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Ausgabe Nr. 11/2026 vom 11.03.2026, Fotos: APA-Image (4)
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Die 98. „Oscar“-Verleihung im Dolby Theatre in Los Angeles (USA): Mit Spannung werden internationale Filmgrößen auf dem roten Teppich erwartet.
Im Bild:
(ob. li.) Leonardo DiCaprio,
(ob.re.) Timothée Chalamet,
(li.) Rose Byrne,
(re.) Jessie Buckley.
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Der Komiker Conan O‘Brien moderiert zum zweiten Mal die Verleihung.
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Jacob Elordi
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Emma Stone
Der 98. Verleihung des begehrtesten Filmpreises der Welt könnte der Humor ausgehen: Die Vampire sind auf Rekordkurs
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Bei der diesjährigen „Oscar“-Verleihung gibt es für einen Film – für „Blood & Sinners“ – erstmals 16 Nominierungen. Ein Rekord. Und erstmals findet die Veranstaltung zur Zeit zweier großer Kriege statt. Das ist ebenfalls ein Rekord. Aber ein trauriger.
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Etwas steht fest: Der „Agröfaz“, also der „Allergrößte Feldherr aller Zeiten“ Donald Trump, dürfte nach der heurigen Verleihung der „goldenen Manderln“ beleidigt sein. Denn den von ihm vermutlich ersehnten, ehrenhalber verliehenen „Friedens-Oscar“ wird‘s für ihn nicht geben.

Dafür braucht er sich wohl nicht vor bissigen Witzen über seine Person fürchten. Dazu sind die Zeiten zu ernst. Krieg in Nahost, Krieg in der Ukraine, da kann selbst den professionellen Spaßmachern der Traumfabrik der Humor ausgehen.

Für die Veranstalter und die „Oscar“-verdächtigen Gäste ist es keine völlig ungewohnte Situation. Bereits 2024, als in Gaza Krieg herrschte, gab es seitens der Darsteller Forderungen nach einem Waffenstillstand, auch im Hinblick auf die Ukraine.

Was heuer anders ist bei der „Oscar“-Verleihung als früher – die Veranstaltung hat die Fröhlichkeit und die Lust aufs Witzemachen weitgehend verloren. Auch der für gewöhnlich scharfzüngige Moderator Conan O‘Brien, 62, hat angekündigt, „Ich werde keine heiteren politischen Anspielungen machen, das wäre zur Zeit unpassend. Aber es gibt ja viele alltägliche Dinge, die uns alle betreffen, die komisch sind und über die man sich lustig machen darf.“

Nicht zu vergessen, die heurige „Oscar“-Vergabe selbst. Ausgerechnet ein Vampir-Horrorfilm hat mit 16 Nominierungen einen Rekord in der Geschichte der Preisverleihung aufgestellt. Außerdem wird zum ersten Mal ein „Casting-Oscar“ verliehen. Casting steht für die Auswahl der Darsteller für die Rollen, wie sie im Drehbuch stehen.

Das ist eine lange überfällige Kategorie, denn nicht wenige Filme leben von den großartigen, offenbar maßgeschneiderten Typen.
Die wichtigsten Nominierungen der 98. „Oscar“-Verleihung am So., 15.3., ab 22.55 Uhr, ORF1 oder ab 23.30 Uhr, PRO7
Bester Film:
„Blood & Sinners“
Vampir-Horrorfilm, inszeniert von Ryan Coogler.
„Bugonia“
Mystery-Komödie um die Entführung des Chefs eines Pharma-Konzerns.
„F1“
Actiondrama mit Brad Pitt als Ex-Formel-1-Piloten und dessen Comeback.

„Frankenstein“
Science-Fiction über Frankenstein, der eine unheimliche Kreatur erschafft.

„Hamnet“
Drama um William Shakespeare u. dessen Frau.

„Marty Supreme“
Film über den Tischtennisspieler Marty Reisman.

„One Battle After Another“
Komödie über ein Mitglied einer linken Terrorgruppe.

„Sentimental Value“
Geschichte zweier Schwestern.

„The Secret Agent“
Thriller über die Militärdiktatur in Brasilien.

„Train Dreams“
Drama um einen Holzfäller, der bei einem Brand seine Familie verliert.

Bester ­Nebendarsteller:

Benicio Del Toro, 59, in „One Battle After Another“. Er stammt aus Puerto Rico.

Jacob Elordi, 28, in „Frankenstein“. Gilt als Favorit.

Stellan Skarsgård, 74, in „Sentimental Value“. Spielt den Vater zweier Töchter.

Beste ­Nebendarstellerin:

Inga Ibsdotter Lilleaas, 36, in „Sentimental Value“. Gilt als Geheimtipp.

Amy Madigan, 75, in „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“.

Elle Fanning, 27, in „Sentimental Value“.

Bester Hauptdarsteller:

Wagner Moura, 49, in „The Secret Agent“. Er spielt die Titelrolle.

Leonardo DiCaprio, 51, in „One Battle After Another“.

Ethan Hawke, 55, in „Blue Moon“.

Timothée Chalamet, 30, in „Marty Supreme“.

Michael B. Jordan, 39, in „Blood & Sinners“. Gilt als Topfavorit für das „goldene Manderl“.

Beste Hauptdarstellerin:

Jessie Buckley, 36, in „Hamnet“. Sie verkörpert Shakespeares Ehefrau.

Rose Byrne, 46, in „If I Had Legs I‘d Kick You“.

Kate Hudson, 46, in „Song Sung Blue“.

Emma Stone, 37, in „Bugonia“.

Renate Reinsve, 38, in „Sentimental Value“. Die Norwegerin zählt zu den Favoritinnen.
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