Ausgabe Nr. 06/2026 vom 04.02.2026, Fotos: SRF/SR/Manuela Meyer, SR/Pasquale D‘Angiolillo
Wo der Hass zu Hause ist:
Tödliche Familien-Fehde
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Seit Jahrzehnten bekämpfen einander in einem abgelegenen Dorf zwei Sippschaften. Als es zwei Tote gibt, wird es zu einem Fall für die Kieberer aus Saarbrücken.
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In einem Dorf an der deutsch-französischen Grenze erwacht alter Hass zu neuem Leben. Als der Unternehmer Emil Feidt ermordet aufgefunden wird, führt die Spur nach Hohenweiler. Dabei handelt es sich um den Heimatort der Kommissarin Esther Baumann (Brigitte Urhausen, 46), den sie vor Jahrzehnten hinter sich gelassen hat.
Gemeinsam mit ihren Kollegen Leo Hölzer (Vladimir Burlakov, 38) und Adam Schürk (Daniel Sträßer, 38) nimmt sie die Ermittlungen auf. Rasch stellt sich heraus: Der Mord könnte mit dem ungeklärten Tod von Feidts Tochter Becky zusammenhängen, die vor fünf Jahren im Fluss ertrank. Ob es damals ein Unfall war oder Claire Louis, seinerzeit Beckys beste Freundin, sie getötet hat, blieb offen.
Über Generationen haben sie in der Ortschaft einander bekämpft, die Feidt- und die Louis-Familie. Nach zwei Todesfällen herrscht zwischen den zwei Lagern – nach einer etwas versöhnlicheren Phase – nun ein absoluter Ausnahmezustand. Die Kommissare Hölzer und Schürk können über diese kranke Fehde nur die Köpfe schütteln, nur Kommissarin Baumann wundert sich über nichts, sie ist schließlich in diesem horriblen Kaff aufgewachsen.
Während sich die Gewaltspirale im Dorf unaufhaltsam dreht, stellt sich eine letzte Frage: Ist das Böse wirklich in einem Einzelnen zu finden oder hat es Besitz von ganz Hohenweiler ergriffen …?
Für Vladimir Burlakov ist „Das Böse in dir“ der siebente Einsatz als Ermittler in Saarbrücken (D), und langsam wird ihm bewusst, was er da beruflich geschafft hat. „Der ,Tatort‘ ist ein Stück deutsches Kulturgut. Das wusste ich“, meint er. „Aber die ganze Dimension wurde mir erst klar, als ich mich zum ersten Mal in meiner Rolle sah. Du lieber Himmel, dachte ich, ich spiele allen Ernstes einen ,Tatort‘-Kommissar in Deutschland! Ausgerechnet ich.“
Seine starken Gefühle wurzeln in der Vergangenheit des im russischen Moskau geborenen Darstellers. „Ich bin als Wirtschaftsflüchtling nach Deutschland gekommen, habe die ersten eineinhalb Jahre in einem Flüchtlingsheim gewohnt und von Sozialhilfe gelebt. Dass ich spielen darf, was ich jetzt spiele, und dass das zur besten Sendezeit gezeigt wird, ist daher eine besondere Ehre für mich.“
Burlakov wohnt heute in Berlin (D), hat aber keine Prob-
leme damit, dass er – wie im aktuellen Fall – auch einmal in einem Dorf drehen muss. „Sich für vier, fünf Wochen mit einem anderen Umfeld zu arrangieren, darf für einen gut bezahlten Schauspieler keine Zumutung sein“, betont er. „Außerdem ist mein Partner Daniel Sträßer Saarländer, und er hat mir längst gezeigt, wie schön es hier ist. Die Nähe zu Frankreich und das Essen – einfach traumhaft. Und Daniel hat mir inzwischen auch einige der besten Restaurants und Bars gezeigt.“
Erfreut über seine „Tatort“-Rolle, doch nicht so überschießend beeindruckt davon wie sein Kollege, war Daniel Sträßer, der immerhin von 2012 bis 2014 zum Ensemble des Wiener Burgtheaters zählte. „Für mich sind die Dreharbeiten regelmäßig eine Art Heimkehr“, erzählt er. „Ich finde es schön, dorthin zurückzukehren, wo ich aufgewachsen bin. An jeder Ecke erinnert mich irgendwas an meine Jugend. Es gibt aber auch viel Neues zu entdecken im Vergleich zu der Zeit, als ich dort weggezogen bin.“
Die Luxemburgerin Brigitte Urhausen ist als Kommissarin Esther Baumann die Dritte im Saarbrücken-Ermittlungsteam. „Diese Rolle zu bekommen, war ein Glücksfall“, gesteht sie. „Seit ich beim ,Tatort‘ dabei bin, kriege ich viel mehr Angebote.“
Gemeinsam mit ihren Kollegen Leo Hölzer (Vladimir Burlakov, 38) und Adam Schürk (Daniel Sträßer, 38) nimmt sie die Ermittlungen auf. Rasch stellt sich heraus: Der Mord könnte mit dem ungeklärten Tod von Feidts Tochter Becky zusammenhängen, die vor fünf Jahren im Fluss ertrank. Ob es damals ein Unfall war oder Claire Louis, seinerzeit Beckys beste Freundin, sie getötet hat, blieb offen.
Über Generationen haben sie in der Ortschaft einander bekämpft, die Feidt- und die Louis-Familie. Nach zwei Todesfällen herrscht zwischen den zwei Lagern – nach einer etwas versöhnlicheren Phase – nun ein absoluter Ausnahmezustand. Die Kommissare Hölzer und Schürk können über diese kranke Fehde nur die Köpfe schütteln, nur Kommissarin Baumann wundert sich über nichts, sie ist schließlich in diesem horriblen Kaff aufgewachsen.
Während sich die Gewaltspirale im Dorf unaufhaltsam dreht, stellt sich eine letzte Frage: Ist das Böse wirklich in einem Einzelnen zu finden oder hat es Besitz von ganz Hohenweiler ergriffen …?
Für Vladimir Burlakov ist „Das Böse in dir“ der siebente Einsatz als Ermittler in Saarbrücken (D), und langsam wird ihm bewusst, was er da beruflich geschafft hat. „Der ,Tatort‘ ist ein Stück deutsches Kulturgut. Das wusste ich“, meint er. „Aber die ganze Dimension wurde mir erst klar, als ich mich zum ersten Mal in meiner Rolle sah. Du lieber Himmel, dachte ich, ich spiele allen Ernstes einen ,Tatort‘-Kommissar in Deutschland! Ausgerechnet ich.“
Seine starken Gefühle wurzeln in der Vergangenheit des im russischen Moskau geborenen Darstellers. „Ich bin als Wirtschaftsflüchtling nach Deutschland gekommen, habe die ersten eineinhalb Jahre in einem Flüchtlingsheim gewohnt und von Sozialhilfe gelebt. Dass ich spielen darf, was ich jetzt spiele, und dass das zur besten Sendezeit gezeigt wird, ist daher eine besondere Ehre für mich.“
Burlakov wohnt heute in Berlin (D), hat aber keine Prob-
leme damit, dass er – wie im aktuellen Fall – auch einmal in einem Dorf drehen muss. „Sich für vier, fünf Wochen mit einem anderen Umfeld zu arrangieren, darf für einen gut bezahlten Schauspieler keine Zumutung sein“, betont er. „Außerdem ist mein Partner Daniel Sträßer Saarländer, und er hat mir längst gezeigt, wie schön es hier ist. Die Nähe zu Frankreich und das Essen – einfach traumhaft. Und Daniel hat mir inzwischen auch einige der besten Restaurants und Bars gezeigt.“
Erfreut über seine „Tatort“-Rolle, doch nicht so überschießend beeindruckt davon wie sein Kollege, war Daniel Sträßer, der immerhin von 2012 bis 2014 zum Ensemble des Wiener Burgtheaters zählte. „Für mich sind die Dreharbeiten regelmäßig eine Art Heimkehr“, erzählt er. „Ich finde es schön, dorthin zurückzukehren, wo ich aufgewachsen bin. An jeder Ecke erinnert mich irgendwas an meine Jugend. Es gibt aber auch viel Neues zu entdecken im Vergleich zu der Zeit, als ich dort weggezogen bin.“
Die Luxemburgerin Brigitte Urhausen ist als Kommissarin Esther Baumann die Dritte im Saarbrücken-Ermittlungsteam. „Diese Rolle zu bekommen, war ein Glücksfall“, gesteht sie. „Seit ich beim ,Tatort‘ dabei bin, kriege ich viel mehr Angebote.“
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