mit DJ Ötzi, ein weiteres erfolgreiches Duett absolvierte sie gemeinsam mit Heino.
Regelmäßig tritt sie bei Shows auf Mallorca, in Deutschland und in unserem Land auf. Im Jahr 2021 erschien mit „What a Night“ ihre erste Single als Rocksängerin Antonja. Für ihren größten Schlager-Hit „1000 Träume weit – Tornero“ wurde sie mit Doppel-Platin ausgezeichnet.
Mit ihrem Lebensgefährten und Manager Peter Schutti lebt die Künstlerin auf Mallorca.
Alles begann eigentlich bereits im Oktober 2024. Es war gerade die Zeit, als ich mit meinem neuen Rock-Projekt unter dem Namen „Antonja“ auf Mallorca, außerhalb des Ballermanns, auf der Bühne stand – mit meinen „Generation-Rock-Konzerten“, die dem Publikum und mir irrsinnig viel Spaß machten. Dann passierte das für mich völlig Unerwartete. Mein Papa hat einen Herzinfarkt erlitten und es mussten ihm vier Bypässe gesetzt werden.
Was ging Ihnen im ersten Moment durch den Kopf, als Sie davon erfahren haben?
Mir wurde schlagartig bewusst, wie schnell es gehen kann und wie wichtig die Gesundheit ist. Mein Papa, er wird 72 Jahre alt, war Zeit seines Lebens ein fitter Mensch, der regelmäßig sportelte, nicht rauchte und nicht trank. Umso betroffener war ich, denn mit einem Herzinfarkt war überhaupt nicht zu rechnen. Wir kennen noch immer nicht die Ursache dafür. Für mich war es ein Schlag ins Gesicht und ein Hinweis darauf, dass auch ich mir Pausen gönnen und nicht immer Vollgas geben sollte. Ich habe 4.000 Auftritte in den vergangenen zwanzig Jahren absolviert. Das Erlebnis mit meinem Papa führte dazu, auch darüber zu reflektieren. Ich habe sofort alle Auftritte abgesagt und bin zu ihm nach Linz geflogen.
Um bei ihm zu bleiben?
Ja, in dieser akuten Situation war für mich klar, dass ich mich um ihn kümmern werde, schließlich war Papa auch immer für mich da. Der Plan war, dass er sich nach der Rehabilitation und über Weihnachten erholt und ich im Frühjahr wieder meine Projekte verfolge. Leider kam es – wie halt so oft im Leben – ganz anders. Bei Papa wurde ein großer Tumor im Bauchraum entdeckt, woraufhin ich mich entschied, weiterhin für ihn und meine Familie da zu sein, bis alles durchgestanden ist.
Wie geht es Ihrem Vater nun?
Nach diesem Jahr, das wirklich hart war, geht es ihm besser. Die Chemotherapie hat gut angeschlagen und wie die Untersuchungen zeigen, ist der Tumor erst einmal weg. Es hat mich einigermaßen überrascht, dass sich so ein großer traubenförmiger Tumor mittels Chemotherapie zurückbilden kann. Eine operative Entfernung wäre allerdings aufgrund der Lage nicht möglich gewesen. Es gibt zwar noch kleinere „Nachwehen“, aber Papa ist weitgehend wieder selbstständig und kann seinen Alltag ohne mich bewältigen. Deswegen habe ich nun wieder den Kopf frei, um neu durchzustarten. Woran mein Papa nicht ganz unschuldig ist, denn es war immer sein Wunsch, dass ich mich wieder mehr auf den Schlager konzentriere – als „Antonia aus Tirol“. Was nicht heißt, dass mein Rock-Projekt Geschichte ist. Die „Antonja“ gibt es nach wie vor, aber wir arbeiten derzeit vermehrt an der Musik für die „Antonia aus Tirol“ und es macht mir auch wieder großen Spaß.
Haben Sie gespürt, dass es Ihrem Vater gutgetan hat, Sie an seiner Seite zu wissen?
Absolut, wir sind eng miteinander verbunden, von ihm habe ich auch die Liebe zur Musik, er spielt selbst immer noch auf der Gitarre. Im vergangenen Jahr habe ich ihn mit meiner Energie unterstützt, weil es natürlich Momente gab, in denen er sich schwach fühlte und aufgeben wollte. Ich habe dann immer zu ihm gesagt, „Papa, wir schaffen das, wir kriegen das wieder hin“, weil ich fest daran glaubte, dass es wieder gut wird. Wäre ich nicht dagesessen, weiß ich nicht, ob er es geschafft hätte. Aber es ist doch so, dass jeder jemanden braucht, sei es die Familie, den Partner oder einen guten Freund. Liebe ist so etwas Großes, das über den Kriegen und über dem Hass steht. Sie ist für mich definitiv die größere Macht, die wir nutzen sollten, damit alles besser wird.
Wie viel und welche Ihrer Emotionen verarbeiten Sie in Ihrer Musik?
Das ist bei einigen meiner Lieder der Fall, beispielsweise bei „1.000 Träume weit – Tornero“, wenn es um den Moment geht, sich aus Situationen wegzuträumen. Dieses Lied wird es in einer neuen Version auf dem Album, an dem ich gerade arbeite, geben. „Wir sind mehr als nur ein Moment“, die neue Single, beschreibt das Gefühl, das ich – wie hoffentlich viele andere Menschen auch – mit meinem Partner habe, der mir eine große Stütze ist und ein Leben ohne ihn für mich nicht vorstellbar ist. Wobei der Begriff „Liebe“ über die partnerschaftliche Verbindung hinausgeht.„Liebe“ beschreibt alles, was eine innige Verbindung ist, auch die Verbindung zu meinen Anhängern.
Warum leben Sie mit Ihrem „Lieblingsmenschen“ Peter Schutti noch immer ohne Trauschein?
Der Grund waren tatsächlich meine vielen Auftritte. Ich möchte an der Planung unserer Hochzeit voll beteiligt und involviert sein, was natürlich auch viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich finde gerade die Vorbereitungen für diesen besonderen Tag so schön und Peter möchte auch weder im Vorfeld noch danach unter Stress und Zeitdruck stehen. So haben wir uns immer wieder entschieden, die Planung aufzuschieben, und die Jahre vergingen. Aber dafür wird es umso schöner werden. In diesem Jahr arbeiten wir an meinem „Antonia aus Tirol“-Schlager-Album und im nächsten Jahr möchten wir uns einen Plan für unsere Traumhochzeit machen.
Bleibt Ihr Lebensmittelpunkt weiterhin Mallorca?
Ich pendle nach wie vor und die Auftritte für Deutschland und in unserem Land sind in Planung. Wenn mit meinem Papa etwas sein sollte, habe ich dafür gesorgt, dass jemand da ist, damit ich nicht sofort alles liegen und stehen lassen muss. Trotzdem werde ich das Pensum von früher, das sich auf eine Sieben-Tage-Woche belief, nicht mehr absolvieren. Peter und ich genießen auf der Insel jetzt mehr die Ruhe und durch das ganzjährige beständigere Klima kann ich dort auch jederzeit mit meiner Harley Davidson eine Runde drehen und die Seele baumeln lassen – das ist eine private Leidenschaft, die ich oft vernachlässigt habe.
Was ist auf Mallorca besser als hier?
Das Klima ist angenehmer, wobei ich sagen muss,
dass die Sommer mittlerweile extrem heiß sind, was mit dem Älterwerden auch nicht gerade angenehmer wird (lacht).
Zur Person
Antonia aus Tirol wurde als Sandra Stumptner am 10. März 1980 in Linz (OÖ) geboren. Sie stand im Alter von 14 Jahren mit ihrem Vater erstmals auf der Bühne.
Bekannt wurde sie im Jahr 1999 mit dem Hit „Anton
aus Tirol“ im Duett mit DJ Ötzi, ein weiteres erfolgreiches Duett absolvierte sie gemeinsam mit Heino.
Regelmäßig tritt sie bei Shows auf Mallorca, in Deutschland und in unserem Land auf. Im Jahr 2021 erschien mit „What a Night“ ihre erste Single als Rocksängerin Antonja. Für ihren größten Schlager-Hit „1000 Träume weit – Tornero“ wurde sie mit Doppel-Platin ausgezeichnet.
Mit ihrem Lebensgefährten und Manager Peter Schutti lebt die Künstlerin auf Mallorca.
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