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Ausgabe Nr. 08/2026 vom 18.02.2026, Foto: Levien Wörmann
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Kamrad: „Meine Freundin musste die Miete zahlen“
Kamrad: „Meine Freundin musste die Miete zahlen“
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Mit seinen Popliedern „I Believe“, „Feel Alive“ und vor allem dem vorjährigen „Be Mine“ konnte der deutsche Sänger Tim Kamrad, 28, Hits landen.
Nun hat er sich zu seiner bislang größten Tournee aufgemacht und wird im Zuge dessen am 20. Februar in Wien, SIMMCity, und am 27. Februar in Linz, Posthof, auftreten. Der Woche-Reporter Steffen Rüth hat mit Kamrad über die Auftritte und dessen Freundin gesprochen.
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Herr Kamrad, Sie haben bereits einige Hits abgeliefert und es ist Ihnen sogar gelungen, in Italien in die besten Zehn der Hitparade zu kommen. Hat Sie das überrascht?

Nun ja, ich schreibe viel und versuche, fleißig zu sein. Auch von mir geht längst nicht jedes Lied in die Top Zehn, aber speziell die letzten Lieder waren alle ziemlich weit vorne, zum Teil eben auch im Ausland. Wenn du plötzlich in Italien unter den ersten fünf Hits bist, dann denkst du dir schon, wie das denn jetzt passieren konnte.

Und was ist jetzt Ihr Geheimnis?

Tatsächlich erklären kann ich es nicht, aber ich glaube, es lässt sich darauf zurückführen, dass ich einfach gerne Popmusik mag. Die musikalische Sprache, die ich spreche, ist auch die Sprache von vielen anderen. Ich stehe halt auf Musik, die gut im Radio gespielt werden kann und ein breites Publikum anspricht.

Das machen Sie jetzt auch mit Ihrer Tournee, Ihrer
bislang größten …


Das stimmt. Das ist für mich ein großer Schritt nach vorne. Seit Corona hat sich das Livegeschäft, gerade im Popbereich, in zwei Welten geteilt. Du hast auf der einen Seite Menschen wie Taylor Swift oder Harry Styles, die Millionen von Karten verkaufen könnten. Und du hast auf der anderen Seite viele Künstlerinnen und Künstler mit Problemen. Ich bin glücklich, dass es bei mir gerade auch live gut läuft.

Wie viele Taylor-Swift-Lieder können Sie mitsingen?

Schon ein paar (lacht). Sie macht das extrem gut und ich finde es auch super, dass sie auf ihrem aktuellen Album wieder mit Max Martin zusammengearbeitet hat.

Max Martin ist der erfolgreichste Popkomponist und Produzent dieses Jahrhunderts. Würden Sie auch gern mit ihm arbeiten?

Sollte er mir das anbieten und ich würde an diesem Tag heiraten, dann fahre ich direkt nach Stockholm (Schweden) oder nach Los Angeles (USA) und würde meine Hochzeit verschieben. Das wäre schon ein absoluter Lebenstraum von mir.

Haben Sie Ihrer Freundin gestanden, Max Martin den Vorzug vor Ihrer Hochzeit geben zu wollen?

Wir sind ja noch nicht in der Hochzeitsplanung, von daher ist das hinfällig (lacht). Begeistert wäre sie aber wahrscheinlich nicht.

Stimmt es, dass Sie Ihre Partnerin Theresa schon
ziemlich lange kennen?


Ja, wir sind seit der Volksschule befreundet. Ein Paar wurden wir im letzten Schuljahr vor der Matura, und jetzt sind wir seit fast zwölf Jahren zusammen. Wir haben viel zusammen mitgemacht und uns stark weiterentwickelt. Erst waren wir einfach nur Schüler, dann wirst du hinausgespült ins echte Leben und ich fing an, Wirtschaftsingenieurswesen zu studieren. Das Studium habe ich aber abgebrochen, habe über Jahre unerfolgreich Musik gemacht, dann wurde es irgendwann besser und die ersten Hits kamen. Genauso hat auch sie ihre Schritte im Leben gemacht. Mein erstes Lied habe ich 2016 ins Internet geladen, meinen ersten Hit hatte ich 2022.

Sechs Jahre lang als brotloser Künstler zu arbeiten, muss sich jemand erst leisten können …

Das Geld war immer knapp. Aber ich wollte nicht irgendwelche Stellen annehmen, um über die Runden zu kommen, sondern meine ganze Energie in die Musik stecken. Meine Eltern nahmen einen Kredit für mich auf, und ein paar Monate musste meine Freundin die komplette Miete zahlen. Das Schöne ist, das alles miteinander geteilt zu haben. Meine Freundin und ich, wir sind menschlich so eng zusammengewachsen, so eine Ebene werde ich wahrscheinlich nie wieder mit einem anderen Menschen haben. Selbst wenn es nächs-
tes Jahr mit der Musik nicht mehr klappen sollte, wäre das für uns als Paar egal.

Wo leben Sie beide?

In Velbert (D), der Stadt, in der wir aufgewachsen sind. Nicht weit weg von unseren Eltern und Freunden.
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