Anne Hathaway, 43:
Teuflisch schön
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Im Kinofilm „Der Teufel trägt Prada 2“ kehrt Anne Hathaway, 43, in die Modewelt zurück. Zu Glanz und Glamour, die auch ihr Leben wie aus dem Bilderbuch erscheinen lassen.
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Ich brauche zehn oder 15 Röcke.“ Mit diesen Worten wurde ein Dialog eröffnet, der es in sich hatte. „Welche Röcke?“, fragte eine hübsche junge Frau, die bieder wirkte. Miranda Priestly, die Chefredakteurin des Modemagazins „Runway“, wie immer topmodich gekleidet, antwortete unwirsch von oben herab: „Bitte nerven Sie jemand anderen mit Ihren Fragen.“
Als Anne Hathaway, 43, in ihrer Rolle als schüchterne
Andy Sachs im Film „Der Teufel trägt Prada“ aus dem Jahr 2006 mit zitternder Stimme vor der eiskalten Mode-Zarin stand, wurde Filmgeschichte geschrieben. Millionen Frauen erkannten sich in der jungen Assistentin wieder, die zwischen Designerhandtaschen, Kaffeebestellungen und Selbstzweifeln ihren Platz in einer Welt finden musste, in der Stil das Gebot der Stunde und Schwäche ein Verbot war.
Zwanzig Jahre später kehrt Hathaway nun in die teuflische Modewelt zurück und schlüpft in der Fortsetzung „Der Teufel trägt Prada 2“, ab 29. April in unseren Kinos, erneut in die ikonische Rolle, die sie endgültig in den Hollywood-Olymp katapultierte.
Die Parallele zwischen Rolle und Realität ist unübersehbar. Nicht nur Sachs verwandelt sich vom unscheinbaren Entlein in einen strahlenden Schwan. Hathaway behauptet, selbst als junge Frau in Fragen der Mode unbedarft gewesen zu sein. „Ich hatte früher keinen Stil. Aber ich hatte zum Glück Designer und Stylisten, durch die ich ihn gefunden habe.“
Mittlerweile zählt sie mit ihren großen Rehaugen und dem breiten Lächeln zu den elegantesten und schönsten Frauen Hollywoods und wird gern mit der unvergesslichen Audrey Hepburn verglichen.
Am Aufstieg zu eigenem Glanz und Ruhm war die Mutter des am 12. November 1982 in New York (USA) als mittleres von drei Kindern geborenen Mädchens nicht unbeteiligt. Sie arbeitete als Schauspielerin, der Vater verdiente sein Geld als Anwalt.
Als Anne ihre Mutter eines Tages in einer Aufführung des Musicals „Les Misérables“ sah, stand für sie fest, ihr auf die Bühne folgen zu wollen. Dass ihre Wahl goldrichtig war, bewahrheitete sich Jahrzehnte später, als Hathaway ausgerechnet für die Rolle der Fantine in der Verfilmung von „Les Misérables“ mit dem „Oscar“ die höchste Auszeichnung der Filmbranche gewann.
Den Grundstein dafür legte Hathaway als Jugendliche. Sie stand regelmäßig auf Theaterbrettern, ließ sich gesanglich ausbilden und galt früh als ehrgeizig, diszipliniert und talentiert. „Ich habe mich vorwärtsgepeitscht und hatte keine Nachsicht mit mir“, erinnert sie sich. Das brachte ihr 1999 mit erst 16 Jahren eine Rolle in der Fernsehserie „Get Real“ ein. Die wurde nach nur einer Staffel abgesetzt, der Name Hathaway blieb aber notiert. Beim Vorsprechen für die Rolle einer jungen Adeligen im Film „Plötzlich Prinzessin“, der 2001 in die Kinos kam, brachte sie schließlich alles mit, was Hollywood suchte.
Die ambitionierte Nachwuchshoffnung hätte es sich im Genre Familienfilme gemütlich machen können, kehrte stattdessen aber Disney den Rücken und wandte sich ernsten Rollen zu. In „Brokeback Mountain“ verkörperte Hathaway 2005 die Frau eines Cowboys, der sich in einen Mann verliebt. „Bei diesem Film hatte ich das erste Mal das Gefühl, eine richtige Schauspielerin zu sein.“ Vielleicht half der damals 22jährigen das eigene Familienleben, diese Rolle zu verinnerlichen. Denn ihr älterer Bruder Michael, zu dem sie eine innige Beziehung hat, ist homosexuell.
Ein Jahr später verschaffte die Rolle als Andy Sachs in „Der Teufel trägt Prada“ der Wandelbaren endgültig den Eintritt in Hollywoods erste Liga. Danach folgten Kassenschlager wie „The Dark Knight Rises“, „Interstellar“ und 2013 schließlich „Les Misérables“ und die Auszeichnung als beste Nebendarstellerin.
Als Hathaway unter Tränen ihren „Oscar“ entgegennahm, sagte sie mit zitternder Stimme: „Es ist wahr geworden.“ Dass dieser Satz den Beginn einer Krise markierte, konnte die erfolgsverwöhnte Schauspielerin nicht ahnen. Zuschauer empfanden ihren Auftritt als zu geschniegelt, zu einstudiert. In der Branche wurde fortan sogar vom „Anne-Hathaway-Syndrom“ gesprochen, das beschreibt, wie eine Frau aufgrund ihres Erfolges, ihres Aussehens und ihrer Perfektion von der Öffentlichkeit abgelehnt wird.
„Man darf Verhalten beurteilen – aber man hat nicht das Recht, jemanden dafür zu hassen, dass er existiert“, wehrte sich Anne Hathaway später gegen diese Ablehnung. Doch sie konnte sich in die Arme ihres Mannes flüchten. Adam Shulman, 45, war immer an ihrer Seite. Sie hatte ihn 2008 über Freunde kennengelernt und 2012 geheiratet. „Jeder ist für sich ganz, zusammen sind wir aber mehr“, ordnete die Darstellerin die Liebe ein. Mit Shulman zieht sie die gemeinsamen Söhne Jonathan, 10, und Jack, 6, groß, die das Paar aus der Öffentlichkeit heraushält.
Das Familienleben hat die Schauspielerin geerdet. Bevor sie zur Arbeit fährt, bringt sie die Buben zur Schule und wirkt nahbarer denn je. Weniger geschniegelt, mehr Mensch, mit Ecken und Kanten.
So übte Hathaway beim Dreh von „Der Teufel trägt Prada 2“ Kritik an zu dünnen Modellen, setzte sich durch und wurde ihrer Rolle gerecht. Denn in der Fortsetzung geht es nicht mehr um das naive Mädchen, das in der Modewelt überleben will, sondern um Macht, Einfluss und die Frage, wie viel von dieser glänzenden Welt heute übrig ist.
Während Miranda Priestly, wieder gespielt von Meryl Streep, 76, mit dem Imageverlust klassischer Magazine kämpft, hat sich ihre ehemalige Assistentin eine eigene Karriere aufgebaut. Ihrer Nachfolgerin erzählt Andy Sachs dann von ihrer einstigen Arbeit als Assistentin Priestlys: „Ich war in Paris bei der Modewoche und habe ein paar aktuelle Teile von Chanel getragen.“ Als die Assistentin sie fragt, ob sie die Teile noch hat, sagt Sachs, mittlerweile eine erfolgreiche Journalistin: „Nein, die habe ich verschenkt.“
Als Anne Hathaway, 43, in ihrer Rolle als schüchterne
Andy Sachs im Film „Der Teufel trägt Prada“ aus dem Jahr 2006 mit zitternder Stimme vor der eiskalten Mode-Zarin stand, wurde Filmgeschichte geschrieben. Millionen Frauen erkannten sich in der jungen Assistentin wieder, die zwischen Designerhandtaschen, Kaffeebestellungen und Selbstzweifeln ihren Platz in einer Welt finden musste, in der Stil das Gebot der Stunde und Schwäche ein Verbot war.
Zwanzig Jahre später kehrt Hathaway nun in die teuflische Modewelt zurück und schlüpft in der Fortsetzung „Der Teufel trägt Prada 2“, ab 29. April in unseren Kinos, erneut in die ikonische Rolle, die sie endgültig in den Hollywood-Olymp katapultierte.
Die Parallele zwischen Rolle und Realität ist unübersehbar. Nicht nur Sachs verwandelt sich vom unscheinbaren Entlein in einen strahlenden Schwan. Hathaway behauptet, selbst als junge Frau in Fragen der Mode unbedarft gewesen zu sein. „Ich hatte früher keinen Stil. Aber ich hatte zum Glück Designer und Stylisten, durch die ich ihn gefunden habe.“
Mittlerweile zählt sie mit ihren großen Rehaugen und dem breiten Lächeln zu den elegantesten und schönsten Frauen Hollywoods und wird gern mit der unvergesslichen Audrey Hepburn verglichen.
Am Aufstieg zu eigenem Glanz und Ruhm war die Mutter des am 12. November 1982 in New York (USA) als mittleres von drei Kindern geborenen Mädchens nicht unbeteiligt. Sie arbeitete als Schauspielerin, der Vater verdiente sein Geld als Anwalt.
Als Anne ihre Mutter eines Tages in einer Aufführung des Musicals „Les Misérables“ sah, stand für sie fest, ihr auf die Bühne folgen zu wollen. Dass ihre Wahl goldrichtig war, bewahrheitete sich Jahrzehnte später, als Hathaway ausgerechnet für die Rolle der Fantine in der Verfilmung von „Les Misérables“ mit dem „Oscar“ die höchste Auszeichnung der Filmbranche gewann.
Den Grundstein dafür legte Hathaway als Jugendliche. Sie stand regelmäßig auf Theaterbrettern, ließ sich gesanglich ausbilden und galt früh als ehrgeizig, diszipliniert und talentiert. „Ich habe mich vorwärtsgepeitscht und hatte keine Nachsicht mit mir“, erinnert sie sich. Das brachte ihr 1999 mit erst 16 Jahren eine Rolle in der Fernsehserie „Get Real“ ein. Die wurde nach nur einer Staffel abgesetzt, der Name Hathaway blieb aber notiert. Beim Vorsprechen für die Rolle einer jungen Adeligen im Film „Plötzlich Prinzessin“, der 2001 in die Kinos kam, brachte sie schließlich alles mit, was Hollywood suchte.
Die ambitionierte Nachwuchshoffnung hätte es sich im Genre Familienfilme gemütlich machen können, kehrte stattdessen aber Disney den Rücken und wandte sich ernsten Rollen zu. In „Brokeback Mountain“ verkörperte Hathaway 2005 die Frau eines Cowboys, der sich in einen Mann verliebt. „Bei diesem Film hatte ich das erste Mal das Gefühl, eine richtige Schauspielerin zu sein.“ Vielleicht half der damals 22jährigen das eigene Familienleben, diese Rolle zu verinnerlichen. Denn ihr älterer Bruder Michael, zu dem sie eine innige Beziehung hat, ist homosexuell.
Ein Jahr später verschaffte die Rolle als Andy Sachs in „Der Teufel trägt Prada“ der Wandelbaren endgültig den Eintritt in Hollywoods erste Liga. Danach folgten Kassenschlager wie „The Dark Knight Rises“, „Interstellar“ und 2013 schließlich „Les Misérables“ und die Auszeichnung als beste Nebendarstellerin.
Als Hathaway unter Tränen ihren „Oscar“ entgegennahm, sagte sie mit zitternder Stimme: „Es ist wahr geworden.“ Dass dieser Satz den Beginn einer Krise markierte, konnte die erfolgsverwöhnte Schauspielerin nicht ahnen. Zuschauer empfanden ihren Auftritt als zu geschniegelt, zu einstudiert. In der Branche wurde fortan sogar vom „Anne-Hathaway-Syndrom“ gesprochen, das beschreibt, wie eine Frau aufgrund ihres Erfolges, ihres Aussehens und ihrer Perfektion von der Öffentlichkeit abgelehnt wird.
„Man darf Verhalten beurteilen – aber man hat nicht das Recht, jemanden dafür zu hassen, dass er existiert“, wehrte sich Anne Hathaway später gegen diese Ablehnung. Doch sie konnte sich in die Arme ihres Mannes flüchten. Adam Shulman, 45, war immer an ihrer Seite. Sie hatte ihn 2008 über Freunde kennengelernt und 2012 geheiratet. „Jeder ist für sich ganz, zusammen sind wir aber mehr“, ordnete die Darstellerin die Liebe ein. Mit Shulman zieht sie die gemeinsamen Söhne Jonathan, 10, und Jack, 6, groß, die das Paar aus der Öffentlichkeit heraushält.
Das Familienleben hat die Schauspielerin geerdet. Bevor sie zur Arbeit fährt, bringt sie die Buben zur Schule und wirkt nahbarer denn je. Weniger geschniegelt, mehr Mensch, mit Ecken und Kanten.
So übte Hathaway beim Dreh von „Der Teufel trägt Prada 2“ Kritik an zu dünnen Modellen, setzte sich durch und wurde ihrer Rolle gerecht. Denn in der Fortsetzung geht es nicht mehr um das naive Mädchen, das in der Modewelt überleben will, sondern um Macht, Einfluss und die Frage, wie viel von dieser glänzenden Welt heute übrig ist.
Während Miranda Priestly, wieder gespielt von Meryl Streep, 76, mit dem Imageverlust klassischer Magazine kämpft, hat sich ihre ehemalige Assistentin eine eigene Karriere aufgebaut. Ihrer Nachfolgerin erzählt Andy Sachs dann von ihrer einstigen Arbeit als Assistentin Priestlys: „Ich war in Paris bei der Modewoche und habe ein paar aktuelle Teile von Chanel getragen.“ Als die Assistentin sie fragt, ob sie die Teile noch hat, sagt Sachs, mittlerweile eine erfolgreiche Journalistin: „Nein, die habe ich verschenkt.“
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