Robert Palfrader, 57:
„Es hat sich kaum etwas verändert“
„Es hat sich kaum etwas verändert“
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Dass das Publikum gern neue Audienzen unseres Kaisers sehen würde, ist dem ORF wurscht. Dafür dürfen wir Robert Palfrader in der zweiteiligen Fortsetzung der Kultserie „Braunschlag“ bewundern. Auch nicht übel.
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Herr Palfrader, was gibt‘s Neues in Braunschlag?
Überraschend wenig. Es hat sich kaum etwas verändert in den 14 Jahren. Vor allem in der Disko, in der wir wieder drehen durften, hat sich nichts verändert. Und die neuen Kolleginnen und Kollegen haben sich perfekt in das alte Team eingepasst.
Wird das eine Zeitreise? Der Titel lautet ja jetzt „Braunschlag 1986“?
Optisch auf jeden Fall. Mehr will ich nicht verraten.
War früher alles besser – nicht nur in Braunschlag?
Natürlich war nicht alles besser. Es war anders. Es gibt halt Dinge, die heute bedeutend besser sind und manche Dinge, die früher besser waren. Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, ob sich die eine oder andere Sache in die richtige Richtung entwickelt hat oder ein Gegensteuern sinnvoll wäre. Vielleicht liegt das aber auch nur an meinem Alter und dass ich mir meine Jugend herbeisehne und von Dingen fantasiere, die es so nicht mehr geben kann oder soll.
Stimmt es, dass Sie während der Dreharbeiten immer wieder hörten: „Als wäre kein Tag vergangen“?
Ja, und ich selbst habe es genau so empfunden. Aber dann sieht man beim Händewaschen in den Spiegel (lacht).
Würde mir Majestät verraten, ob die ORF-Regierung die Monarchie abgeschafft hat? Um Sie mach‘ ich mir keine Sorgen, aber was treibt der arme Seyffenstein jetzt?
Um den Rudi Roubinek muss man sich keine Sorgen machen, dem geht es hervorragend, auch ohne „Wir sind Kaiser“. Natürlich würden wir gerne wieder einmal eine Sendung zu Silvester machen, aber es gibt von Seiten des Senders keinen Bedarf. Im Übrigen sollte niemand eine Erbpacht auf einen Sendeplatz haben, nicht einmal Seine Majestät.
Wen würden Sie im Fall einer Wiederaufnahme zu Ihren Audienzen einladen?
Würde jetzt der Kaiser antworten, tät‘ er sagen: Passen S‘ auf, für die Listn, die wir im Schädel haben, haben Sie nicht genug Buchstaben.
Wie sind Sie mit unserem nicht ganz so flotten Dreier zufrieden?
Ich gestehe der Regierung zu, dass sie ein unfassbar schweres Erbe angetreten hat und ihr Gestaltungsspielraum nicht der größte ist. Angesichts der Tatsache, dass es bei uns heuer keine Wahlen gibt, also auch keinen Wahlkampf, könnten die Drei bei Reformen vielleicht etwas mutiger sein.
Was steht für Sie heuer noch auf dem Terminkalender?
Die Premiere meines neuen Kabarett-Programmes „Testament“. Im Oktober im Stadtsaal in Wien. Bis dahin Dreharbeiten in Deutschland.
Sind Sie noch verheiratet und was treiben Ihre Kinder? Haben sie künstlerische Ambitionen?
Ich war noch nie verheiratet. Mein Sohn, 25, und meine Tochter, 18, haben ganz andere Pläne für ihr Leben, und das ist auch gut so. Die sollen machen, was sie für richtig halten, ich werd‘ ihnen da sicher nicht dreinreden.
Wären Sie Kaiser, was würden Sie sofort tun?
Die Monarchie abschaffen.
Was fällt Ihnen zu Trump und Putin ein?
Darf ich Karl Kraus zitieren? Nichts!
Überraschend wenig. Es hat sich kaum etwas verändert in den 14 Jahren. Vor allem in der Disko, in der wir wieder drehen durften, hat sich nichts verändert. Und die neuen Kolleginnen und Kollegen haben sich perfekt in das alte Team eingepasst.
Wird das eine Zeitreise? Der Titel lautet ja jetzt „Braunschlag 1986“?
Optisch auf jeden Fall. Mehr will ich nicht verraten.
War früher alles besser – nicht nur in Braunschlag?
Natürlich war nicht alles besser. Es war anders. Es gibt halt Dinge, die heute bedeutend besser sind und manche Dinge, die früher besser waren. Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, ob sich die eine oder andere Sache in die richtige Richtung entwickelt hat oder ein Gegensteuern sinnvoll wäre. Vielleicht liegt das aber auch nur an meinem Alter und dass ich mir meine Jugend herbeisehne und von Dingen fantasiere, die es so nicht mehr geben kann oder soll.
Stimmt es, dass Sie während der Dreharbeiten immer wieder hörten: „Als wäre kein Tag vergangen“?
Ja, und ich selbst habe es genau so empfunden. Aber dann sieht man beim Händewaschen in den Spiegel (lacht).
Würde mir Majestät verraten, ob die ORF-Regierung die Monarchie abgeschafft hat? Um Sie mach‘ ich mir keine Sorgen, aber was treibt der arme Seyffenstein jetzt?
Um den Rudi Roubinek muss man sich keine Sorgen machen, dem geht es hervorragend, auch ohne „Wir sind Kaiser“. Natürlich würden wir gerne wieder einmal eine Sendung zu Silvester machen, aber es gibt von Seiten des Senders keinen Bedarf. Im Übrigen sollte niemand eine Erbpacht auf einen Sendeplatz haben, nicht einmal Seine Majestät.
Wen würden Sie im Fall einer Wiederaufnahme zu Ihren Audienzen einladen?
Würde jetzt der Kaiser antworten, tät‘ er sagen: Passen S‘ auf, für die Listn, die wir im Schädel haben, haben Sie nicht genug Buchstaben.
Wie sind Sie mit unserem nicht ganz so flotten Dreier zufrieden?
Ich gestehe der Regierung zu, dass sie ein unfassbar schweres Erbe angetreten hat und ihr Gestaltungsspielraum nicht der größte ist. Angesichts der Tatsache, dass es bei uns heuer keine Wahlen gibt, also auch keinen Wahlkampf, könnten die Drei bei Reformen vielleicht etwas mutiger sein.
Was steht für Sie heuer noch auf dem Terminkalender?
Die Premiere meines neuen Kabarett-Programmes „Testament“. Im Oktober im Stadtsaal in Wien. Bis dahin Dreharbeiten in Deutschland.
Sind Sie noch verheiratet und was treiben Ihre Kinder? Haben sie künstlerische Ambitionen?
Ich war noch nie verheiratet. Mein Sohn, 25, und meine Tochter, 18, haben ganz andere Pläne für ihr Leben, und das ist auch gut so. Die sollen machen, was sie für richtig halten, ich werd‘ ihnen da sicher nicht dreinreden.
Wären Sie Kaiser, was würden Sie sofort tun?
Die Monarchie abschaffen.
Was fällt Ihnen zu Trump und Putin ein?
Darf ich Karl Kraus zitieren? Nichts!
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