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Ausgabe Nr. 16/2026 vom 15.04.2026, Fotos: Trölß (2), zvg (2), Zeppelzauer (4)
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Teurer Sprit, was tun Sie dagegen?
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„Mein Auto ist meine Freiheit“
Nina Schloffer, 27, selbstständig
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„Mein Wagen steht in der Garage“
Mario Wielinger, 35, Elektrotechniker
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„Schränke mich beim Ausgehen ein“
Jannik Moser, 20, Pflegeassistent
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„Meine Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht“
Claus Gruber, 49, Bankangestellter
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„Ich fahre jetzt ruhiger“
Doris Winklehner, 39, Fachverkäuferin
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„Ich fahre, weil es Spaß macht“
Sophie Seifert, 29, Studentin
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„Privat nutze ich Bus und U-Bahn“
Fabian Mück, 32, Sachbearbeiter
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„Ich möchte nicht mit Öffis fahren“
Matteo Cottogni, 30, Gastronom
Teurer Sprit, was tun Sie dagegen?
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Die Preise an der Tankstelle wurden kräftig angezogen. Das dürfte wohl weiterhin so bleiben. Fluglinien klagen ebenfalls, denn der Treibstoff Kerosin könnte ausgehen. Wie sich der kleine Mann gegen die große Wirtschaft stellt, lesen Sie hier.
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„Mein Auto ist meine Freiheit“
Nina Schloffer, 27, selbstständig


Die Hysterie um die Spritpreise ist mir zu anstrengend. Ich tanke, wenn der Tank leer ist. Das ist für mich wie mit Kaffee – wenn ich einen guten Espresso will, zahle ich den Preis, den er kostet.

Mein Auto ist meine Freiheit, mein mobiles Büro und auch mein Rückzugsort. Ich lasse mir doch nicht von irgendwelchen Ölmultis oder Politikern vorschreiben, wie ich mein Leben zu leben habe.“


„Mein Wagen steht in der Garage“
Mario Wielinger, 35, Elektrotechniker


Seit die Spritpreise durch die Decke gegangen sind, steht mein Wagen fast nur noch in der Garage. Ich fahre jetzt mit dem Moped zur Arbeit und zum Einkaufen in die Stadt.

Der größte Vorteil ist neben der Parkplatzsuche in Klagenfurt die Kasse. Durch die hohen Parkgebühren spare ich mir jeden Monat schon einiges. Mein Auto hat € 180,– im Monat an Sprit gefressen, jetzt komme ich mit dem Moped auf € 40,–.“


„Schränke mich beim Ausgehen ein“
Jannik Moser, 20, Pflegeassistent


Früher konnte ich mein Dieselfahrzeug mit € 90,– volltanken, nun brauche ich dafür mindestens € 120,–.

Da ich mein Auto für den Weg zur Arbeit unbedingt benötige und meine Arbeitszeiten unterschiedlich sind, kommt eine Fahrgemeinschaft nicht infrage. Jetzt muss ich an anderer Stelle sparen. So gehe ich seltener auf Feste, verzichte auf Disko- oder Lokalbesuche und überlege mir Ausgaben genau.“


„Meine Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht“
Claus Gruber, 49, Bankangestellter


Ich arbeite in Wien, lebe aber in Niederösterreich. Als Pendler treffen mich die hohen Dieselpreise schon,
auch wenn meine persönliche Schmerzgrenze noch nicht erreicht ist. Sollte der Dieselpreis mehr als € 2,50 kosten, überlege ich mir schon, öffentlich zu fahren.

Obwohl ich mit dem Zug mindestens ein halbe Stunde pro Strecke länger fahre und es immer wieder
zu Ausfällen kommt. Von der Spritpreisbremse
merke ich gar nichts – im Gegenteil, bei uns
kostet der Diesel mehr als davor.“


„Ich fahre jetzt ruhiger“
Doris Winklehner, 39, Fachverkäuferin


Ich achte auf meinen Verbrauch. Da ich einen
Hybrid-Benziner fahre, versuche ich, den Elektromotor effizient zu nutzen.

Ich fahre ruhiger, beschleunige weniger stark und lasse das Auto öfter ausrollen, damit möglichst viel Bremsenergie zurückgewonnen werden kann. Auf diese Weise schaffe ich es, kurze Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Außerdem plane ich meine Fahrten besser.“


„Ich fahre, weil es Spaß macht“
Sophie Seifert, 29, Studentin


Ich versuche, benzinsparender zu fahren, es gestaltet sich aber schwierig, weil ich häufig im Stadtverkehr unterwegs bin.

Mein Fiat 500 hat 120 PS und verbraucht im Durchschnitt 6,5 Liter. Wenn ich Freunde in der Stadt treffe, fahre ich lieber mit den Öffis. Von Tempo 100 auf der Autobahn halte ich wenig, in Deutschland, ohne Tempolimit, fahre ich so schnell wie möglich, weil es Spaß macht.“


„Privat nutze ich Bus und U-Bahn“
Fabian Mück, 32, Sachbearbeiter


Ich lasse das Auto jetzt öfter stehen und vermeide
unnötige Fahrten. Private Wege erledige ich fast nur noch mit der U-Bahn, dem Bus oder der Straßenbahn.

Leider ist die öffentliche Verkehrsanbindung am Stadtrand nicht gut, es dauert viel länger, mit den Öffis in die Arbeit zu kommen. Da muss ich mit 30 Minuten mehr Fahrzeit rechnen. Ein Tempolimit von 100 auf Autobahnen finde ich nicht sinnvoll.“


„Ich möchte nicht mit Öffis fahren“
Matteo Cottogni, 30, Gastronom


Ich bin beruflich auf mein Auto angewiesen und muss jetzt beim Tanken € 40,– bis € 50,– mehr pro Monat bezahlen. Früher bin ich in Wien mit den Öffis gefahren, aber das möchte ich nicht mehr.

Erstens werden die auch immer teurer, sie haben oft Verspätung, sind meistens voll und, für mein Empfinden, in der Nacht auch nicht so sicher. Ich sehe auch keinen Anlass dazu, auf der Autobahn freiwillig 100 zu fahren.“
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