Eine Liebe, die im hohen Alter Wellen schlägt
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Marlene Parsons, 78, und Edward LaRue, 82, waren beide verwitwet, als sie sich kennenlernten. Zu dem Zeitpunkt trauerten sie noch um ihre Lebenspartner, die durch Krankheit verstorben waren. Beide hatten nicht mehr an die große Liebe geglaubt, als das Schicksal es gut mit ihnen meinte und sie sich neu verliebten.
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Als sich Edward LaRue und Marlene Parsons begegneten, trugen beide noch den Schatten vergangener Verluste mit sich. Seit Jahren betrauerten sie den Tod ihrer geliebten Lebenspartner, das Alleinesein belastete beide schwer.
LaRues Frau Georgina war im Jahr 2019 an einer Blutvergiftung gestorben, Parsons‘ Mann Paul 2020 an einer Lungenentzündung.
Marlene Parsons war 78, Edward LaRue 82 Jahre alt, und keiner der beiden hätte geahnt, dass ausgerechnet ein Schwimmbecken ihr Leben noch einmal verändern würde.
Um ihre Mutter aus der Einsamkeit zu holen, schenkte Marlene Parsons‘ Tochter Diane ihr eine Mitgliedschaft im YMCA-Schwimmklub in Maryville (US-Bundesstaat Illinois). „Am liebsten mochte ich dort die Wassergymnastik“, erinnert sich Parsons heute mit einem Lächeln, das mehr Leichtigkeit trägt als früher.
Zur gleichen Zeit beschloss Edward LaRue, ein Kaufmann in Pension, etwas für seine Gesundheit zu tun. Ob Zufall oder „eine höhere Fügung“, wie er es später nannte, auch er meldete sich für die Aerobic-Kurse im Wasser an. Jeden Mittwoch um neun Uhr in der Früh traf sich die Gruppe von rund 25 Männern und Frauen in der Schwimmhalle, um gemeinsam Sport zu treiben.
„Edward war genauso traurig wie ich“, sagt die 78jährige rückblickend. „Ich habe es ihm natürlich angesehen. Aber er wollte sich nichts anmerken lassen.“ Stattdessen begann er, die anderen Teilnehmer spielerisch mit Wasser zu bespritzen.
Einige Herren reagierten wenig begeistert, die meisten jedoch lachten. Bald fiel allen auf, dass eine besonders oft getroffen wurde, und zwar Marlene Parsons.
Auch sie bemerkte es. „Ich habe mich gefragt: ‚Warum immer ich? Mag er mich vielleicht?‘ Die Antwort war ‚Ja‘, und ich mochte ihn auch. Er war freundlich, umgänglich und ein feiner Mann.“
Also spritzte sie zurück. „Mehr war am Anfang nicht drin“, sagt Parsons. „Wir waren beide verwitwet.“
Doch „gegen die Pfeile des Eros (Gott der Liebe)“, meint Parsons lachend, „gibt es keinen Schutz.“ Als LaRue sie im Dezember 2023 in ein chinesisches Restaurant einlud, sagte sie sofort zu.
Sie begannen, sich regelmäßig zu treffen, entdeckten ihre Gemeinsamkeiten fürs Kochen, für Liebesromane und Kreuzworträtsel.
Und eines Tages wurden sie im Schwimmbecken dabei erwischt, wie sie sich küssten.
Im August 2024 stellte LaRue die entscheidende Frage: „Willst du mich heiraten?“ Parsons zögerte.
Der Verlust ihres Mannes saß tief, die Angst vor einer erneuten festen Bindung war groß. „Lass uns Freunde bleiben“, sagte sie deshalb vorerst. Doch LaRue blieb hartnäckig. Geduldig und aufmerksam, wie ein Kavalier der alten Schule, wartete er auf sie. Zwölf Monate später, als er sie noch einmal fragte, sagte Parsons schließlich: „Ja, ich will deine Frau werden.“
Ihr Liebesglück sprach sich schnell herum. Als die Gymnastiktrainerin Alie Morgan davon erfuhr, hatte sie eine Idee. „Warum heiratet ihr nicht dort, wo alles begann? Hier, in unserem Becken?“
Morgan war kurz zuvor von ihrer Kirche zur Pastorin ernannt worden und durfte deshalb auch die Trauung des Liebespaares durchführen.
So kam es, dass am 12. November 2025 das YMCA-Becken in Maryville für den regulären Betrieb geschlossen wurde. Edward LaRue erschien in einem Hemd mit aufgedrucktem Smoking und schwarzem Hut.
Die Braut trat in einem T-Shirt mit Blumenverzierung und Schleier auf dem Kopf aus der Kabine. Die Familie, Freunde, Kursteilnehmer und Angehörige umringten das Paar, das sich am flachen Ende des Beckens im warmen Wasser an den Händen hielt.
Einige männliche Gäste trugen Krawatten auf der nackten Brust.
Dann erklärte die Pastorin Edward LaRue und Marlene Parsons zu Mann und Frau. Nachdem sie dem Paar „viele Jahre voller Liebe und Glück“ gewünscht hatte, tanzten die Frischvermählten im Wasser zu Liedern aus den 50er Jahren.
Auf die Frage, was die beiden schließlich dazu bewegt habe, doch noch einmal zu heiraten, sagt Marlene Parsons: „Ich habe alle Zweifel über Bord geworfen. Das Leben ist zu kurz, um es zu vergeuden.“
LaRues Frau Georgina war im Jahr 2019 an einer Blutvergiftung gestorben, Parsons‘ Mann Paul 2020 an einer Lungenentzündung.
Marlene Parsons war 78, Edward LaRue 82 Jahre alt, und keiner der beiden hätte geahnt, dass ausgerechnet ein Schwimmbecken ihr Leben noch einmal verändern würde.
Um ihre Mutter aus der Einsamkeit zu holen, schenkte Marlene Parsons‘ Tochter Diane ihr eine Mitgliedschaft im YMCA-Schwimmklub in Maryville (US-Bundesstaat Illinois). „Am liebsten mochte ich dort die Wassergymnastik“, erinnert sich Parsons heute mit einem Lächeln, das mehr Leichtigkeit trägt als früher.
Zur gleichen Zeit beschloss Edward LaRue, ein Kaufmann in Pension, etwas für seine Gesundheit zu tun. Ob Zufall oder „eine höhere Fügung“, wie er es später nannte, auch er meldete sich für die Aerobic-Kurse im Wasser an. Jeden Mittwoch um neun Uhr in der Früh traf sich die Gruppe von rund 25 Männern und Frauen in der Schwimmhalle, um gemeinsam Sport zu treiben.
„Edward war genauso traurig wie ich“, sagt die 78jährige rückblickend. „Ich habe es ihm natürlich angesehen. Aber er wollte sich nichts anmerken lassen.“ Stattdessen begann er, die anderen Teilnehmer spielerisch mit Wasser zu bespritzen.
Einige Herren reagierten wenig begeistert, die meisten jedoch lachten. Bald fiel allen auf, dass eine besonders oft getroffen wurde, und zwar Marlene Parsons.
Auch sie bemerkte es. „Ich habe mich gefragt: ‚Warum immer ich? Mag er mich vielleicht?‘ Die Antwort war ‚Ja‘, und ich mochte ihn auch. Er war freundlich, umgänglich und ein feiner Mann.“
Also spritzte sie zurück. „Mehr war am Anfang nicht drin“, sagt Parsons. „Wir waren beide verwitwet.“
Doch „gegen die Pfeile des Eros (Gott der Liebe)“, meint Parsons lachend, „gibt es keinen Schutz.“ Als LaRue sie im Dezember 2023 in ein chinesisches Restaurant einlud, sagte sie sofort zu.
Sie begannen, sich regelmäßig zu treffen, entdeckten ihre Gemeinsamkeiten fürs Kochen, für Liebesromane und Kreuzworträtsel.
Und eines Tages wurden sie im Schwimmbecken dabei erwischt, wie sie sich küssten.
Im August 2024 stellte LaRue die entscheidende Frage: „Willst du mich heiraten?“ Parsons zögerte.
Der Verlust ihres Mannes saß tief, die Angst vor einer erneuten festen Bindung war groß. „Lass uns Freunde bleiben“, sagte sie deshalb vorerst. Doch LaRue blieb hartnäckig. Geduldig und aufmerksam, wie ein Kavalier der alten Schule, wartete er auf sie. Zwölf Monate später, als er sie noch einmal fragte, sagte Parsons schließlich: „Ja, ich will deine Frau werden.“
Ihr Liebesglück sprach sich schnell herum. Als die Gymnastiktrainerin Alie Morgan davon erfuhr, hatte sie eine Idee. „Warum heiratet ihr nicht dort, wo alles begann? Hier, in unserem Becken?“
Morgan war kurz zuvor von ihrer Kirche zur Pastorin ernannt worden und durfte deshalb auch die Trauung des Liebespaares durchführen.
So kam es, dass am 12. November 2025 das YMCA-Becken in Maryville für den regulären Betrieb geschlossen wurde. Edward LaRue erschien in einem Hemd mit aufgedrucktem Smoking und schwarzem Hut.
Die Braut trat in einem T-Shirt mit Blumenverzierung und Schleier auf dem Kopf aus der Kabine. Die Familie, Freunde, Kursteilnehmer und Angehörige umringten das Paar, das sich am flachen Ende des Beckens im warmen Wasser an den Händen hielt.
Einige männliche Gäste trugen Krawatten auf der nackten Brust.
Dann erklärte die Pastorin Edward LaRue und Marlene Parsons zu Mann und Frau. Nachdem sie dem Paar „viele Jahre voller Liebe und Glück“ gewünscht hatte, tanzten die Frischvermählten im Wasser zu Liedern aus den 50er Jahren.
Auf die Frage, was die beiden schließlich dazu bewegt habe, doch noch einmal zu heiraten, sagt Marlene Parsons: „Ich habe alle Zweifel über Bord geworfen. Das Leben ist zu kurz, um es zu vergeuden.“
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