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Ausgabe Nr. 02/2026 vom 07.01.2026, Fotos: AFP, 2023 20th Century Studios and TSG Entertainment Finance LLC, SRF/2017 Twentieth Century Fox Film Corporation
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Kenneth Branagh, 65:
„Ich wollte nie reich werden“
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„A Haunting in Venice“,
Sonntag, 11.1., 20.15 Uhr, ORF1

Kenneth Branagh in einem neuen Mystery-Thriller nach Agatha Christie.
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„Mord im Orient Express“,
Sonntag, 11.1., 21.55 Uhr, ORF1

Der „Orient-Express“-Krimi mit Branagh als Poirot wurde ein Welterfolg.
Kenneth Branagh, 65:
„Ich wollte nie reich werden“
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Zu Kenneth Branaghs Paraderollen zählt der Detektiv Hercule Poirot nach Agatha Christie. Zum 50. Todestag der Autorin zeigt der ORF nun zwei Verfilmungen.
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Sein Vater war Installateur, seine Mutter Hausfrau. Wenn die Eltern unterwegs waren, saß er mit seinen beiden Geschwistern regelmäßig vor dem Fernseher. „Wir sahen uns fast ausschließlich Wildwestfilme an“, meint Kenneth Branagh, der am 10. Dezember 1960 in der nord-
irischen Hauptstadt Belfast geboren wurde. „Ich habe sie geliebt. Sie waren zwar oft gewalttätig, aber trotzdem kindgerecht. Die Helden waren die Anständigen.“ Die Auswirkung dieser Western auf den Buben war zukunftsweisend, er wollte Schauspieler werden.

Um den Unruhen zwischen Katholiken und Protestanten in Belfast zu entgehen, zog die Familie nach Reading in England. Branagh war neun Jahre alt. „Die beste Art, Reading zu sehen, ist, mit dem Zug durchzufahren“, meint er jetzt. Auch sein Schulbesuch war problematisch. „Wegen meines irischen Akzents wurde ich verspottet. Ich bemühte mich um die vor Ort übliche Aussprache und kam dabei drauf, welche Freude es mir bereitet, in die Rolle eines anderen zu schlüpfen. Was sich, als ich mit 19 Jahren an der ,Royal Academy of Dramatic Art‘ studierte, noch steigerte.“

Ums kurz zu machen, Kenneth Branagh wurde in der Folge zu einem der gefragtesten und wohl auch besten britischen Bühnendarsteller, der vor allem in Shakespeare-Stücken glänzte.

Weltberühmt wird man auf diese Weise dennoch nicht, aber Branaghs Theaterruhm reichte, um auch Filmemacher und deren Geldgeber auf ihn aufmerksam zu machen. Beinahe skurril wirkt, dass ihm der Durchbruch auf der Leinwand ebenfalls mit einem Shakespeare-Drama glückte. Mit sich selbst in der Titelrolle produzierte er im Jahr 1989 „Heinrich V.“ und fungierte dabei auch als Regisseur und Drehbuchautor. Seine weiteren Filmerfolge sind bereits Geschichte. Ob als Kommissar „Wallander“ oder als genialer belgischer Privatdetektiv „Hercule Poirot“ – Branagh begeisterte mit seiner Mimik nicht nur Krimifreunde. „Oscar“ erhielt er bisher allerdings nur einen für das beste Originaldrehbuch – in „Belfast“ verarbeitete er seine Kindheit in Nordirland. Weitere sieben Nominierungen sind allerdings auch nicht ohne. Und bereits 2012 schlug ihn Königin Elisabeth II. zum Ritter.

Was Kenneth Branagh nie anstrebte: „Ich hatte nie im Sinn, ein Vermögen aufzubauen. Was ich in meinem Beruf leiste, tue ich bis heute aus Freude, Interesse und Engagement. Ich wollte nie reich werden.“

Verheiratet ist Branagh in dritter Ehe seit 22 Jahren mit der Grafikerin Lindsay Brunnock, 55. Wieso er nie Vater wurde, „hat keinen bestimmten Grund, es hat sich einfach nicht ergeben.“
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