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Ausgabe Nr. 09/2026 vom 25.02.2026, Fotos: ORF/Wega Film/Golden Girls Film
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„Andrea lässt sich scheiden“,

Montag, 2.3., 20.15 Uhr, ORF1
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Hader spielt den vermeintlich schuldigen Franz.
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Georg (Thomas Schubert) mit Andrea (B. Minichmayr).
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Die Polizistin Andrea möchte ihre Fahrerflucht
vertuschen.
Birgit Minichmayr:
Fahrerflucht in ein neues Leben
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Josef Hader als Religionslehrer, Birgit Minichmayr als verkehrssündige Dorfpolizistin – was soll da noch schiefgehen? In Deutschland wurde der Film als „Melange aus Humor und Melancholie“ gefeiert.
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Die Polizistin Andrea (Birgit Minichmayr, 48) arbeitet in einem kleinen Ort in Niederösterreich. Sie hat sich kürzlich von ihrem Ehemann Andy (Thomas Stipsits, 42) getrennt, ist zu ihrem Vater (Branko Samarovski, 86) gezogen und freut sich auf einen neuen Posten bei der Kriminalpolizei in der Landeshauptstadt St. Pölten.

Bei der Geburtstagsfeier ihres Kollegen Georg (Thomas Schubert, 32) kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung mit dem stockbesoffenen Andy, der sich bemüht, sie zu einem Neubeginn ihrer Beziehung zu überreden. Auf der Heimfahrt wird Andrea durch einen Anruf ihres Vaters abgelenkt und fährt ihren Noch-Ehemann über den Haufen. Nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen begeht sie unter Schock Fahrerflucht.

Als sie wieder klar denken kann, beschließt sie, den Unfall zu verheimlichen, um ihre Arbeit nicht zu verlieren. Zu ihrer Verblüffung stellt sich der Religionslehrer Franz (Josef Hader, 64), ein „trockener“ Alkoholiker, bei der Polizei. Er ist über die auf der Straße liegende Leiche Andys gefahren und hält sich nun für den Täter.

Andrea hingegen versucht, ihre Spuren zu verwischen, indem sie ihren Wagen bei einem Mechaniker auf dem Land reparieren lässt. Doch sie wird auch von Schuldgefühlen gequält. Sie besucht immer wieder den unschuldigen Franz und merkt mit Entsetzen, wie er zielsicher seinem Untergang entgegentaumelt. Dann fällt auch noch ihr gehbehinderter Vater die Stiege hinunter, er muss ins Spital.

Und als ihr künftiger Kollege Walter (Robert Stadlober, 43) aus St. Pölten ihr anvertraut, dass er über ihre Fahrerflucht Bescheid weiß, dieses Wissen jedoch für sich behalten will, fasst Andrea einen Entschluss …

Gut 17 Jahre ist es her, dass Josef Hader und Birgit Minichmayr in „Der Knochenmann“ gemeinsam vor der Kamera standen. Als sie das Drehbuch zu „Andrea lässt sich scheiden“ zu lesen bekam, war sie sofort Feuer und Flamme. „Ja“, sagt Hader und lacht, „ich habe ihr auch erst die ungefähr zwölfte Fassung gezeigt. Es hat ihr gut gefallen, aber sie konnte sofort sagen, welche Sätze sie unglaubwürdig findet – und da hatte sie völlig Recht. Die Birgit ist eine Schauspielerin, die ein Drehbuch um einiges besser machen kann.“

Hader sprach sich aber nicht nur mit der Hauptdarstellerin ab. „Vor den Dreharbeiten gehe ich mit allen Schauspielern bei Einzelproben die Texte durch und bin an ihren Ideen interessiert“, verrät er. „Wenn man an den Drehort kommt, ändert sich trotzdem noch einiges, weil man dann immer auf Dinge draufkommt, die man sich vorher nicht vorstellen konnte.“

Um Thomas Stipsits für die eher kleine Rolle zu gewinnen, trickste Hader. „Ich hab‘ ihm bei einem Bier erzählt, dass ich es so wie Hitchcock in ,Psycho‘ machen will, wo ja auch der größte ,Star‘ bald stirbt.“
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