„Ich bin ein Mehlspeistiger und der älteste Schifahrer“
Gottfried Bistumer, 101
Bistumer ist der älteste Schifahrer unseres Landes und hält sich mit Schach geistig fit.
Gottfried Bistumer, 101
Bistumer ist der älteste Schifahrer unseres Landes und hält sich mit Schach geistig fit.
„Keinen Alkohol trinken und mit den Frauen brav sein“
Josef Peer, 108
Josef Peer mit Kindern. Er hat 14 Urenkerl.
Josef Peer, 108
Josef Peer mit Kindern. Er hat 14 Urenkerl.
Ein Prosit auf das Leben.
„Bridge hält mich nach wie vor im Kopf beweglich und fit“
Dr. Vera Defner, 106
„Bridge hält mich nach wie vor im Kopf beweglich und fit“
Dr. Vera Defner, 106
Wir haben 519 Jahre
Lebenserfahrung
Lebenserfahrung
Jetzt neu: Hier klicken
und Artikel an Freunde verschenken.
und Artikel an Freunde verschenken.
Sie haben den Krieg, Schicksalsschläge und große Veränderungen erlebt. Dennoch blicken sie mit Lebensfreude, Humor und erstaunlicher Vitalität auf ein Leben zurück, dass seit 100 Jahren andauert. Fünf außergewöhnliche Menschen erzählen hier, wie sie das schafften.
Auf Play drücken
um Artikel vorlesen
zu lassen.
um Artikel vorlesen
zu lassen.
„Ich bin ein Mehlspeistiger und der älteste Schifahrer“
Gottfried Bistumer, 101
Der Radentheiner Gottfried Bistumer ist eine Kärntner
Legende. Der im Oktober 1924 in Villach (K) geborene
101jährige gilt als ältester Schifahrer unseres Landes – und steht auch heute noch mit beeindruckender Selbstverständlichkeit auf der Piste. Heuer war er fünf Mal auf der Turracher Höhe und in Bad Kleinkirchheim unterwegs.
„Es muss mir nur jemand beim Anziehen der Schischuhe
helfen. Aber sobald ich auf der Piste stehe, geht‘s los“, sagt er lachend. Schon mit vier Jahren begann seine große Leidenschaft für den Wintersport, in dem er zahlreiche Pokale und Medaillen bei Wettkämpfen gesammelt hat.
Doch nicht nur das Schifahren hält ihn jung. „Ich habe schon immer viel Sport betrieben“, erzählt der ehemalige
Reparaturschlosser. Fußball spielen, Eisstockschießen,
Wandern und Leichtathletik gehörten jahrzehntelang zu seinem Alltag. Auch geistig bleibt er in Bewegung. Mehr als 60 Jahre lang war Bistumer Obmann des Schachvereines Radenthein. Noch immer trifft er sich mit seinem Nachbarn zum Blitzschach. „Normales Schach ist mir zu langsam“, meint der 101jährige augenzwinkernd, der seit dem Tod seiner Frau Johanna im Jahr 2016 alleine in seinem Haus lebt.
Unterstützt wird er von seiner Tochter Christine, die sich um das Kochen und die Wäsche kümmert sowie Besorgungen erledigt. Gesundheitlich gehe es ihm „einwandfrei“, sagt Bistumer, nur das Gehör habe etwas nachgelassen.
Sein Tag beginnt früh. Um 6.30 Uhr steht er auf, geht zuerst alleine spazieren, danach folgen Frühstück, Zeitung lesen und Rätsel lösen. „Sport ist das Wichtigste, um ein langes Leben zu erreichen“, ist Bistumer überzeugt, der Vater zweier Töchter ist, neun Enkel sowie neun Urenkel hat. Und mit einem Schmunzeln verrät er noch eine Leidenschaft:
„Ich bin ein Mehlspeistiger – ich liebe das Süße.“
„Den Herrgott dürfen wir nicht vergessen“
Josef Karner, 104
Zu seinem 104. Geburtstag wurde Josef Karner aus St. Veit an der Glan (K) eine große Ehre zuteil. Als
ältester der rund 12.230 Gemeindebürger durfte er sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen – ein
Moment, der ihn mit Stolz erfüllte. Geboren im Jänner 1922 in Völkermarkt (K), blickt Karner auf ein bewegtes Leben zurück.
Er verbrachte viele Jahre als Bergmann in den Stollen von Bad Bleiberg, bis zu 500 Meter tief unter der Erde. „Das
war schwere Arbeit, aber sie hat mich stark gemacht“, erinnert er sich. Auch die harten Kriegsjahre im
hohen Norden Norwegens bewältigte er mit jener Widerstandskraft, die ihn bis heute auszeichnet. Der Kärntner blickt mit viel Liebe und Dankbarkeit auf 60 Jahre Ehe mit seiner vor 16 Jahren verstorbenen Frau Hermine zurück. Die Ehe blieb kinderlos, heute kümmert sich Nichte Rosi liebevoll um ihn. Auf die Frage nach seinem Geheimnis für ein langes Leben sagt Josef Karner: „Positiv denken und sich nicht stressen lassen.“
Jeden Tag in der Früh stehen ein Apfel und eine Kiwi auf seinem Speiseplan, am Abend gönnt er sich ein halbes Glas Rotwein. Auch sein Glaube begleitet ihn. „Den Herrgott darf man nicht vergessen“, sagt der 104jährige, der bis vor ein paar Jahren noch jeden Sonntag in die Kirche ging.
„Keinen Alkohol trinken und mit den Frauen brav sein“
Josef Peer, 108
Der Tiroler aus dem Gschnitztal wurde heuer im Jänner 108 Jahre alt und gilt als ältester Bürger unseres Landes. Aufgewachsen mit zehn Geschwistern auf einem Bauernhof, musste Josef Peer schon als Bub im Stall, auf dem Feld und im Sommer auf der Alm beim Hüten der Schafe mithelfen. Als 20jähriger wurde er dann zum Kriegsdienst befohlen. Sieben Jahre war er unterwegs, wurde mehrfach verwundet und sah viel Leid, sein Bruder kehrte nicht mehr zurück. Nach dem Krieg fand er in Ida, für ihn bis heute „die schönste Frau im Stubaital“, sein großes Glück.
Gemeinsam bekam das Paar sieben Kinder und führte viele Jahre die Bremerhütte. Der plötzliche Tod seiner Frau im Jahr 1994 traf ihn schwer. Die Musik tröstete ihn, denn sie begleitet Peer das ganze Leben hindurch. Immerhin hat er jahrzehntelang im Kirchenchor gesungen, er spielte in der Musikkapelle und ist nun deren Ehrenobmann. Trotz schwerer Rückschläge
ist er bemerkenswert fit geblieben. Mit 99 Jahren
überstand er eine Lungenentzündung, mit 103 einen Herzinfarkt.
Seit Herbst 2023 lebt er in einem Heim im Tiroler Ort Matrei am Brenner. Geistig ist er nach wie vor hellwach, er liebt Ausfahrten und sitzt gerne im Auto, auch wenn er körperlich inzwischen auf Pflegebett und Rollstuhl angewiesen ist. Im Fernsehen verfolgt er bis heute gerne Schisprungbewerbe und Snookerspiele. „Kein Alkohol, keine Zigaretten und mit den Frauen brav sein“, lautet sein Rezept für ein langes Leben. Auf seine Ernährung habe er dagegen nie besonders geachtet, erzählt er. „Früher liebte ich deftige Hausmannskost wie Zwiebelrostbraten, heute bevorzuge ich Grießbrei und Einbrennsuppe“, sagt der 108jährige.
Zum Frühstück und auch am Nachmittag dürfen Weißbrot mit Camembert und ein Blatt Extrawurst, dazu Kaffee, Joghurt und gerne auch Himbeersaft nicht fehlen. Besonders stolz ist Peer auf seine große Familie mit neun Enkeln und
14 Urenkeln. Seine Langlebigkeit scheint in der Familie zu liegen: Der Vater wurde 93 Jahre alt, seine Schwester Agnes erreichte 99 Jahre.
„Bridge hält mich nach wie vor im Kopf beweglich und fit“
Dr. Vera Defner, 106
Die ehemalige Ärztin, die im Februar in Keutschach am See (K) ihren 106. Geburtstag gefeiert hat, blickt auf ein außergewöhnliches Leben zurück. Ende des Zweiten Weltkrieges floh sie im Jahr 1945 mit dem Fahrrad von Wien nach Klagenfurt. „Ich hatte große Angst und dachte ständig, die Russen sind hinter mir“, erinnert sie sich. Dennoch schaffte sie den Weg zurück nach Kärnten, promovierte wenig später und machte Karriere als Amtsärztin, danach auch in leitender Funktion in Klagenfurt.
Eine ihrer größten Leidenschaften begleitet sie seit rund 70 Jahren: Bridge. Das anspruchsvolle Kartenspiel hält sie bis heute geistig fit. Noch mit 102 Jahren gewann sie die Meisterschaft des Bridgeklubs Klagenfurt und wurde damit zur „Bridge-Königin“. Für Vera Defner ist Bridge das beste Training für den Geist: Es helfe ihr, „im Kopf nach wie vor beweglich und fit zu bleiben“.
Jede Woche trifft sie sich mit Freundinnen.
Mit ihrem 2011 verstorbenen Mann Rudolf, den sie
ebenfalls beim Kartenspielen kennengelernt hat, bereiste sie die ganze Welt – von der Sahara bis zur Antarktis, und sie fuhr noch bis zu ihrem 96. Lebensjahr selbst mit dem Auto. „Ich achte genau auf meine Gesundheit, gönne mir regelmäßig Kuren und lege Wert auf abwechslungsreiche
Hausmannskost“, erklärt Defner. Gesellschaft ist ihr bis
heute wichtig, ebenso das Schwimmen im Sommer im See. „Immer in Bewegung bleiben – im Kopf und im Leben.
Das ist mein Rezept für ein langes Leben.“
„Man muss brav sein, aber nicht zu brav“
Josefa Parteder, 100
Erst im März feierte Josefa Parteder im steirischen Gußwerk bei Mariazell im Kreis von 70 Gästen ihren 100. Geburtstag. Die rüstige Seniorin wuchs mit acht Geschwistern auf, zwei Brüder leben heute noch – beide sind bereits mehr als 90 Jahre alt. Als junge Frau arbeitete sie als Stubenmädchen, während dieser Zeit lernte sie auch ihren Mann kennen, den sie mit 24 Jahren geheiratet hat.
Seit 1982 ist Parteder Witwe.
Noch einen weiteren schweren Verlust musste die Steirerin verkraften, denn ihre Tochter Elfriede starb vor zehn Jahren im Alter von 67 Jahren plötzlich an einem Herzversagen.
Ein Schicksalsschlag, der die „Pepperl“, wie sie liebevoll genannt wird, tief erschütterte. Heute lebt die 100jährige im Altersheim. „Mir geht‘s gut“, sagt sie mit ihrer
warmen, bescheidenen Art. Mit dem Rollwagen ist sie noch mobil und bewegt sich im Alltag selbstständig. Was sie ihr Leben lang ausgezeichnet hat, war ihr Fleiß. „Man muss schön brav sein, aber nicht zu brav“, sagt sie schmunzelnd. Sport habe in ihrem Leben nie eine große Rolle gespielt, dafür war sie immer in Bewegung – sei es bei der Arbeit, im Haushalt oder später bei der Gartenarbeit, die sie über alles liebte.
Auch heute liest sie noch jede Woche ohne Brille „Die ganze WOCHE“, löst begeistert Rätsel und interessiert sich für das Fernsehprogramm. Ihr größtes Glück ist ihre Familie mit drei Enkelkindern und Urenkelin Sophie, sie ist 11 Jahre alt.
Gottfried Bistumer, 101
Der Radentheiner Gottfried Bistumer ist eine Kärntner
Legende. Der im Oktober 1924 in Villach (K) geborene
101jährige gilt als ältester Schifahrer unseres Landes – und steht auch heute noch mit beeindruckender Selbstverständlichkeit auf der Piste. Heuer war er fünf Mal auf der Turracher Höhe und in Bad Kleinkirchheim unterwegs.
„Es muss mir nur jemand beim Anziehen der Schischuhe
helfen. Aber sobald ich auf der Piste stehe, geht‘s los“, sagt er lachend. Schon mit vier Jahren begann seine große Leidenschaft für den Wintersport, in dem er zahlreiche Pokale und Medaillen bei Wettkämpfen gesammelt hat.
Doch nicht nur das Schifahren hält ihn jung. „Ich habe schon immer viel Sport betrieben“, erzählt der ehemalige
Reparaturschlosser. Fußball spielen, Eisstockschießen,
Wandern und Leichtathletik gehörten jahrzehntelang zu seinem Alltag. Auch geistig bleibt er in Bewegung. Mehr als 60 Jahre lang war Bistumer Obmann des Schachvereines Radenthein. Noch immer trifft er sich mit seinem Nachbarn zum Blitzschach. „Normales Schach ist mir zu langsam“, meint der 101jährige augenzwinkernd, der seit dem Tod seiner Frau Johanna im Jahr 2016 alleine in seinem Haus lebt.
Unterstützt wird er von seiner Tochter Christine, die sich um das Kochen und die Wäsche kümmert sowie Besorgungen erledigt. Gesundheitlich gehe es ihm „einwandfrei“, sagt Bistumer, nur das Gehör habe etwas nachgelassen.
Sein Tag beginnt früh. Um 6.30 Uhr steht er auf, geht zuerst alleine spazieren, danach folgen Frühstück, Zeitung lesen und Rätsel lösen. „Sport ist das Wichtigste, um ein langes Leben zu erreichen“, ist Bistumer überzeugt, der Vater zweier Töchter ist, neun Enkel sowie neun Urenkel hat. Und mit einem Schmunzeln verrät er noch eine Leidenschaft:
„Ich bin ein Mehlspeistiger – ich liebe das Süße.“
„Den Herrgott dürfen wir nicht vergessen“
Josef Karner, 104
Zu seinem 104. Geburtstag wurde Josef Karner aus St. Veit an der Glan (K) eine große Ehre zuteil. Als
ältester der rund 12.230 Gemeindebürger durfte er sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen – ein
Moment, der ihn mit Stolz erfüllte. Geboren im Jänner 1922 in Völkermarkt (K), blickt Karner auf ein bewegtes Leben zurück.
Er verbrachte viele Jahre als Bergmann in den Stollen von Bad Bleiberg, bis zu 500 Meter tief unter der Erde. „Das
war schwere Arbeit, aber sie hat mich stark gemacht“, erinnert er sich. Auch die harten Kriegsjahre im
hohen Norden Norwegens bewältigte er mit jener Widerstandskraft, die ihn bis heute auszeichnet. Der Kärntner blickt mit viel Liebe und Dankbarkeit auf 60 Jahre Ehe mit seiner vor 16 Jahren verstorbenen Frau Hermine zurück. Die Ehe blieb kinderlos, heute kümmert sich Nichte Rosi liebevoll um ihn. Auf die Frage nach seinem Geheimnis für ein langes Leben sagt Josef Karner: „Positiv denken und sich nicht stressen lassen.“
Jeden Tag in der Früh stehen ein Apfel und eine Kiwi auf seinem Speiseplan, am Abend gönnt er sich ein halbes Glas Rotwein. Auch sein Glaube begleitet ihn. „Den Herrgott darf man nicht vergessen“, sagt der 104jährige, der bis vor ein paar Jahren noch jeden Sonntag in die Kirche ging.
„Keinen Alkohol trinken und mit den Frauen brav sein“
Josef Peer, 108
Der Tiroler aus dem Gschnitztal wurde heuer im Jänner 108 Jahre alt und gilt als ältester Bürger unseres Landes. Aufgewachsen mit zehn Geschwistern auf einem Bauernhof, musste Josef Peer schon als Bub im Stall, auf dem Feld und im Sommer auf der Alm beim Hüten der Schafe mithelfen. Als 20jähriger wurde er dann zum Kriegsdienst befohlen. Sieben Jahre war er unterwegs, wurde mehrfach verwundet und sah viel Leid, sein Bruder kehrte nicht mehr zurück. Nach dem Krieg fand er in Ida, für ihn bis heute „die schönste Frau im Stubaital“, sein großes Glück.
Gemeinsam bekam das Paar sieben Kinder und führte viele Jahre die Bremerhütte. Der plötzliche Tod seiner Frau im Jahr 1994 traf ihn schwer. Die Musik tröstete ihn, denn sie begleitet Peer das ganze Leben hindurch. Immerhin hat er jahrzehntelang im Kirchenchor gesungen, er spielte in der Musikkapelle und ist nun deren Ehrenobmann. Trotz schwerer Rückschläge
ist er bemerkenswert fit geblieben. Mit 99 Jahren
überstand er eine Lungenentzündung, mit 103 einen Herzinfarkt.
Seit Herbst 2023 lebt er in einem Heim im Tiroler Ort Matrei am Brenner. Geistig ist er nach wie vor hellwach, er liebt Ausfahrten und sitzt gerne im Auto, auch wenn er körperlich inzwischen auf Pflegebett und Rollstuhl angewiesen ist. Im Fernsehen verfolgt er bis heute gerne Schisprungbewerbe und Snookerspiele. „Kein Alkohol, keine Zigaretten und mit den Frauen brav sein“, lautet sein Rezept für ein langes Leben. Auf seine Ernährung habe er dagegen nie besonders geachtet, erzählt er. „Früher liebte ich deftige Hausmannskost wie Zwiebelrostbraten, heute bevorzuge ich Grießbrei und Einbrennsuppe“, sagt der 108jährige.
Zum Frühstück und auch am Nachmittag dürfen Weißbrot mit Camembert und ein Blatt Extrawurst, dazu Kaffee, Joghurt und gerne auch Himbeersaft nicht fehlen. Besonders stolz ist Peer auf seine große Familie mit neun Enkeln und
14 Urenkeln. Seine Langlebigkeit scheint in der Familie zu liegen: Der Vater wurde 93 Jahre alt, seine Schwester Agnes erreichte 99 Jahre.
„Bridge hält mich nach wie vor im Kopf beweglich und fit“
Dr. Vera Defner, 106
Die ehemalige Ärztin, die im Februar in Keutschach am See (K) ihren 106. Geburtstag gefeiert hat, blickt auf ein außergewöhnliches Leben zurück. Ende des Zweiten Weltkrieges floh sie im Jahr 1945 mit dem Fahrrad von Wien nach Klagenfurt. „Ich hatte große Angst und dachte ständig, die Russen sind hinter mir“, erinnert sie sich. Dennoch schaffte sie den Weg zurück nach Kärnten, promovierte wenig später und machte Karriere als Amtsärztin, danach auch in leitender Funktion in Klagenfurt.
Eine ihrer größten Leidenschaften begleitet sie seit rund 70 Jahren: Bridge. Das anspruchsvolle Kartenspiel hält sie bis heute geistig fit. Noch mit 102 Jahren gewann sie die Meisterschaft des Bridgeklubs Klagenfurt und wurde damit zur „Bridge-Königin“. Für Vera Defner ist Bridge das beste Training für den Geist: Es helfe ihr, „im Kopf nach wie vor beweglich und fit zu bleiben“.
Jede Woche trifft sie sich mit Freundinnen.
Mit ihrem 2011 verstorbenen Mann Rudolf, den sie
ebenfalls beim Kartenspielen kennengelernt hat, bereiste sie die ganze Welt – von der Sahara bis zur Antarktis, und sie fuhr noch bis zu ihrem 96. Lebensjahr selbst mit dem Auto. „Ich achte genau auf meine Gesundheit, gönne mir regelmäßig Kuren und lege Wert auf abwechslungsreiche
Hausmannskost“, erklärt Defner. Gesellschaft ist ihr bis
heute wichtig, ebenso das Schwimmen im Sommer im See. „Immer in Bewegung bleiben – im Kopf und im Leben.
Das ist mein Rezept für ein langes Leben.“
„Man muss brav sein, aber nicht zu brav“
Josefa Parteder, 100
Erst im März feierte Josefa Parteder im steirischen Gußwerk bei Mariazell im Kreis von 70 Gästen ihren 100. Geburtstag. Die rüstige Seniorin wuchs mit acht Geschwistern auf, zwei Brüder leben heute noch – beide sind bereits mehr als 90 Jahre alt. Als junge Frau arbeitete sie als Stubenmädchen, während dieser Zeit lernte sie auch ihren Mann kennen, den sie mit 24 Jahren geheiratet hat.
Seit 1982 ist Parteder Witwe.
Noch einen weiteren schweren Verlust musste die Steirerin verkraften, denn ihre Tochter Elfriede starb vor zehn Jahren im Alter von 67 Jahren plötzlich an einem Herzversagen.
Ein Schicksalsschlag, der die „Pepperl“, wie sie liebevoll genannt wird, tief erschütterte. Heute lebt die 100jährige im Altersheim. „Mir geht‘s gut“, sagt sie mit ihrer
warmen, bescheidenen Art. Mit dem Rollwagen ist sie noch mobil und bewegt sich im Alltag selbstständig. Was sie ihr Leben lang ausgezeichnet hat, war ihr Fleiß. „Man muss schön brav sein, aber nicht zu brav“, sagt sie schmunzelnd. Sport habe in ihrem Leben nie eine große Rolle gespielt, dafür war sie immer in Bewegung – sei es bei der Arbeit, im Haushalt oder später bei der Gartenarbeit, die sie über alles liebte.
Auch heute liest sie noch jede Woche ohne Brille „Die ganze WOCHE“, löst begeistert Rätsel und interessiert sich für das Fernsehprogramm. Ihr größtes Glück ist ihre Familie mit drei Enkelkindern und Urenkelin Sophie, sie ist 11 Jahre alt.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.
Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung


















