Ausgabe Nr. 08/2026 vom 18.02.2026, Fotos: APA-Images / Action Press / AEDT, ZDF/Manju Sawhney
Natalia Wörner:
„Ich bin keine starke Frau“
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Seit 20 Jahren lockt Natalia Wörner als Kommissarin Jana Winter in „Unter anderen Umständen“ das Publikum vor die Bildschirme. Dabei wollte sie die Rolle seinerzeit absagen, weil sie schwanger war.
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Ihre Mutter war Lehrerin. Das änderte nichts daran, dass Natalia Wörner für die Schule wenig Interesse zeigte. Was sie neben dem Lernen tat, war ihr viel wichtiger – sie arbeitete, als sie alt genug war, als Modell. Zunächst nur in ihrer deutschen Heimatstadt Stuttgart, wo sie am 7.9.1967 geboren wurde, nach der Matura auch in Paris (Frankreich), Wien und Mailand (Italien).
„In der Schule habe ich mich unwohl gefühlt“, meint sie rückblickend. „Es gab in den Lehrplänen keinen Platz für Kreativität. Mir war natürlich schon als Jugendlicher klar, dass Bildung wichtig ist. Aber mit Auswendiglernerei hat das nicht funktioniert. Zumindest nicht für mich, mich hat das unterfordert und daher genervt.“
Zu Hause ging‘s anders zu. „Meine Mutter war großartig“, meint Wörner. „Wir ähnelten einem Pippi-Langstrumpf-Haushalt. Es gab keine fixen Essenszeiten und keine festen Zeiten, um ins Bett zu gehen. Das liebte ich.“
Mit ihren Modetätigkeiten verdiente Natalia Wörner genug Geld, um sich Ende der achtziger Jahre ein Studium in den USA im „Actors Studio“ in New York leisten zu können. Nach der Rückkehr in ihre Heimat dauerte es nicht lang bis zu ihren ersten Theaterengagements.
Im Kino machte sie 1994 durch Rollen in „Frauen sind was Wunderbares“ und in „Die Sieger“ auf sich aufmerksam. Der endgültige Durchbruch glückte ihr dann ein Jahr später durch einen Münchener „Tatort“, in dem sie eine psychisch Kranke verkörperte. In einer Folge der Krimireihe „Bella Block“ brillierte sie anschließend derart, dass sie dafür den „Deutschen Fernsehpreis“ erhielt.
Vor 20 Jahren wurde Natalia Wörner schließlich als Kommissarin Jana Winter für die Reihe „Unter anderen Umständen“ engagiert. „Und dann wurde ich schwanger“, meint sie lachend. „Ich ging also zur Produzentin, um ihr abzusagen. Das lehnte sie ab und ließ die Geschichte umschreiben. Ich spielte also eine schwangere Kommissarin, die mit dickem Bauch weiterarbeitet – so wie andere schwangere Frauen das auch tun.“
Zu diesem Zeitpunkt war Wörner mit dem kanadischen Schauspieler Robert Seeliger, 59, verheiratet, mit dem sie zwei Jahre vorher beim Tsunami in Thailand nur knapp mit dem Leben davongekommen war. Der Todeswelle entkam das Paar durch die Flucht in den höher gelegenen Dschungel.
Vier Jahre später ließ sich die Darstellerin scheiden und zog den heute 19jährigen Sohn Jacob-Lee allein auf. Als „starke Frau“ will sie dennoch nicht bezeichnet werden. „Das ist so eine schrecklich oberflächliche Einordnung“, betont sie. „Ich bin keine starke Frau. Manchmal schon, aber ich kann auch sehr verletzlich sein.“
Im Mittelpunkt ihres Lebens steht seit seiner Geburt ihr Sohn. Nicht nur privat. Etliche Jahre spielte er in „Unter anderen Umständen“ den Sohn der Kommissarin.
„Aber ich glaube nicht, dass er Schauspieler werden wird“, meinte seine Mutter vor zwei Jahren. „Er interessiert sich mehr für Wirtschaft.“ Sie irrte. In den aktuellen Folgen steht Jacob-Lee Seeliger nach wie vor auf der Besetzungsliste.
„In der Schule habe ich mich unwohl gefühlt“, meint sie rückblickend. „Es gab in den Lehrplänen keinen Platz für Kreativität. Mir war natürlich schon als Jugendlicher klar, dass Bildung wichtig ist. Aber mit Auswendiglernerei hat das nicht funktioniert. Zumindest nicht für mich, mich hat das unterfordert und daher genervt.“
Zu Hause ging‘s anders zu. „Meine Mutter war großartig“, meint Wörner. „Wir ähnelten einem Pippi-Langstrumpf-Haushalt. Es gab keine fixen Essenszeiten und keine festen Zeiten, um ins Bett zu gehen. Das liebte ich.“
Mit ihren Modetätigkeiten verdiente Natalia Wörner genug Geld, um sich Ende der achtziger Jahre ein Studium in den USA im „Actors Studio“ in New York leisten zu können. Nach der Rückkehr in ihre Heimat dauerte es nicht lang bis zu ihren ersten Theaterengagements.
Im Kino machte sie 1994 durch Rollen in „Frauen sind was Wunderbares“ und in „Die Sieger“ auf sich aufmerksam. Der endgültige Durchbruch glückte ihr dann ein Jahr später durch einen Münchener „Tatort“, in dem sie eine psychisch Kranke verkörperte. In einer Folge der Krimireihe „Bella Block“ brillierte sie anschließend derart, dass sie dafür den „Deutschen Fernsehpreis“ erhielt.
Vor 20 Jahren wurde Natalia Wörner schließlich als Kommissarin Jana Winter für die Reihe „Unter anderen Umständen“ engagiert. „Und dann wurde ich schwanger“, meint sie lachend. „Ich ging also zur Produzentin, um ihr abzusagen. Das lehnte sie ab und ließ die Geschichte umschreiben. Ich spielte also eine schwangere Kommissarin, die mit dickem Bauch weiterarbeitet – so wie andere schwangere Frauen das auch tun.“
Zu diesem Zeitpunkt war Wörner mit dem kanadischen Schauspieler Robert Seeliger, 59, verheiratet, mit dem sie zwei Jahre vorher beim Tsunami in Thailand nur knapp mit dem Leben davongekommen war. Der Todeswelle entkam das Paar durch die Flucht in den höher gelegenen Dschungel.
Vier Jahre später ließ sich die Darstellerin scheiden und zog den heute 19jährigen Sohn Jacob-Lee allein auf. Als „starke Frau“ will sie dennoch nicht bezeichnet werden. „Das ist so eine schrecklich oberflächliche Einordnung“, betont sie. „Ich bin keine starke Frau. Manchmal schon, aber ich kann auch sehr verletzlich sein.“
Im Mittelpunkt ihres Lebens steht seit seiner Geburt ihr Sohn. Nicht nur privat. Etliche Jahre spielte er in „Unter anderen Umständen“ den Sohn der Kommissarin.
„Aber ich glaube nicht, dass er Schauspieler werden wird“, meinte seine Mutter vor zwei Jahren. „Er interessiert sich mehr für Wirtschaft.“ Sie irrte. In den aktuellen Folgen steht Jacob-Lee Seeliger nach wie vor auf der Besetzungsliste.
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