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Ausgabe Nr. 10/2026 vom 04.03.2026, Fotos: APA-Images, Tourism Ireland, AdobeStock, Karl Hussey Photography
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Traumhafter Ausblick am Howth Klippenpfad.
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St. Patrick‘s Kathedrale, Dublin.
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Parade in Dublin.
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Bier-Tour durch traditionelle Pubs.
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St. Kevin‘s Church (6. Jhdt.) in Glendalough.
Grün vor Glück
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Der wichtigste Termin im irischen Kalender ist der 17. März. An diesem Tag feiern die Iren ihren Schutzpatron, den Heiligen Patrick. Ihm zu Ehren kleiden sie sich in Grün.
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Die grüne Insel wird Irland gerne genannt. In dieser Farbe präsentieren sich die Einwohner auch jedes Jahr am 17. März. An diesem Tag feiern sie ihren Schutzpatron, den Heiligen Patrick. Es ist der wichtigste Tag im irischen Kalender. Der Heilige Patrick war ein christlicher Missionar und bekehrte im fünften Jahrhundert die Iren zum Christentum. Sein Todestag ist gleichzeitig der Nationalfeiertag Irlands.

Die Iren kleiden sich dann von Kopf bis Fuß in grünes Gewand, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Immer mit dabei ist ein dreiblättriges Kleeblatt, mit dem der Heilige den Iren die Dreifaltigkeit erklärt haben soll. Sogar der Fluss Liffey, der durch die irische Hauptstadt Dublin fließt, wird grün eingefärbt. Zudem werden einige Gebäude in grünes Licht getaucht.

Das größte Fest wird dort abgehalten. Von 14. bis 17. März verwandelt sich Dublin in ein Straßentheater.

Konzerte, Kunstausstellungen, Wanderungen und Zirkusnummern werden an vier Tagen geboten. „Der Höhepunkt ist die Parade am Nationalfeiertag. Trommler, Marschkapellen, geschmückte Festwagen, Dudelsackbläser und Artisten ziehen durch die Straßen. Das Spektakel beginnt zu Mittag am Parnell Square und führt durch das Stadtzentrum“, erzählt Richard Tierney vom Organisationsteam. Die erste Parade zu Ehren des Heiligen Patrick fand dagegen nicht in Irland, sondern in den USA in der Stadt Boston statt. „Der St. Patrick‘s Day wurde in Irland lange Zeit im Familienkreis gefeiert. Bis in die 1970er Jahre war es ein religiöser Feiertag, an dem sogar die ,Pubs‘, unsere Bierlokale, geschlossen blieben. Heute haben sie geöffnet und gehören zu den beliebtesten Feierorten der Stadt.“

Pubs sind in Dublin viele zu finden, die bekanntesten sind im Viertel „Temple Bar“ beheimatet. Ins Glas kommt den Iren das Nationalgetränk, das Guinness. Das Bier wird in der örtlichen Brauerei gebraut.

„Wer mehr über dessen Geschichte erfahren möchte, besucht das Museum ,Guinness Storehouse‘, in dem ursprünglich das Bier hergestellt wurde. Im obersten Stockwerk ist eine Bar, die einen Panoramablick über Dublin ermöglicht und wo das Guinness verkostet werden kann“, sagt der Ire.

Der Familie Guinness ist es zu verdanken, dass die nahegelegene St. Patrick‘s Kathedrale nicht abgerissen wurde. Mit finanziellen Mitteln der Brauereifamilie wurde die größte Kirche Irlands restauriert. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Kapelle aus Holz. Mit dem Wasser aus einer nahegelegenen Quelle soll der Heilige Patrick dort Menschen getauft haben.

Einen Besuch wert ist auch das imposante Stadtschloss inmitten der Altstadt sowie die älteste Universität Dublins, das „Trinity College“. In der Hochschule wird das „Book of Kells“ ausgestellt. Dabei handelt es sich um eine rund 680 Seiten starke Bibel-Schrift aus dem neunten Jahrhundert. Sie enthält die vier Evangelien und ganzseitige Bilder von mythischen Kreaturen. Eine interaktive Ausstellung setzt den Kulturschatz in Szene. Auch wenn sich das großformatige Original nicht anfassen lässt, werden von allen Seiten hochaufgelöste Bilder gezeigt.

Zur Universität gelangen die Urlauber auch mit der Dart-Bahn. Der Zug verbindet das Stadtzentrum mit der Küste. In nur einer halben Stunde erreichen die Besucher das Fischerdorf Howth. Im Hafen schwimmen Robben zwischen den Booten und Fischer verkaufen frische Meeresfrüchte. „Im Lokal ,King Sitric‘ werden die besten Krabben und Garnelen serviert“, gibt Shane O‘Doherty einen Tipp.

Der Ire bietet Ausflüge per Boot, Rad und zu Fuß an. „Ein reizvoller Rundweg ist der Klippenpfad. Der Weg beginnt am Bahnhof, führt am Hafen vorbei und hinauf zu den Klippen. Den Wanderern stehen vier verschiedene Rundwege zur Verfügung. Für den kürzesten sind zwei Stunden einzuplanen.“

Der Zug ist auch das Verkehrsmittel der Wahl, um weitere Orte von Dublin aus anzusteuern. In nur zwei Stunden erreichen Urlauber Belfast in Nordirland. Die Stadt liegt zwar auf der irischen Insel, gehört aber zu Großbritannien. Das Museum „Titanic Belfast“ erinnert daran, dass hier das berühmteste Passagierschiff der Welt gebaut wurde.

Nur eine Stunde von Dublin entfernt liegt das Tal Glendalough im Nationalpark „Wicklow Mountains“. Die Ruinen der frühmittelalterlichen Klosteranlage von St. Kevin sind hier zu finden. Der Name Glendalough bedeutet im Irischen „Tal der zwei Seen“. Mehrere Wanderwege führen entlang der beiden Gewässer durch eine moosgrüne Berglandschaft. „Grün ist es in Irland eben nicht nur am St. Patrick‘s Day.“ widlak


Irland Anreise
Direktflug von Wien nach Dublin mit Ryan Air, 13.3.–20.3. inkl. 1 Gepäckst. bis 20 kg, ab € 185,–
Programm am St. Patrick‘s Day
https://stpatricksfestival.ie
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